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Tabelle bereinigt: Die letzten Rechenspiele im Abstiegskampf


Der kommende Gegner des 1. FC Köln hat am Mittwochabend einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Mit 2:1 setzte sich Hertha BSC im letzten Nachholspiel gegen den FC Schalke 04 durch. Damit liegen die Berliner vor dem Duell fünf Zähler vor dem FC. Dafür musste die Hertha aber erneut personelle Rückschläge verkraften. 

Köln – Seit Mittwochabend ist die Tabelle der Fußball-Bundesliga bereinigt. Alle Mannschaften haben nun 32 Partien absolviert und stehen vor ihren letzten beiden Saisonspielen. Das Nachholspiel der Hertha gegen den FC Schalke 04 war dabei auch das direkte Duell der beiden letzten FC-Gegner. Mit einem 2:1-Sieg sammelten die Berliner am Abend drei wichtige Punkte gegen die bereits abgestiegenen Gelsenkirchener.

So könnte der FC am Samstag schon absteigen

Damit ist die Hertha den Kölnern auf fünf Punkte davon gezogen. Mit nun 34 Zählern und Platz 13 haben die Hauptstädter nach ihrer 14-tägigen Quarantäne also die besten Karten im Abstiegskampf. Dahinter folgt der FC Augsburg mit 33 Punkten, Bremen und Bielefeld jeweils mit 31 und der FC bekanntermaßen aktuell auf Platz 17 mit 29 Punkten. Diese Konstellation bedeutet für die Geißböcke am Samstag: Verlieren verboten! Denn sollte der FC in Berlin leer ausgehen und Bremen würde gleichzeitig den FC Augsburg schlagen sowie Bielefeld die TSG 1899 Hoffenheim, wäre der 1. FC Köln einen Spieltag vor Saisonende bereits sicher abgestiegen. Selbst ein Unentschieden in Berlin würde dem FC dann nicht mehr zum Klassenerhalt reichen. Sollten die beiden Konkurrenten jeweils einen Punkt holen und der FC verlieren, könnte nach menschlichem Ermessen am letzten Spieltag nur noch Arminia Bielefeld eingeholt werden. In diesem Fall hätte der FC vor dem Spiel gegen den FC Schalke drei Punkte Rückstand und zumindest auf Werder Bremen ein nicht mehr aufzuholendes schlechteres Torverhältnis.

„Wir sind zum Punkten verdammt“, hatte daher auch Horst Heldt am Montag nach der Niederlage gegen den SC Freiburg gesagt. Ein immenser Druck also für die FC-Profis, die der Geschäftsführer aber gut für diese Situation gewappnet sieht. „Wir müssen eine ‚Jetzt erst recht‘-Haltung einnehmen und den Nackenschlag verdauen. Es ist alles noch eng beisammen. Wir sind schon öfter in dieser Saison wieder aufgestanden. Ich traue der Mannschaft zu, dass sie das nochmal hinbekommen.“

Kommendem Gegner gehen die Stürmer aus

Letztlich haben die Geißböcke den Klassenerhalt durch die Niederlage gegen Freiburg aber nicht mehr in der eigenen Hand. Sollte der 1. FC Köln am Samstag jedoch die Hertha schlagen, würde die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter am Leben bleiben, egal wie die Konkurrenz punktet. Die Chancen auf einen Sieg in der Hauptstadt dürften dabei angesichts des zürckliegenden Mammutprogramms sowie der großen Personalsorgen der Berliner gar nicht so schlecht stehen. Jhon Cordoba, Maximilian Mittelstädt, Matheus Cunha, Sami Khedira und Mattéo Guendouzi fehlten der Hertha schon vor dem Spiel auf Schalke. Am Mittwochabend holte sich Vladimir Darida zudem seine fünfte Gelbe Karte ab und Dodi Lukebakio flog in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz. Das Duo wird damit gegen den FC ebenfalls nicht zum Einsatz kommen. Ob Krzysztof Piątek der Hertha am Samstag zur Verfügung stehen kann ist dabei ebenfalls fraglich. Der Pole wurde in der 59. Minute verletzt ausgewechselt. Trainer Pal Dardai zumindest zeigte sich nach dem Schlusspfiff skeptisch, dass es für Piątek bis zum Spiel gegen Köln reichen wird. Mit Cordoba, Cunha, Lukebakio und Piątek würden der Hertha damit gleich vier Stürmer fehlen.

13 Kommentare
  1. Truebe Tasse sagte:

    Gegen die FC-Abwehr, die immer für Gegentor gut ist, kann Berlin auch einen Stürmer aus der zweiten Mannschaft bringen. Ich finde den Ausfall von Cunha und Guendouzi für uns wesentlich vorteilhafter. Die Mannschaft muss die Berliner direkt in deren Schaltzentrale unter Druck setzen und permanent das Zentrum für sich beanspruchen. Wenn das gelingt, hängen die Stürmer der Berliner eh in der Luft und dann kann da spielen wer will. Es ist auf jeden Fall was drin am Samstag. Besser als die jetzige Konstellation kann es nicht mehr kommen. Auf Schalke gehen ja auch schon die Lichter aus und die Corona-Infizierten werden zum Spiel gegen Köln auch nicht mehr fit.

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  2. andi sagte:

    Sorry Boom habe dich versehentlich gemeldet. Ich bin der Meinung wenn es nur noch darum geht zu schauen wer bei den anderen Mannschaften spielen kann und wer nicht ,dann braucht man den Rest nicht mehr zu kommentieren .

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  3. Hennes48 sagte:

    Mal ehrlich…sind diese nahezu „perfekten“ Vorbedingungen für den FC nicht gleichzeitig auch der größte Grund zur Sorge!?????
    Der FC hat schon soooo oft bewiesen, dass er es genau in diesen Spielen eben nicht schafft, die notwendigen „PS“ auf das Feld zu bringen…
    Also ich habe ganz ganz wenig Glauben daran…bei mir ist es nur noch verzweifelte Hoffnung!
    Und zwei Halbzeiten Leidenschaft am Stück (man redet ja schon gar nicht mehr von ganzen Spielen beim FC) traue ich der Truppe eben nicht mehr zu…geschweige denn direkt nochmal zwei starke Halbzeiten auf Schalke nächsten Samstag…nee…kann ich mir echt gar nicht vorstellen! Woher soll man diesen Mut und Glauben auch nehmen???

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  4. OlliW sagte:

    Es bleibt absolut keine Alternative zum Auf-Sieg-Spielen! Aber richtig, wenn die Vorbedingungen gut sind, heißt das noch lange nicht, dass der FC loslegt und die Chance nutzt. E sist nicht Bayern oder ein CL-Kandidat. Wir haben wahrscheinlich die volle Kapelle, Hertha ist geschwächt und hat oft gespielt zuletzt. Die werden entweder eine schnelle Entscheidung suchen oder abwarten, was der FC liefert. Aus dem Drängen auf Punkte darf aber nicht die Balance außer Acht geraten und keine Nervosität rein kommen. Weder positiv, sollte man in Führung gehen, noch negativ, weil man sich in einem emotionalen Negativ-Strudel befindet. Es ist daher „relativ leicht“, in dicken Anführungszeichen, in diesen beiden letzten Spielen auf Sieg zu spielen die 6 Zähler auch zu holen. Egal, was die anderen machen.
    Den Bremern ist, trotz ihrer eklatanten Schwäche immer ein Punkt zuzutrauen, weil sie sich niemals aufgeben. Dasselbe gilt für die Bielefelder.

    Come on, Effzeh!!!!

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  5. Kurti sagte:

    Ich habe wenig Hoffnung.
    Die Spiele gegen Mainz und Freiburg wären Spiele gewesen, um (bei Erfolg) den Druck auf andere Mannschaften zu verstärken und Selbstvertrauen zu generieren.
    Druck hat der Fc aufgebaut, aber nur auf sich selbst.

    Nun dieses unbedingt gewinnen müssen ….. da versagt diese Mannschaft.

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