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Schonlau und Uth: Zwei Neue für den FC bei Klassenerhalt?


Der 1. FC Köln hat eines von zahlreichen Problemen weniger: Die Geißböcke wissen nun, wer sie als Cheftrainer in der nächsten Saison betreut. Da ist von der Liga zwar noch keine Rede, sehr wohl aber von der Hoffnung, dass Steffen Baumgart als Zugpferd so manchen Spieler nach Köln locken könnte. Einer heißt Sebastian Schonlau, der andere Mark Uth.

Köln – Man muss vorsichtig sein mit Vergleichen, aber dieser liegt auf der Hand. Als Markus Anfang im Sommer 2018 zum 1. FC Köln wechselte, benötigten die Geißböcke einen neuen Innenverteidiger. Es kam der Kapitän von Holstein Kiel, Anfangs verlängerter Arm bei den Störchen, Rafael Czichos. Drei Jahre später ist die Verpflichtung von Steffen Baumgart gerade zwei Tage alt, da ist das Pendant aus Paderborn im Gespräch.

Macht es Schonlau wie Ljubicic?

Laut kicker soll Sebastian Schonlau großes Interesse daran haben, weiter mit Steffen Baumgart zu arbeiten – und zwar in Köln. Der Kapitän und Innenverteidiger des SC Paderborn ist die vier Jahre mit Baumgart aus der Dritten Liga in die Bundesliga und zurück in die Zweite Liga mitgegangen, stets als Stammspieler, inzwischen als Führungsspieler. Schonlau wird im August 27 Jahre alt, ist ablösefrei zu haben und daher umworben: Der FC Schalke 04 soll sich vor Wochen bereits mit dem Paderborner Eigengewächs nahezu einig gewesen sein, ehe der Deal zu stocken begann und sich der Hamburger SV einschaltet. Ist nun der 1. FC Köln der lachende Dritte?

Schonlau wäre wohl bereit, wie zuvor bereits Dejan Ljubicic, ligaunabhängig zum FC zu wechseln. Als ablösefreier, Bundesliga-erfahrener Spieler würde er in das Kölner Anforderungsprofil passen. Zudem ist Baumgart vom Charakter des Defensivspezialisten überzeugt – ein künftig wichtiges und zuletzt nicht immer beachtetes Kriterium.

Uth-Deal nur unter mehreren Bedingungen

Dagegen würde ein anderer Spieler wohl nur im Falle des Bundesliga-Verbleibs zum 1. FC Köln wechseln wollen. Mark Uth wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den FC Schalke 04 im Sommer verlassen. Erst hieß es, Uth habe keinen Zweitliga-Vertrag und könne ablösefrei wechseln. Nun berichtet der kicker, Schalke würde den 29-jährigen aufgrund seines exorbitanten Gehalts bei den Königsblauen für eine sechsstellige Ablösesumme ziehen lassen, und Uth wolle zum FC. Den Betrag könnten sich die Geißböcke wohl gerade noch leisten, wenngleich die Kölner im Sommer einzig auf ablösefreie Spieler schauen wollen.

Uth jedoch würde gerne nach Köln zurückkehren. Ob er in Baumgarts System passen würde, ist eine andere Frage. Zudem wäre fraglich, ob der im August 30 Jahre alte Uth einen kürzeren Vertrag mit Corona-bedingt niedrigerem Gehalt akzeptieren würde. Weil sich der FC nach Anthony Modeste und Sebastian Andersson keinen dritten Ü30-Stürmer mit Höchstbezügen und Rentenvertrag erlauben könnte, bedürfte es für diesen Deal wohl ein erhebliches Entgegenkommen des Angreifers. Doch ehe dieser Transfer zustande kommen könnte, bräuchte es ohnehin erst einmal den Klassenerhalt des 1. FC Köln. Den könnten die Geißböcke mit etwas Glück am 34. Spieltag sichern – mit einem Heimspiel gegen Schalke 04 mit Mark Uth.

12 Kommentare
  1. MarvDoe sagte:

    Schonlau sollte man holen, aber nicht um jeden Preis (Gehalt darf nicht zu hoch sein). Er kann Stammspieler sein, aber auch Ergänzungsspieler und im Falle eines Abgangs von Bournauw oder Meré, sowie mittelfristig als Ersatz für Czichos wenn er zu alt wird eine gute Alternative denke ich.
    Im Falle Uth ist klar der FC braucht einen oder zwei Stürmer, aber seine besten Spiele bei uns hat Uth auch eher als 10er gespielt. Auf dieser Position haben wir mit Duda im Moment die kleinste Baustelle und als Ersatz kann man Uth nicht holen. Im Sturm wird er vielleicht für zu wenig Tore sorgen, da er einen Stürmer wie Córdoba an seiner Seite braucht schätze ich mal.
    Leider ist für mich der Zug fast abgefahren. Uth verdient im Moment bei Schalke 5 Mio im Jahr und beim Abstieg bestimmt trotzdem noch mindestens die Hälfte. Der FC kann und sollte ihm keinen Vertrag über 2 Jahre hinaus zu mehr als 1 Mio im Jahr geben. Dann lieber das Geld in 2 jüngere hoffnungsvolle Talente im Sturm investieren. Mit denen lässt sich in ein paar Jahren evt noch Geld machen, aber Uth kann nur helfen, wenn er sofort leistet.

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  2. Susanne Lex sagte:

    Selbst wenn er kommt , beim Baumgart zieht er keine Show ab. Das kann ich garantieren. Die zeit der “ ich zieh mein Ding durch“ ist ab Juli Geschichte. Denk mal am Weisweiler oder Rinus Michels die gaben ohne wenn und aber den weg vor . wer ausscherte war raus. So tickt auch Baumgart.

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  3. Martin DerErste sagte:

    Nun ja als ausgeschriebener Uth und FC Fan fände ich einen festen Wechsel von Uth natürlich sehr schön. Wenn der FC absteigen würde wären dann sicher die Spiele gegen Schalke noch etwas emotionaler.
    (So Zynismus beiseite.)

    Aus FC Perspektive sind die Unterhaltskosten einfach nicht drin. Und wie in dem Artikel steht können wir es uns als FC nicht leisten, das Stürmeraltersheim zu sein. (Ich hatte doch gesagt dass es keinen Zynismus mehr geben soll.) Andererseits könnten wir mit etwas Glück aus den dreien dann wenigstens auf einen funktionierenden Stürmer pro Spiel hoffen. (Schluss jetzt mit dem Zynismus!)

    Aus Uths Perspektive. Er hat gerade erst ein Haus gebaut. Und ein neues Auto braucht er wohl auch. Der kann es sich nicht leisten zum FC zu wechseln. (Sorry ich mach jetzt Schluss damit.)

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