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„Haben einen klaren Favoriten“ – Trainersuche auf der Zielgeraden?


Der 1. FC Köln befindet sich nach wie vor auf der Suche nach einem neuen Trainer für die kommende Saison. Dabei haben die Geißböcke bereits eine Wunschlösung im Visier, wie Geschäftsführer Horst Heldt am Montag bestätigte. Unklar ist jedoch, wann der Verein im Falle einer Zusage des Trainers die Personalie offiziell bekanntgeben würde. 

Köln – Peter Stöger wird nicht neuer Trainer des 1. FC Köln. So viel steht seit Samstagabend fest. FC-Geschäftsführer Horst Heldt war es zwei Tage später aber noch einmal wichtig zu betonen, dass nicht der Österreicher den Geißböcken abgesagt hätte. „Wir haben uns ausgetauscht und gemeinsam festgestellt, dass eine Zusammenarbeit zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn macht“, erklärte der 51-jährige. Die Gespräche seien trotzdem ordentlich und von Vertrauen geprägt gewesen. Das Gefühl hätte beiden Seiten jedoch vermittelt, dass es aus verschiedensten Gründen momentan nicht passe. „In der Aufgeregtheit beim 1. FC Köln ist es wichtig zu betonen, dass es keine Absage war“, machte Heldt noch einmal die gemeinsame Entscheidung deutlich.

Es ist nach wie vor offen

Ob Peter Stöger überhaupt einer der Topkandidaten auf das Traineramt bei den Geißböcken war oder ob die Gespräche nur aus gegenseitigem Respekt oder alter Verbundenheit geführt worden sind, dürfte wohl nicht mehr bekannt werden. Letztlich spielt dies jedoch auch keine Rolle mehr. Der 1. FC Köln wird auf dem Trainermarkt eine andere Lösung finden müssen. Geht es nach den Geißböcken, haben sie diese wohl auch schon gefunden. „Wir haben einen klaren Favoriten“, gab Heldt am Montag zu. Einen Namen, wie beispielsweise Steffen Baumgart, wollte der Geschäftsführer aber nicht kommentieren. Der aktuelle Trainer des SC Paderborn, der seinen Vertrag in Ostwestfalen bekanntermaßen nicht verlängern wird, steht jedoch nicht nur bei den Geißböcken auf der Liste. Einem Verein, nämlich Hannover 96, hat der 49-jährige jedoch bereits abgesagt. 96-Boss Martin Kind hatte bereits öffentlich um Baumgart geworben, letztlich stellte der Zweitligist am Montag jedoch Jan Zimmermann als Nachfolger von Kenan Kocak vor.

Baumgart, der noch in dieser Woche eine Entscheidung treffen will, scheint seine Wahl also zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV fällen zu müssen. „Es ist nach wie vor offen“, sagte Heldt zwar, ohne die Personalie Baumgart zu bestätigen. Doch alles scheint auf den gebürtigen Rostocker hinauszulaufen. Gleichzeitig wirkte der Geschäftsführer relativ entspannt ob der Trainerfrage. Zumindest scheint es so, als könne der FC seinen internen Zeitplan einhalten und noch in dieser Woche Nägel mit Köpfen machen. Einzig der Zeitpunkt der öffentlichen Kommunikation scheint am Geißbockheim noch fraglich. „Wir werden uns das nochmal überlegen, ob es Sinn macht, es sofort zu verkünden“, erklärte Heldt. Auch Friedhelm Funkel soll in die Entscheidung der öffentlichen Bekanntgabe miteinbezogen werden. „Wenn Friedhelm damit ein Problem hätte, hätte das Priorität. Wenn er kein Problem darin sieht und wir Klarheit haben, gibt es keinen Grund, es nicht zu kommunizieren.“

Wer wären die Alternativen?

Sollte sich Steffen Baumgart letztendlich jedoch für ein Engagement beim HSV entscheiden, müsste sich der 1. FC Köln einmal nach einer Alternative umsehen. Thorsten Fink und Bruno Labaddia sollen intern nach wie vor ein Thema am Geißbockheim sein. Fink jedoch wurde bereits nach dem Gisdol-Aus vom Gemeinsamen Ausschuss abgelehnt und bei Labaddia soll es Zweifel geben, ob der 55-jährige in Sachen Mannschaftsführung der richtige Trainer für den FC wäre. Auch über Kölner Interesse an Dortmunds Edin Terzic wurde bereits spekuliert. Der 38-jährige, der den BVB gerade ins DFB-Pokalfinale geführt hat und wohl kaum hinter Marco Rose ins zweite Glied zurückkehren möchte, soll sich jedoch erst nach der Saison hinsichtlich seiner Zukunft entscheiden wollen. Für den 1. FC Köln wäre dies zu spät. Darüber hinaus dürfte der Dortmunder mit seiner bislang geleisteten Arbeit für mehrere Bundesligisten, deren Trainerposten für die kommende Saison noch vakant ist, interessant sein.

Beim 1. FC Köln ist man jedoch optimistisch, mit Baumgart sein Wunschlösung für die kommende Saison überzeugen zu können. Sollte der Trainer in dieser Woche seine Zusage geben, könnte der Verein seinen neuen Trainer noch in dieser Woche vorstellen, sofern Friedhelm Funkel dies nicht als Ablenkung im Abstiegskampf empfindet. Denn auch Horst Heldt weiß: In den letzten beiden Wochen der Saison „zählt nur das hier und jetzt“.

5 Kommentare
  1. Jimmy Die Tulpe sagte:

    Die Aussage „Haben klaren Favoriten“ finde ich sehr sehr unglücklich. Was, wenn der Favorit sich für eine andere Option entscheidet, dann ist die alternative Lösung doch von vorneherein eine B Lösung. Bin ich tatsächlich so penibel oder sind die Verantwortlichen wirklich nicht besser und merken nicht welche Aussagen, sie tätigen und was für Konsequenzen es eventuell mit sich bringen könnte :)?

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    • Hennes W. sagte:

      Naja sie haben die Entscheidung dann ja nur wenige Augenblicke später verkündet, von daher würde ich mal davon ausgehen, dass der Vertrag da entweder schon unterschrieben war oder Steffen Baumgart da schon mit dem Kugelschreiber in der Habd im Büro saß (bzw. den unterschriebenen Vertrag rübergefaxt;) hat) und man sich nur noch kurz (und vernutlich sehr unkompliziert) mit Friedhelm Funkel ausgetauscht hat.

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