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Pawlak, Menger und Co.: Wie sieht Baumgarts Trainerteam aus?


Steffen Baumgart wird neuer Trainer des 1. FC Köln. So viel steht seit Dienstag fest. Egal, ob bei der nächsten Mission Klassenerhalt oder beim Projekt Wiederaufstieg, der gebürtige Rostocker wird an der Seitenlinie stehen. Doch wie sieht das restliche Trainerteam der Geißböcke in der kommenden Saison aus? 

Köln – Schon bevor ein neuer Trainer am Geißbockheim präsentiert wurde, war klar: André Pawlak bleibt auch in der kommenden Saison Co-Trainer beim 1. FC Köln. Dies zu respektieren, gehörte zu einer der Voraussetzungen für den Nachfolger von Friedhelm Funkel. Für Steffen Baumgart war dies augenscheinlich kein Problem. Der kommende FC-Trainer ist als Teamplayer bekannt und arbeitet vertrauensvoll mit seinen Assistenten zusammen.

Bringt Baumgart seinen Co-Trainer mit?

Beim SC Paderborn hat er dies jahrelang mit Daniel Scherning als Co-Trainer gemacht, war damals allerdings nicht zusammen mit dem 37-jährigen nach Ostwestfalen gewechselt. Scherning war bereits ein Jahr früher zum SCP gekommen, ehe Baumgart 2017 vom Berliner AK dazu stieß. Ob Baumgart seinen Co-Trainer im Sommer mit nach Köln bringt, ist noch nicht klar. Nach GBK-Informationen würde der künftige FC-Coach zwar gerne einen seiner Mitarbeiter aus dem Paderborner Betreuerteam zum FC mitnehmen. Um wen es sich dabei handelt, ist allerdings nicht bekannt. Scherning hat gerade erst seine Fußballlehrer-Ausbildung abgeschlossen, sein Vertrag beim SCP läuft ebenso aus wie Baumgarts. Doch Scherning hatte zuletzt erkennen lassen, zukünftig selbst gerne als Cheftrainer arbeiten zu wollen.

Das aktuelle Trainerteam des 1. FC Köln, den ausscheidenden Friedhelm Funkel freilich ausgenommen, muss sich offenbar keine Sorgen um seine Zukunft machen. Keiner der aktuell Beschäftigten wie Pawlak, Torwarttrainer Andreas Menger oder Athletikcoach Max Weuthen wird den Verein auf Wunsch von Baumgart verlassen müssen. Die letzten personellen Puzzleteile mit möglichen Ergänzungen sollen in den kommenden Tagen und Wochen mit dem neuen Trainer besprochen werden. Beim 1. FC Köln ist man derweil optimistisch, dass Baumgart wie seine Vorgänger auch insbesondere mit Co-Trainer Pawlak harmonieren und sich mit ihm ergänzen wird.

Könnte eine Woche lang fehlen

Dass Baumgart ein Trainer ist, der sich nicht als autoritärer Chef à la Felix Magath betrachtet, sondern sich selbst nur so stark sieht wie seine Partner, dürfte Pawlak entgegenkommen. Der Assistent von Friedhelm Funkel, der aktuell den Großteil der Trainingsarbeit übernimmt, hatte kürzlich erklärt, in seiner Rolle mehr als nur den Hütchenträger zu sehen. An der Seite von Baumgart dürfte sich dies kaum verändern. „Ich könnte eine Woche lang fehlen, es würde trotzdem alles funktionieren. Da müsste ich Daniel Scherning nichts vorgeben. Er ist nicht mein Assistent, er ist mein Partner“, hatte der künftige FC-Coach einmal dem Westfalen-Blatt zur Rollenverteilung in seinem Paderborner Trainerteam erklärt.

Beim 1. FC Köln wird man diese Ansichten gerne zur Kenntnis nehmen. Seit 2018 bestanden die Trainerteams am Geißbockheim jeweils aus drei verantwortlichen Trainern. Markus Anfang brachte zur Zweitliga-Saison seine beiden Co-Trainer Tom Cichon und Florian Junge mit. Achim Beierlorzer kam zwar alleine, hatte mit Manfred Schmid und André Pawlak aber ebenfalls zwei Assistenten an seiner Seite. Unter Markus Gisdol agierten schließlich sein Vertrauter Frank Kaspari sowie ebenfalls Pawlak. Aktuell sind zwar einzig Friedhelm Funkel und Pawlak verantwortlich. Gut möglich, dass sich dies zur kommenden Saison aber wieder ändert.

10 Kommentare
  1. Heinz sagte:

    Hier ist doch schon wieder der Klüngel unterwegs. Dem neuen Trainer vorzuschreiben wer sein Co Trainer ist geht behaupt nicht . Alle die da auf der Bank sitzen müssen gehen , ohne wenn und aber .
    Das wäre ein Neuanfang . Da der Fisch am Kopf zuerst stinkt muss das Präsidium seinen Hut nehmen.
    Geschehen wird dieses leider nicht , und so bleibt der FC über Jahre eine Lach- Nummer im deutschem Fußball.

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    • Ankerdensin sagte:

      Ok, nicht nur alle auf der Bank müssen gehen, nein Alle. Vorstand, Fans. Alle. Und dann Verein auflösen. Und als KBC neu anfangen. Und 2048 als 2. FC Köln neu an den Start.
      Warum um alles in der Welt muss man dass Funktionsteam austauschen, wenn der Chef geht. Macht man doch im „normalen“ Berufsleben auch nicht. Irre Gedanken.

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      • Stephan sagte:

        Find ich ehrlich gesagt auch ziemlich übertrieben. Ich finde ein guter Cheftrainer schaut sich auch das Torwarttraining an.
        Er sollte das entscheiden. Wenn Baumgart der Meinung ist, Menger leistet zufriedenstellende Arbeit dann wird es so sein. Evtl. sollte man lieber die Personalie im Tor überdenken. Das ist aber auch alles Arbeit des Trainers und nicht der Fans.

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    • Michael H sagte:

      Offensichtlich haben Sie weder Verständnis von der Profi-Abteilung noch dem Nachwuchs beim FC. Aber Hauptsache, mal seinen Senf beigetragen zu haben, richtig?

      Pawlak ist nicht nur das Bindeglied zum NLZ und hat die meisten Talente, die mittlerweile Profis geworden sind, in seiner langjährigen Jugendtrainer-Tätigkeit ausgebildet. Er hat zudem den Laden unter Gisdol zusammengehalten – so weit das möglich war.

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  2. kalla lux sagte:

    FC,mach es einfach wie jeder große Konzern in Deutschland.
    Sparen und das fängt ja in DE unten an. Also logischerweise nicht noch einen Trainer dazu.
    4 müssen reichen , auch wen die Arbeit vorher mehr Leute gemacht haben.
    So ist es inzwischen in fast allen Betrieben, also warum dann nicht auch beim Wirtschaftsunternehmen FC Köln! Allerdings sollte für so einen Zug dann der Manager mehr Gehalt bekommen.
    Amen!

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  3. Paul Paul sagte:

    Wenn der neue Trainer Ahnung vom Fußball hat, dann wird er als erstes Herrn Menger aus dem Trainerteam entfernen. Im Anbetracht der Lage des FC ist es ohnehin schwer zu verstehen, warum diese Personalentscheidung diese Wellen schlägt. Es ist nicht wirklich bekannt, dass die Friesen und die Rheinländer gut zusammenpassen, und die Vita von Herrn Baumgart ist jetzt nicht so berauschend, dass man ohne Weiteres davon ausgehen kann, dass er in die Fußstapfen von Hennes Weisweiler tritt.

    Ich finde es schade, dass man Christoph Daum nicht als Berater o. ä. gewinnt. Mein Vertrauen in Horst Heldt ist ohnehin vollkommen zerstört. Die Aussortierung von Dennis ist ein weiterer Beweis für seine miserablen Transfers. Er verpflichtet offenkundig eher nach dem Klang des Namens als nach der aktuellen Leistungsfähigkeit. Dafür hat er kein Millionengehalt verdient.

    Und dass der FC so am Versagen hängt wie der Säufer an der Pulle, dass wissen wir sowieso aus leidvoller Erfahrung der letzten Jahrzehnte. So, wie es aussieht, wird es im kommenden Jahr ein Endspiel um den Titel „Größter Loserverein Deutschlands“ geben: 1. FC Köln – Hamburger SV!

    Präsidium raus!
    Vorstand raus!
    Menger raus!

    moderated
  4. Michael H sagte:

    Liebe Redaktion, ich würde mich freuen, in den kommenden Monaten entweder hier im Blog oder via Podcast ein Interview mit Andre Pawlak zu lesen/hören.

    Gerade durch die wiederholten Äußerungen vom Vorstand und Sportdirektor bezüglich seiner instrumentalen Rolle für die Bindung Verein-NLZ-Profis sollte es sicherlich einige relevante Gesprächsthemen geben.

    Vielen Dank.

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