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Der FC braucht jetzt, was lange fehlte: Mentale Stärke!


Der 1. FC Köln kann am 34. Spieltag noch immer den Klassenerhalt schaffen, als Tabellenvorletzter aber nicht mehr aus eigener Kraft. Das ist, unterm Strich, die schlechteste Leistung, die der FC in 33 Spielen hätte abliefern können – einzig ein bereits feststehender Abstieg hätte dies noch unterboten. Dennoch: Die Geißböcke bekommen noch eine letzte Chance, dem Verein ein weiteres Jahr Bundesliga zu verdienen. Um diese zu nutzen, müssen sie mental stark sein.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen: Die Leistungen des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg und gegen Hertha BSC werden voraussichtlich nicht ausreichen, um am 34. Spieltag den FC Schalke 04 zu besiegen und damit die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Das, was die Geißböcke in den letzten beiden so wichtigen Spielen gezeigt haben, war zu wenig. Viel zu wenig. Das ist enttäuschend – wenn auch nicht überraschend.

In Berlin ging kein FC-Profi voran

Einfach nur zu erklären, der Mannschaft habe der Wille gefehlt, greift allerdings zu kurz. Die Wahrheit ist: Die Spiele gegen Freiburg und Hertha waren auch ein Sinnbild dessen, was man schon die gesamte Saison über hat beobachten können. Der Kader des 1. FC Köln ist nicht auf mentale Stärke und Stabilität ausgelegt. Es gibt keine gefestigte Struktur, keine Hierarchie, die als Stütze für die Spieler, gerade für die jüngeren, dienen könnte. Es gibt zu wenige selbstbewusste Führungsfiguren, Vorkämpfer, Lautsprecher mit natürlicher Autorität. Dass Markus Gisdol und Horst Heldt es nicht geschafft haben, der Mannschaft eine neue Struktur zu verleihen, holt den FC auch jetzt wieder ein.

Man muss nur die Kapitäne mit ihren eigenen Problemen betrachten, um zu erkennen: Den versprochenen Umbruch hat es nie gegeben. Jonas Hector, Timo Horn und Marco Höger sind verdiente Spieler, keine Frage. Sie sind aber auch Teil der ältesten Generation an FC-Spielern. Frisches Blut und neue Gesichter? Maximal in der zweiten Reihe der Verantwortung. Die Folgen dieses gescheiterten Umbaus sind auch nach 33 Spieltagen zu beobachten. In Berlin wollte kein Spieler Verantwortung übernehmen. Kein Profi ging voran, riss seine Teamkollegen mit und signalisierte: Diese Berliner Truppe aus Ersatzspielern und Notlösungen auf zahlreichen Positionen ist zu knacken.

Einfache Rechnung: Nur ein Sieg zählt!

Das muss gegen den FC Schalke 04 am 34. Spieltag anders werden. Und tatsächlich gibt es Hinweise darauf, dass der Mannschaft dies gelingen könnte. Wenn man in den vergangenen Monaten glaubte, es geht nichts mehr, zeigten die Spieler ungeahnte Fähigkeiten: in Dortmund, auf Schalke, gegen Bielefeld, in Gladbach, gegen Leipzig. Wenn der FC schon keine mentale Stärke zeigte, um Konstanz in die Leistungen zu bekommen, dann doch zumindest in den aussichtslosesten oder schwierigsten Situationen. Das macht Mut für Samstag.

Denn die Spieler wissen nun, dass es kein anderes Ergebnis mehr geben darf als einen Sieg. Der Gedanke „ein Remis reicht auch“ kann also erst gar nicht aufkommen. Jeder FC-Profi wird wissen, worum es geht. Es braucht kein Schielen auf die benachbarten Plätze, auf die Konkurrenz. Die Rechnung ist einfach: Die Geißböcke müssen ihren Job machen und gewinnen. Erst dann zählt, was Bremen und Bielefeld machen. Gewinnt der FC und rettet sich, kann gefeiert werden. Reicht es für die Relegation, geht es weiter. Steigen die Geißböcke trotz eines Sieges über Schalke ab, so war der Abstieg am Ende trotzdem verdient. Und sollte es nicht einmal mehr für einen Sieg über den abgeschlagenen Tabellenletzten reichen, dann sowieso.

47 Kommentare
  1. Kurti sagte:

    Marco Höger ist kein verdienter Spieler.
    Er hat sicher sehr gut und lange verdient, aber Glanzleistungen waren Mangelware.
    Schade, das über Jahre wieder nur dilettantisch gearbeitet wurde beim FC.
    Somit hat man die Mannschaft, die man verdient.
    Mannschaften wie Augsburg und Bremen treten wesentlich giftiger und galliger auf.

    Die Punkte die man auch gegen Hertha liegen ließ sind die, die nun fehlen.

    Ich kann die Einstellung von FF auch nicht gutheißen, das er sagt, 1 Punkt ist wertvoll und er nicht auf Sieg spielt.
    3 Punkte dann wären wir vor Bremen und punktgleich und Torgleich mit Bielefeld.
    Das hätte schon ein viel bessere Ausgangsposition bedeutet.

    Nun müssen alle abloosen, nur der glorreiche FC gewinnt ;)

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  2. Daim71 sagte:

    #Merten
    Das Spiel gegen Hertha sehe ich nicht so schlecht.
    Hertha war mit seinen Spielern sehr Konter stark. Das hat man gesehen.
    Unser FC ist eine Wundertüte, wer hätte gedacht das wir nach Mainz noch eine realistische Chance haben, nicht abzusteigen.

    Der Punkt gegen Hertha könnte noch Gold Wert sein. Hätten wir verloren, würden Bremen und Bielefeld nur ein Punkt reichen.

    Wenn wir gewinnen müssen die anderen auch gewinnen. Die Chancen stehen gut das wir wenigstens einen überholen.
    Daher geschmeidig blieben und abwarten.

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    • andi sagte:

      Alles vorbei war wohl nicht ganz richtig. Nur mit diesem Punkt müssen Bielefeld und Bremen gewinnen (vorausgesetzt wir gewinnen gg. Schalke) sonst würde ihnen ein Punkt reichen. So ist deren Aufgabe ungleich schwerer. Also lieber einen Punkt als am Ende vielleicht keinen.

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  3. FC-Fan sagte:

    Vor 20 Stunden wurde noch geschrieben, es ist noch zu früh mit Fingerzeigen zu beginnen. Es zählt jetzt nur Schalke. Und schon geht der Fingerzeig los mit es fehlen Führungsspieler. Ja, die fehlen. Aber jetzt zählt nur das eine Spiel und das muss mit den aktuellen Kräften gewonnen werden. Das die Jungs kicken können haben die in ein paar wenigen Spielen diese Saison gezeigt und nur das zählt bis nächste Woche Samstag bzw evtl noch zwei weitere Spiele.
    Und dann mal gucken was wir nächste Saison für einen Kader haben und was Baumgart draus macht

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  4. Hennes48 sagte:

    Ich finde, man darf den Finger schon kräftig in die Wunde drücken…auch schon jetzt…und auch wenn es weh tut!
    Sachliche und nüchterne Kritik und Analyse sind doch immer zulässig-auch jetzt oder?
    „Hinterher“ sind alle wieder klug…aber die Dinge sollte man auch ganz realistisch im Vorfeld ansprechen…so wie im Artikel geschehen!
    Und ein extrem flacher Spruch-aber sooo wahr: „Die Tabelle lügt nicht!“
    30 Punkte und 60 Gegentore nach 33 Spieltagen sind eines Bundesligisten nicht würdig! Ob der FC nun Schalke schlägt oder nicht…dieses eine Ergebnis ändert doch nichts an der Gesamtbilanz und sollte bei positivem Ausgang keinesfalls wieder zu falschen und fatalen Rückschlüssen führen.

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  5. Kurti sagte:

    Simon Terrodde hat man verschenkt und ihm noch 1 Milliönchen hinterher geworfen.
    Simon ist sicher nicht der Toptorjäger in Liga 1.
    Aber von der Mentalität und dem Einsatz untadelig.
    Und mehr Tore als Limnios, Tolu und Dennis zusammen(0, zero, nada) hätte er sicher auch hinbekommen.

    Lieber einen Spieler der die Sprache spricht, Kölner ist und vorweg geht, als 3 Spieler die nichts von dem sind.

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  6. Kai sagte:

    Es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Bliebe der FC in der 1. Liga, ginge das elende Gewurschtel der letzten 20 Jahre weiter mit der einzigen Hoffnung, Baumgart könnte es richten. Steigt der FC ab, könnte der Zorn auf die Verantwortlichen endgültig so groß sein, dass die Chance auf einen personellen Neuanfang in Vorstand und Geschäftsführung groß ist. Und einen Neubeginn braucht es zwingend, wenn das Gestümpere der letzten Jahre einer konsequenten Strategie weichen soll. Komme mir niemand mit der Parole: „Es zählt nur der sofortige Wiederaufstieg“. Warum denn? Um wieder mit Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag beglückt zu werden? – Ich fürchte allerdings, dass genau Letzteres passiert. Die Pandemie schützt Vorstand und Geschäftsführung vor der Wucht protestierender Fans. Und die Herren, die es einfach nicht besser können, werden an ihren Stühlen kleben. Darum Wahl zwischen Pest und Cholera.

    moderated
    • Heinz sagte:

      Hallo Kai , der FC ist wie ein ausgefüllter Lottoschein. Man hofft das die Zahlen gezogen werden . An dem System Lotto wird sich nichts ändern , so wie sich beim FC nichts ändert . Es wird keinen geben der den FC auf den richtigen Weg führt .
      Dieser Klüngel ist nicht zu ändern. Müller Römer und sein Gefolge haben nach wie vor das Zepter in der Hand und werden es auch nicht abgeben. Nach dem Abstieg folgt der nächste .

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    • Boom77 sagte:

      Deine Frage nach dem „Warum denn“ bzgl. des sofortigen Wiederaufstiegs interpretiere ich so, dass Du einer derjenigen bist, die proklamieren, dass der FC sich mit zwei bis drei Jahren Zweitligazugehörigkeit neu aufstellen und in der zweiten Liga einen „Neuanfang“ starten solle, statt gleich wieder zu versuchen, sofort wieder aufzusteigen. Das fordern hier ja viele…

      Die Leute, die das hier fordern, nämlich, dass man zwei bis drei jahrelang in der 2. Liga einen Neuanfang starten sollte, sollen mir doch mal die Frage beantworten, welcher Verein das geschafft hat, zwei bis drei Jahre in der 2. Liga zu spielen und dabei e r f o l g r e i c h einen „Neuanfang“ zu starten? Der VfB Stuttgart, der hierfür oft als Beispiel genannt wurde? Der hat das so N I C H T geschafft. Denn der VfB Stuttgart ist in den letzten 20 Jahren zwei Mal abgestiegen und dann sofort wiederaufgestiegn. Der hatte keine längere Phase in der 2. Liga und immer alles auf den sofortigen Wiederaufstieg gesetzt… und das auch mit gutem Grund!

      Sich in der 2. Liga über zwei, drei Jahre zu konsollidieren und einen erfolgreichen Neuanfang zu starten, hat nämlich noch niemand geschafft. Das ist ein riesen Schmarrn, der hier erzählt wird. Schaut euch die Vereine an, die abgestiegen sind und zwei oder drei Jahre in der 2. Liga gespielt haben. Wo sind die heute? Entweder nach wie vor in der 2. Liga oder sogar in tieferen Niederrungen des Profifußballs. HSV, KSC, 1860, FCK etc. lassen grüßen.

      Ein „Neuanfang“ – wie es z. B. Stuttgart gemacht hat (wobei ich das nicht ganz als „Neuanafnag bezeichnen würde) – kann nur in der 1. Liga funktionieren, da es dort ausreichend finanzielle Mittel (TV-Gelder, Spnsoringeinnahmen) abzuschöpfen gibt. Deshalb ist für einen „Neuanfang“ im Falle eines Abstieges der sofortige Wiederaufstieg sehr wohl Pflicht, wie es jeweils auch beim VfB Stuttgart gehandhabt wurde. Denn auch die „hoffnungsvollen“, „vielversprechenden“ – oder wie man sie sonst nennen mag – Talente bekommt man heutzutage nur, wenn man denen nachhaltig aufzeigen kann, dass sie bei uns Erstligafußball spielen können.

      Wer anderes behauptet, ist fernab jeglicher Realität im Profifußball.

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        • Boom77 sagte:

          Ja, auch die Pferdchen vom Niederrhein haben das nur in der 1. liga und nicht nicht in der 2. Liga hinbekommen. Die haben in den letzten 20 Jahren nämlich auch nur eine einzige Saison in der 2. Liga gespielt und sind direkt wieder aufgestiegen.

          Der einzige Verein, der derzeit erfolgreich in der 1. Liga spielt und in den letzten 20 Jahren zwei Saisons hintereinander in der 2. Liga gespielt hat, ist Eintracht Frankfurt. Die haben in der Saison 2001/2002 und 2002/2003 in der 2. liga gespielt und dann nochmal in der Saison 2004/2005 (da sind sie aber mit Funkel direkt wieder aufgestiegen) und in der Saison 2011/2012 (da sind sie aber mit Veh direkt wieder aufgestiegen). Und bei der Eintracht kommt genau diese „Schere, die immer weiter auseinander geht“ zum Tragen. Wenn die Eintracht in den letzten fünf Jahren zwei oder drei Jahre in der 2. Liga gespielt hätte, würden dort heute und in den nächsten 15 Jahren auch keine Kostic`, Silvas und Jovic` spielen und eine EL-Teilnahme wäre nur ein kühner Traum.

          2001/2002 gab es für die 1. und 2. Liga insgesamt 358 Mio. an TV-Geldern. 2002/2003 dann insgesamt 360 Mio. Seit 2017/2018 gibt es über eine Milliarde. Und alle wissen, dass der Bärenanteil von dieser Milliarde in die 1. Liga und nicht in die 2. Liga fließt. Wer glaubt, ein Verein könne in jetzigen Zeiten in der 2. Liga die Gelder erwirtschaften, um nachhaltig einen Neuanfang für einen dauerhaften Verbleib in der 1. liga zu starten, der irrt sich gewaltig. Deshalb wollen/müssen alle Vereine, die nicht alle 10 Jahre mal eine Saison in er 1. Liga spielen, sondern möglichst dauerhaft Bestandtteil der 1. Liga sein wollen, den direkten Wiederaufstieg zum Ziel haben. Denn ein neues Stadion, ein neues NLZ und Trainingszentrum und zudem noch erstligataugliche Spieler finanzierst du nicht mit der 2. Liga.

          Und was für „Investoren“ man als Zweitligaverein bekommt, haben wir an 1860 auch gesehen. Der (Investoren-) Zug fährt – ob man nun für oder gegen Investoren ist – auch ab, wenn man mal drei Jahre in der 2. Liga kickt.

          moderated
          • Kurti sagte:

            Das Problem ist eben auch, das Fußball nur bedingt planbar ist.
            So wie FF zusammen mit HH plant:
            Nee Horst, 1 Punkt ist genug in Berlin, wir schlagen ja Schalke, dann haben wir 4 Punkte.

            Einen Teil der Probleme hat der FC auch, weil zu Europacup Zeiten als der Fc noch öfter dabei, noch nicht das große Geld verdient wurde.

            Wir sollten den Abstieg vermeiden, wenn das nur irgendwie geht.
            Und so oft wie wir versucht haben uns selbst neu zu erfinden in den letzten 20 Jahren habe ich das Vertrauen verloren.

            Erschütternd ist, das Abstieg 7 droht und der Verein mit den meisten Abstiegen( 1.Fc Nürnberg) ist Rekordhalter mit 8 :).

          • Kai sagte:

            Eure Argumente geben mir zwar zu denken. Warum ich einen Neubeginn in der 2. Liga befürworte, ist das Datum 2022. Dann erst enden nahezu alle Langzeitverträge der nicht mehr gebrauchten Spieler; dann erst wird Geld frei für neue Spieler. Die Hoch-Verdiener (T. Horn, Bornauw, Meré, Skhiri, Duda, Andersson und auch Hector) sollten abgegeben werden. So ergäbe sich die Chance, vom überhöhten Gehaltsniveau runterzukommen. Ich will keine Kicker mehr beim FC sehen, die nicht wg. des tollen Stadions und der Fan-Atmosphäre nach Köln kommen, sondern schlicht wg. der Verdienstaussichten, die sonst niemand bietet. Als Overath den Klub in akute Insolvenzgefahr gebracht hat, hatte die Stabilisierung der Finanzen oberste Priorität. Damit einher ging der zwar langsame aber stetige sportliche Aufschwung. Hätten nicht Schmadtke und Wehrle mit den Wahnsinns-Transfers mit Langzeitverträgen (7-Mio.-„Juwel“ J. Horn!) begonnen, könnte der FC heute ganz anders da stehen.
            Meine Befürchtung ist, dass man wiederum an und über die Grenzen des wirtschaftlich Vertretbaren gehen wird, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen, um dann erneut nur Abstiegskampf bestreiten zu können.

          • Boom77 sagte:

            Na, dann graust es mir, wenn ich daran denke, wie wenig Geld 2022 für einen Neuanfang vorhanden sein wird. Mit einem Bruchteil der TV-Einnahmen in Liga 2. Sehr wahrscheinlich noch Spielen ohne Zuschauer bis Ende 2021 etc.

  7. OlliW sagte:

    Klar, wir verlieren und Bremen und Bielefeld deklassieren die EL-Asprianten, weil sie ja soooo viel besser sind! Sind sie nicht. Wird auch nicht passieren. Klar ist das nicht ausgeschlossen. Aber diese Untergangs-Behauptung rührt nicht von Fakten, der Statistik oder dem Erwartbaren her, sondern weil das Gras drüben für den FC-Fan immer grüner ist als am Geißbockheim.
    Ich sage: Nie im Leben.
    Bremen ist absolut unfähig zu irgendwas. Die sind mal gerade keinen Deut besser oder stärker oder sonst was als der FC. Die haben sich den einen Punkt, den sie mehr haben, mehr erduselt als verdient. Sollten sie gegen die weitaus stärkeren Stuttgarter tatsächlich gewinnen, wäre das ein mittleres Wunder.
    Bielefeld ist auch weder stärker noch besser noch sonst was als der FC. Allerdings haben Sie in ihren bescheidenen Möglichkeiten mehr Konstanz. Diese Konstanz hat sie immer knapp am oder überm Strich gehalten. Erinnert euch: Während der FC drei Mal die Latte traf und verlor, holten die Bielefelder mit zugegebenermaßen erzwungenem Glück 7 Punkte mit ganzen zwei Torschüssen (darunter ein Eigentor gegen Freiburg). Der FC hatte das Glück nicht, dass es für den einen oder anderen Punkt mehr eben brauchte. Er hat es sich aber auch nicht „verdient“ oder es erzwungen, wie Bielefeld durchgehend und Bremen zumindest in der ersten Saisonhälfte. Der FC war durchgehend schwach.

    Ja. Es ist sehr gut möglich, dass Bielefeld punktet. Auch hier ist es nicht ausgeschlossen, dass sie die in jeder Hinsicht weit, weit überlegenen Gladbacher besiegen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Noch geringer ist sie, dass Bremen und die Arminia gewinnen. Der FC hat es nicht in der eignen Hand, das ist das eigentliche Drama.

    Das „realistischste“ Szenario ist, dass Bielefeld unentschieden spielt, Bremen verliert und der FC gewinnt. Der „FC-Faktor“ spielt aber eben auch eine Rolle. Und der ist die große Unbekannte in der Gleichung. Daher ist eine Niederlage gegen einen Club, gegen den man fast immer gut ausgesehen hat, gegen den man eine krass positive Statistik aufweist, der bereits abgestiegen ist, gut möglich.

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  8. Marcel sagte:

    Da ist vieles richtig im obigen Kommentar. Der FC hat in seinen Transfers viel zu wenig nach einem Konzept gehandelt. Spieler wurden viel zu wenig nach ihren charakterlichen Eigenschaften ausgesucht. Seit Jahren liest man ja nun schon von den Verantwortlichen, dass die Mannschaft zu brav sei. Es fehlt, und das muss man deutlich hervorheben an vielen Grundeigenschaften. Es fehlt an Leidenschaft, Wille, Mut und auch an gesunder Härte. Ich muss dazu aber auch sagen, es ist für einen Spieler aber auch bestimmt nicht einfach diese Attribute in einem leidenschafts,- willen, und mutlosen Club, abzurufen. Man schaue sich nur den Vorstand an. Seid Amtsantritt wird nur darüber schwadroniert, dass der Club ja den Mitgliedern gehört und man wolle ja keine Investoren usw. Man verliert sich in romantischer und längst überholter Fußballromantik als wirklich einmal die Ärmel hoch zu krempeln und Klartext darüber zu sprechen wer man denn jetzt schlussendlich sein möchte auf sportlicher ebene und wie man dahin kommt. Der FC war mal ein sehr erfolgreicher Club. Wie allen bekannt ist, ist dies nicht mehr so. Also muss es doch lauten, wir wollen da wieder hin und das was uns im weg steht dort wieder hinzukommen räumen wir beiseite. Dazu muss ich aber auch mal die Ellbogen ausfahren, Mut, Wille und Leidenschaft zeigen. Aber so sehe ich den Club derzeit leider nicht. Der FC hat noch einen weiten Weg vor sich um wieder der Verein zu sein, der er Mal war.

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    • OlliW sagte:

      Korrekt. Und dieser Weg wird um so weiter, je länger man zögert und je mehr Abstiege dazu kommen. Warum steigt der FC gefühlt in jedem Jahr fast und alle drei Jahre real ab, während sich die FCAs, Werders, 05er und Co immer wieder retten, neu erfinden und die nötige Power auf den Platz bringen? Es ist mir en Rätsel.

      Und zum Thema Investoren, ich bin mir absolut sicher, der von allen so hochgehaltene Franz Kremer würde völlig anders handeln. Die Vision, den Mut und die Weitsicht, die er damals hatte, ist lange würde passe in Köln. Zugegeben, es waren ganz andere Zeiten. Doch so ein Mann hätte in Köln keine Chance mehr und würde heute vom Hof gejagt werden! Ihm bliebe die freie Wirtschaft der Business-Punks.

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    • Kurti sagte:

      @Marcel
      Das ist aber krass unfair.
      Warte doch erstmal ab, wenn der Vorstand (vom Mitgliederrat ausgesucht) sein Masterplan vorstellt : “ wie bringe ich den FC auf Platz 10″
      Ich freue mich schon drauf :)

      Ich habe Bremen gegen Augsburg teilweise gesehen.
      Da ist Feuer, Gift und Galle drin.

      Der FC wird nie wieder solch ein Verein werden wie er mal war.
      Dazu ist die Schere zu weit auseinander geklafft.
      In den letzten 23 Jahren gab es doch reihenweise Neuanfänge und Restarts.
      Ausser die kurze Zeit von Stöger war das doch alles erbärmlich.

      Gladbach hat ein wesentlich fähigeres Management.
      Die standen schon mit 1 Bein in der 2.Liga, und nun haben die ein neues Stadion, Hotel, Trainigsgelände usw. Jahrelang europäisch dabei.

      Mainz, Augsburg Freiburg alle davon gezogen.
      Union Mitaufsteiger, aber schon enteilt.

      Bei FC passt das Interieur vom Geißbockheim gut zu Club.
      Alles altbacken, verstaubt und verkrustet.

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  9. Norbert Furmanek sagte:

    Hallo Marc . Der FC braucht mentale Stärke. OK. Aber jetzt ,am letzten Spieltag ? Das wird nix .Wer es bis zu diesem Zeitpunkt erkannt hat, wird es auch am Samstag nicht. Und zu den Kapitänen : ich habe nie einen Kapitän gebraucht. Habe mich selber gepuscht, so wie ein Th. Müller ( FC B.) !! Und wenn es um die ,,Wurst“ ging noch mehr. Wo ist denn die Eigenverantwortung ? Wo ist denn die Liebe zum Verein ?

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  10. Sonja Eich sagte:

    Hier auch nochmal:

    Hallo zusammen,

    ich möchte mich kurz zum Thema „Kommentare löschen“ zu Wort melden:
    Wir, damit meine ich die GBK-Redaktion, löschen so gut wie gar keine Kommentare. Die, die bei uns in der Moderation landen und gelöscht werden, lassen sich pro Tag an einer Hand abzählen. An vielen Tagen löschen wir überhaupt keine Kommentare.
    Hier noch einmal die Punkte, anhand derer wir entscheiden:
    Kommentare, die Beleidigungen beinhalten, werden gelöscht. Bei rechtlich relevanten Beleidigungen, sprich, die zu einer Anzeigen führen könnten, löschen wir den betreffenden User sofort und ohne Verwarnung. Was als Beleidigung gilt, entscheidet einzig und alleine die Redaktion.

    Nun aber zu einem Punkt, der einige von Euch besonders beschäftigen dürfte:
    Wir löschen in der Regel keinen Kommentar, der nicht von Euch gemeldet wurde. Wird ein Kommentar nicht gemeldet, gehen wir davon aus, dass der Inhalt für Euch in Ordnung ist. Dafür gibt es diese Funktion. Aber natürlich haben wir auf alle Kommentare einen Blick.
    Wird ein Kommentar gemeldet, verschwindet er dabei sofort aus dem Kommentarbereich und sieht für Euch „gelöscht“ aus. Da wir aber nicht 24 Stunden am Tag damit verbringen können, in die Moderation zu gucken, kann es passieren, dass wir einen gemeldeten Kommentar erst einige Stunden später wieder freigeben. An dieser Stelle möchte ich daher nochmal an Euch appellieren: Ich weiß, der Meldebutton liegt aktuell neben oder unter dem „Antworten“-Button. Deshalb schaut bitte, dass ihr den richtigen Knopf erwischt. Eine Zeit lang hatten wir eingerichtet, dass zwei Meldungen eingehen müssen, ehe der Kommentar rausgenommen wird. So kann es aber passieren, dass uns wirklich meldewürdige Kommentare durchgehen.

    Wir wünschen uns nichts mehr, als eine gesunde und wertvolle Diskussionskultur. Anhand der Kommentare, die bei uns in der Moderation landen, sehen wir auch, dass viele Meldungen ausversehen oder tatsächlich aus Willkür von wenigen passieren.

    Viele Grüße,
    Sonja

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    • Kurti sagte:

      Hallo Sonja,
      ich habe diese Frage schon öfter gestellt ohne ein Antwort zu bekommen.
      Warum führt Ihr nicht ein, das man für sich einige User sperren kann.
      Es gibt hier Provokateure und Krawallmacher.
      Und es gibt welche die in Endlosschleife mit sich selbst oder mit dem eigenen 2-3 Account schreiben.
      Das trüge zu einer gesunden und wertvollen Diskussionskultur bei.

      viele Grüße

      Kurti

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  11. Reiner Ziegler sagte:

    Hallo Norbert,
    Glauben Sie wirklich noch an Eigenverantwortung der Profis und Liebe zum Verein. Ich glaube nicht, dass es Marius Wolf gross interessiert, ob der FC absteigt oder nicht. Das sind bis auf wenige Ausnahmen ICH AG’S
    Zum Thema Mentalität: ich habe gestern mit einem Freund, der HSV Fan ist, das Spiel gegen Osnabrück gesehen. Da ging es um die letzte Chance um Platz 3 gegen einen Gegner, der sage und schreibe die letzten 13 Heimspiele verloren hat, und der HSV hat eine erbärmliche Leistung gezeigt.

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  12. BM sagte:

    Es mag ja sein, dass Terodde alles gibt, hat er beim FC in Liga 2 auch erledigt und dürfte dies auch für Schalke tun, wenn er denn überhaupt regelmäßig darf bei einem Verbleib des alten Holländers. Dem FC hätte er in dieser Saison nicht mehr geholfen, Liga 1 passt einfach nicht für ihn.

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    • Herrmann sagte:

      Das sehe ich komplett anders. Wenn Terodde in Szene gesetzt wird ist er ne echte Waffe. Dass dies in Liga 1 nicht so oft geschieht, wie in Liga 2 versteht sich von selbst. Aber es kann doch gerade in unserer derzeitigen Personalsituation keiner ernsthaft behaupten, dass man nicht froh gewesen wäre, ihn diese Saison in unserem Kader gehabt zu haben.

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  13. Norbert Neuheisel sagte:

    Alle für den direkten Abstieg in Frage kommenden 3 Mannschaften haben den gleichen Druck, weil alle sicherheitshalber auf Sieg spielen müssen. Der FC hat also dahingehend keinen Nachteil aber auch keinen Vorteil, weil Schalke frei vom Druck des Gewinnen Müssens aufspielen kann. Am Ende des 34. Spieltags muss mit oder ohne Klassenerhalt schonungslos abgerechnet und vielleicht müssen sogar in der Vereinsführung personelle Konsequenzen gezogen werden. Dieser Spieltag wird so oder so spannend mit folgenden sportlichen Szenarien:
    Abstieg: 1) der FC verliert, 2) der FC spielt Unentschieden und Bremen verliert mit weniger als 8 Toren Unterschied – Relegation: 1) der FC gewinnt, Bremen verliert, Bielefeld gewinnt, 2) der FC gewinnt, Bremen gewinnt, Bielefeld verliert oder spielt Unentschieden (Torverhältnis für Köln), 3) der FC spielt Unentschieden, Bielefeld gewinnt oder spielt Unentschieden, Bremen verliert mit 8 oder mehr Toren Unterschied – direkter Klassenerhalt: der FC gewinnt, Bremen verliert, Bielefeld verliert oder spielt Unentschieden (Torverhältnis für Köln). Für Spannung ist gesorgt.

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