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Am Samstag wieder gefordert? Katterbach zuletzt nur in der zweite Reihe


Gegen Schalke 04 feierte Noah Katterbach einst sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Köln. Am Samstag könnte der 20-jährige gegen den selben Gegner zumindest mal wieder zum Kader gehören. Der Linksverteidiger konnte sich bislang unter Friedhelm Funkel überhaupt nicht durchsetzen und war zuletzt zwei Mal in Folge sogar aus dem Kader gestrichen worden. 

Köln – Elf Mal stand Noah Katterbach in dieser Saison in der Startelf. Neun Mal wurde der Linksverteidiger zudem eingewechselt. Damit kann der 20-jährige in dieser Saison auf weniger Startelfeinsätze zurückblicken als in seiner Debüt-Saison, in der Katterbach wohlgemerkt erst ab dem siebten Spieltag fest zur Profimannschaft gehörte und zwischenzeitlich sogar sechs Spiele aufgrund von Verletzungen verpasst hatte.

Zuletzt zwei Mal nicht im Kader

In den letzten Spielen unter Markus Gisdol hatte Katterbach derweil fast immer in der Startelf gestanden. Erst seit Friedhelm Funkel bei den Geißböcken im Amt ist, läuft der Junioren-Nationalspieler weitestgehend unter dem Radar. Selbst, als sich Ismail Jakobs im ersten Training unter Funkel verletzt hatte, stand Katterbach hinter Jannes Horn zurück. Gegen Bayer 04 Leverkusen und den FC Augsburg wurde der Youngster zumindest in den Schlussminuten eingewechselt. Gegen Leipzig saß Katterbach jedoch 90 Minuten auf der Bank und wurde gegen Freiburg wie auch gegen Hertha von Funkel sogar komplett aus dem 20er-Kader gestrichen. Stattdessen nominierte Funkel in Berlin Marco Höger, obwohl die Position im zentralen Mittelfeld trotz des Ausfalls von Jonas Hector nicht minder besetzt war als die des Linksverteidigers.

Rückkehrer verdrängt Katterbach aus dem Kader

Durch die Rückkehr von Florian Kainz hat der linke Flügel beim FC derweil noch mehr Konkurrenz hinzu gewonnen. Da Friedhelm Funkel zudem Ismail Jakobs eher als Linksverteidiger sieht denn als Offensivspieler, hat Katterbach nun statt einem Konkurrenten mit Jannes Horn zwei auf der Linksverteidigerposition. Warum sich Funkel zuletzt für Horn und Jakobs entschieden hat, dürften derweil nur Friedhelm Funkel und vielleicht Katterbach selbst wissen. Möglicherweise will der Trainer im nervenaufreibenden Saisonendspurt insbesondere auf erfahrenere Spieler setzen. Doch da der 67-jährige zuletzt auch Ismail Jakobs das Vertrauen schenkte, der insgesamt nur drei Profi-Spiele mehr absolviert hat als sein Mitspieler, dürfte dieser Faktor in der Bewertung kaum Berücksichtigung finden. Insgesamt war der Linksverteidiger im Laufe der Saison zwar fehleranfälliger als noch in seinem Debüt-Jahr, doch auch hier zeigten sich seine Kollegen bislang kaum stabiler. In den Statistiken der Pass- sowie Zweikampfwerte zeigte sich Katterbach im bisherigen Saisonverlauf zudem nur geringfügig schwächer als Jannes Horn, der überwiegend auf dieser Position zum Einsatz kam.

Beim 1. FC Köln hält man trotz des aktuellen Tiefs von Katterbach nach wie vor viel von seinem Youngster, traut ihm wohl auch das wichtige Spiel am Samstag gegen Schalke zu. Gegen den FC Schalke 04, gegen den für Katterbach am 05. Oktober 2019 alles angefangen hatte, dürfte das Kölner Eigengewächs zumindest auch wieder zum Kader gehören. Da Ismail Jakobs aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt fehlen wird, wird sich Friedhelm Funkel am Wochenende wohl zwischen Horn und Noah Katterbach entscheiden müssen.

13 Kommentare
  1. Mario Schmitz sagte:

    Unverständlich, dass er nicht mal im Kader steht. Insbesondere, wenn man sich die Leistungen des Konkurrenten Horn ansieht. Das ist scheinbar die Art und Weise beim FC auf die eigene Jugend gesetzt wird. Schade. Bleibt zu hoffen das es unter dem neuen Trainer anders wird.

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    • Heinz sagte:

      Mario , da bin ich auf deiner Seite . Bei vielen Trainern darfst du Dir keine Fehler erlauben , sonst bist du direkt außen vor . Da die heutigen jungen Spieler fast alle sensibel sind , fallen die wohl in ein kleines Loch . Von seiner Qualität bin ich voll überzeugt , er wird seinen Weg machen . In meiner Zeit bekam man , wenn es dem Trainer nicht passte ,schon mal einen Tritt in den Allerwertesten und schon lief es wieder . Gibt es wohl heut zu Tage nicht mehr . Die modernen Trainer brauchen 3-4 Assistenten und einen Laptop.

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      • Guido Remberg sagte:

        Habe ich schon in einer anderen Rubrik geschrieben:

        Mir ist es auch absolut schleierhaft, dass wir jetzt auch auf links keine Alternative mehr zu Jonas Hektor haben.
        Spieler wie Katterbach und Jakops, konnten Fußballspielen als Gisdol kam. Da hatten wir hauptsächlich konditionelle Probleme.
        Als Gisdol, dass Problem im Griff hatte, haben wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt geholt und sehr schönen Fußball gespielt.
        Doch dann wollte Gisdol die Spieler besser machen, was gründlich in die Hose ging.
        Dass Problem jeden Spieler schlechter zu machen, hatte Gisdol bei allen seinen Stationen.
        Dieses hätten alle Verantwortlichen Wissen müssen.

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    • Stephan sagte:

      Mario da bin ich auch bei dir. Was J.Horn teilweise spielt. Verstehe wer will, warum Noah nicht spielt. J.Horn ist meines Erachtens viel zu limitiert im Spiel nach vorne. Ab und zu kommt mal ne Flanke, viele Wege geht er nicht und die meisten Pässe die er spielt sind zum Torwart. Außerdem ist er sehr Zweikampf schwach.
      Da finde ich Noah der auch mal das 1gg1 sucht wesentlich interessanter. Schade das J.Horn Fehler machen darf, aber Noah anscheinend nicht.

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  2. Simon Borgloh sagte:

    Wie im Artikel beschrieben, werden es nur Funkel und Katterbach selbst wissen, warum er nicht mehr im Kader stand.
    Für mich völlig unverständlich. Katterbach ist der bessere LV, besser als J. Horn. Katterbach traut sich auch mal ein Dribbling zu und kann auch mal ein, zwei Leute aussteigen lassen. Wobei mir J. Horn meistens zu nervös erscheint, wenn er den Ball bekommt. Ich zusätzlich auch.
    Wie vorher schon vom Vorredner angemerkt, brauchen die jungen Spieler Vertrauen und Spielpraxis.

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  3. Kurti sagte:

    Katterbach sollte und muß regelmäßig spielen.
    Ich halte ihn für spielerisch stark.
    Zudem sollte man ihm auch mal Fehler zugestehen, seine Alternativpartner ist auch nicht fehlerfrei.
    So verunsichert ein Trainer die Spieler.

    Das ist so ähnlich wie mit Salih, der den einen Katastrophenpass spielte, der zum Gegentor führte.
    Danach war er aussen vor.
    So hat man zwar junge Nachwuchskräfte, fördert diese aber dann auch nicht.

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