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Geld schießt doch Tore: So sieht die „Matchplan“-Strategie aus


Der Vorstand des 1. FC Köln hat am Donnerstagabend auf der Mitgliederversammlung die angekündigte Sieben-Jahres-Strategie vorgestellt, mit der sich der Klub wieder unter den Top Ten der Bundesliga etablieren will. Die Zahlen zeigen, dass der FC seinen Kaderwert verdoppeln müsste bei gleichzeitig 25 bis 30 Millionen Euro Mehrinvestitionen in den Lizenzspieleretat. Dafür will sich der FC in zehn Bereichen neu aufstellen.

Köln – Es ist eine der Kernfragen im Fußball: Schießt Geld wirklich Tore? Beobachtet man die Entwicklungen der letzten Jahre, steht unter dem Strich ein klares Ja – Ausnahmen kommen aus Berlin, Hamburg und Gelsenkirchen. Auch der 1. FC Köln hat sich in den letzten Jahren der Geldverschwendung schuldig gemacht, Abermillionen wurden vielhändig aus den Fenstern des Geißbockheims geworfen, ohne dafür ein gelungenes Verhältnis zwischen sportlichem Niveau und Kostenstruktur hinzubekommen.

Top Ten in der Bundesliga und führende Jugendarbeit

Daran will der Vorstand um Präsident Werner Wolf arbeiten. Ein Zehn-Punkte-Plan wurde erarbeitet, der in den kommenden sieben Jahren dazu führen soll, den FC wirtschaftlich und sportlich wieder in der Bundesliga zu stabilisieren – und zwar nicht als ständiger Abstiegskandidat, sondern als ernsthafter Konkurrent um die Plätze in den Top Ten. Werner Wolf erklärte auf der Mitgliederversammlung: „Wir nennen unsere Strategie den ‚FC-Matchplan‘. Unsere Vision ist: Wir etablieren uns in den Top Ten der Bundesliga und zeichnen uns durch eine führende Jugendarbeit aus. Das wollen wir erreichen durch einen anderen Weg, als durch den Verkauf von Anteilen.“ Der GEISSBLOG.KOELN erklärt die Kernelemente der Strategie:

Welche zehn Bereiche umfasst die Strategie?

Der „FC-Matchplan“ umfasst zehn sogenannte „Spielfelder“. Diese sind eingeteilt in vier Bereiche: die Basis-Werte des Klubs (Punkt 1), die bisherigen Stärken (Punkte 2 bis 5), neue Zukunftsthemen (Punkte 6 bis 8) und die Sportstrategie (Punkte 9 und 10).

  1. Werte
  2. Marketing & Merchandising
  3. Stadionerlebnis der Zukunft
  4. Sponsoring-Konzepte
  5. Fan- und Mitglieder-Zentrierung
  6. Diversifikation & New Business
  7. Digitalisierung & Analysefähigkeiten
  8. Internationalisierung
  9. Fokus auf die Jugend
  10. Kaderwertsteigerung

Wolf erklärte, dass diese zehn Gebiete in den kommenden Jahren „unabhängig von den handelnden Personen“ verfolgt werden sollen. Ein Ziel, das der FC schon lange ausgibt, aber bislang nicht hat umsetzen können. Mit dem „FC-Matchplan“ soll das gelingen. Strategien und Firmenvisionen sind in der freien Wirtschaft bei professionell geführten Unternehmen üblich. Der FC litt in der Vergangenheit darunter, dass sich der Klub einerseits als Verein fühlen und andererseits als Unternehmen handeln wollte. Künftig sollen beide Bereiche Hand in Hand gehen.

Wie will der FC das Ziel der Strategie erreichen?

Um unter die Top Ten der Bundesliga zu kommen, braucht es vor allem eins: Geld. Da gibt sich der Vorstand keinen Illusionen hin. Dieses Geld soll aber nicht von Investoren kommen. „Wir brauchen keine einmaligen Einnahmen durch Anteilsverkäufe“, stellte Vizepräsident Carsten Wettich klar. „Wir brauchen kontinuierliche Mehreinnahmen von 25 bis 30 Millionen Euro. Nicht einmalig, sondern pro Saison. Es gibt Vereine, die Investorengelder in Spieler investiert haben. Das Ergebnis ist eigentlich immer gleich: Das Geld ist weg, der Erfolg aber nicht da. Wir müssen andere Wege gehen.“

Der Vorstand ist sich wohl bewusst, dass auch eine Kombination möglich wäre – eine Anschubfinanzierung durch Investoren bei gleichzeitiger Erschließung kontinuierlicher Mehreinnahmen. Dies muss sich nicht ausschließen, und viele Unternehmen, gerade Start-ups, in die auch der FC investiert, gehen diesen Weg, um sich schnell am Markt zu etablieren. Doch der FC will ohne diese Anschubfinanzierung auskommen, auch auf die Gefahr hin, dass sich das gesteckte Ziel dadurch womöglich nicht so schnell erreichen lässt. Dafür, so hofft man, soll es nachhaltiger erreicht werden.

Warum braucht es 25 bis 30 Mio. Euro?

Der FC hat eine Marktanalyse durchgeführt und dabei die Umsätze und Kosten sowie Kaderwerte der anderen Bundesligisten mit den eigenen Zahlen verglichen. Dabei ist aufgefallen: Mannschaften, die sich in den Top Ten der Bundesliga etablieren, kommen in der Regel auf einen Kaderwert von 185 Mio. Euro. Der FC-Kaderwert liegt aktuell bei rund 96 Mio. Euro. Wie diese Werte ermittelt wurden, ist nicht bekannt. Laut transfermarkt.de liegt der FC-Kaderwert bei 100 Mio. Euro. Sollten die Werte realistisch sein, müsste der FC die Marktwerte aller seiner Spieler also nahezu verdoppeln.

Um dies zu erreichen, braucht es laut FC-Vorstand einen um 25 bis 30 Millionen Euro höheren Lizenzspieler-Etat, und zwar jedes Jahr. Denn während der FC aktuell rund 54 Mio. Euro jährlich in den Bundesliga-Kader investiert, können die Top Ten der Bundesliga mit mindestens 80 Mio. Euro in eine Saison starten. Das heißt: Sie können im Wettbewerb höhere Gehälter als der FC zahlen, höhere Transfersummen und auch mal den einen oder anderen Transferversuch wagen, um auf exponentielle Wertentwicklungen zu wetten. Kurzum: Sie können sich teurere Spieler leisten, die in der Regel einen höheren Marktwert haben, weil sie in der Regel auch besser sind und/oder einen höheren Marktwertzuwachs versprechen.

Woher soll das Geld kommen?

Damit der 1. FC Köln 25 bis 30 Mio. Euro pro Jahr mehr in die Mannschaft investieren kann, ohne Anteile am Klub zu verkaufen, wurden die oben genannten zehn Spielfelder definiert. Die Werte sind der einzig nicht monetarisierbare Bereich, der sich aber indirekt auf die Punkte zwei bis zehn auswirken soll. Marketing, Merchandising, Stadion und Sponsoring hängen unmittelbar mit der Fan- und Mitgliederbetreuung und Internationalisierung zusammen. Hinter Begriffen wie Diversifikation und New Business stecken u.a. Investitionen in Start-ups und in den eSport, zwei Bereiche, die für den FC vor allem deshalb interessant sind, weil man genau das erwerben möchte, was man selbst nicht verkaufen will: Anteile. Diese Anteile an anderen Unternehmen und Lizenzen (wie die eSport-Lizenz von SK Gaming) sollen im Wert steigen und bei einem Weiterverkauf deutlich mehr Geld bringen, das wiederum in die Profiabteilung investiert werden kann.

Gleichzeitig soll ein Know-how-Transfer stattfinden, um Bereiche wie die Digitalisierung intern voranzutreiben und mit der Sporthochschule neue Analysetools für den Scouting- und Trainingsbetrieb zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht eine veränderte Spielersuche und -entwicklung, um künftig keine älteren Spieler mehr zu verpflichten, die keinen Wiederverkaufswert haben, sondern junge, talentierte Kicker. Eine Mannschaft, die dies beispielhaft zuletzt vorgemacht hatte, ist der VfB Stuttgart. Während der FC Millionen in 28-jährige investierte, gaben die Schwaben ebenso viel Geld in unbekannte Talente aus, die einschlugen und nun ein Vielfaches wert sind.

Warum bei sportlichem Erfolg automatisch mehr Geld fließen würde

Und dann wäre da natürlich noch der größte Einnahme-Topf, der automatisch mit größerem sportlichem Erfolg einher gehen würde: die TV-Gelder. Mit jedem Platz, den der FC (aktuell 15.) in der TV-Tabelle gut macht, sind Mehreinnahmen in Millionenhöhe verbunden. Alleine das Erreichen des 10. Platzes in der TVTabelle würde den Geißböcken zwischen 10 und 15 Mio. Mehreinnahmen bescheren. Insofern ist das Ziel des Vorstands, zwischen 25 und 30 Mio. Euro zusätzlich einzunehmen, kein Hexenwerk. Das Eine (sportlicher Erfolg) bedingt das Andere (Mehreinnahmen) – und umgekehrt.

Beispiel: Internationalisierung

Ein Bereich, den Präsident Wolf erwähnte, ist für viele Mitglieder wichtig: die Internationalisierung. Der FC versuchte in den letzten Jahren immer wieder neue Märkte zu erschließen. Die Engagements in China stießen jedoch auf großen Widerstand innerhalb des Klubs. Nun hat sich der FC einen Markt ausgesucht, der, so Wolf, „zum FC und seinen Werten passt“. Man habe sich auch mit Ländern wie den USA intensiv auseinander gesetzt. „Wir gehen aber nicht blind hin, wo der größte Markt ist. Wir fokussieren uns auf Märkte, mit denen wir uns mehr verbindet als Zahlen, sondern auch Werte. So sind wir auf unseren Fokusmarkt gekommen: Japan.“ FC goes Japan – so lautet das Motto für die nächsten Jahre. Man wähnt sich aufgrund alter Verbindungen im Vorteil: Pierre Littbarski und Milivoje Novakovic waren FC-Spieler, die später in Japan Erfolge feierten. Yuya Osako ist ebenso unvergessen wie Double-Gewinner Yasuhiko Okudera. Was für diese Strategie aktuell allerdings fehlt, ist ein Japaner im Kölner Profi-Kader. Ein Wink mit dem Zaunpfahl für einen diesjährigen Sommertransfer?

Unter dem Strich: Alles für die Profis!

All diese Schritte stehen im Schatten der großen Entwicklung im Profi-Kader. Der Kölner Kader ist riesig, jedoch laufen 2021 und 2022 insgesamt 20 Verträge aus. Die vielzitierte strategische Kaderplanung soll im Hintergrund bereits eingesetzt haben, nach GBK-Informationen sieht man sich ab 2023 wieder so aufgestellt, dass man alle vertraglichen Altlasten los ist und den Kader strukturell, finanziell und vor allem sportlich wieder ausgewogener gestalten kann. Dafür bedarf es zwei weiteren Jahren des Durchhaltens in der Bundesliga. Gelingt dem FC dies, soll im Hintergrund der FC-Matchplan bereits so weit angelaufen sein, dass einerseits geringere Ausgaben und andererseits erarbeitete Mehreinnahmen dazu führen, dass die Geißböcke zum Sprung ansetzen können. Die Aufgabe ist daher in den Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 klar: der Klassenerhalt. Danach, so die Vision des FC-Vorstands, soll alles besser werden.

18 Kommentare
  1. maradonna sagte:

    Jakobs darf also insgesamt 416 Stunden für den FC als Sportchef tätig werden, um die Spieler los zu werden, die unter Armin Veh geholt wurde.
    Armin Veh wurde ja mit von ihm ausgesucht!
    1.FC Köln im Zauberwald!

    Warum wird das eigentlich nicht mal vom Geissblog thematisiert?

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    • Kurti sagte:

      Weil das nicht den Tatsachen entspricht was Du behauptest.
      416 Stunden wären schon mal 10 Wochen a 40 Stunden, sollte reichen.
      Zumal niemand es kontrollieren kann, was Jakobs in seiner Freizeit tut.

      Mehr Zeit für den Job führt auch nicht zu besseren Ergebnissen, siehe Horst Heldt.
      Der merkte ja erst nach der Verpflichtung von Tolu, das dieser nicht in der U21 spielberechtigt ist.

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  2. Truebe Tasse sagte:

    Hätte der FC diesen Plan doch nur vor 4, 5 Jahren schon gehabt… Man hätte Gnabry kaufen können und durch seine Marktwertsteigerung hätte man direkt die Mehreinnahmen für 2 Jahre erzielt. Mir klingt das alles ein bisschen zu sehr nach EA Sports Fußballmanager. Naja, lassen wir unsere Herren mal machen. Zumindest scheinen sie erkannt zu haben, dass die Transfers in nur noch bedingt entwicklungsfähige Spieler Mitte/Ende 20 nicht weiterbringen. Die Leipziger Idee, Spieler nur bis zum 24. Lebensjahr zu verpflichten, ist an dieser Stelle lobenswert zu erwähnen.

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    • Superbock sagte:

      Grundsätzlich bin ich vollkommen bei Dir! Welchen Plan haben die Herren denn bitte bisher verfolgt? Man weiß es nicht….
      Eine Frage, die sich mir stellt ist: Wie hätte Gnabry sich bei uns entwickelt? Wäre er jetzt auch ein TOP-Player, wenn er damals zu uns gewechselt wäre? Wir sind nicht grad bekannt dafür, dass Spieler bei uns ihr Potenzial abrufen oder gar überperformen. In den letzten 20 Jahren fallen mir da Poldoski und Hector ein. Mit Abstrichen Wimmer! Das wars!
      Das Leibziger Modell, welches Du beschreibst, ist natürlich erstrebenswert. Allerdings mauss man hier auch sagen, dass sie sich mit ihren finanziellen Mitteln ganz oben im Regal der besten Jungen Spieler bedienen dürfen. Diese werden dann häufig bei RB Salzburg geparkt und geformt, bevor sie auf die Buli losgelassen werden. Diese Struktur hilft ihnen mMn enorm dabei Spieler und dessen Werte zu entwickeln. Da sind wir leider Meilenweit von entfernt.

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  3. Huey L. sagte:

    Ich finde die Idee, in junge entwicklungsfähige Spieler zu investieren -aus den genannten Gründen- auch gut. Wahrscheinlich war dieses vorgebrachte Ansinnen auch der Grund, warum die Uth Verpflichtung , entgegen sonstiger Gepflogenheiten, nicht auf der Mitgliederversammlung bekannt gegeben wurde.
    Auch wenn Uth keine Ablöse kostet, bekommt er ein Gehalt, das die Verpflichtung jünger entwicklungsfähiger Spieler auf unseren neuralgischen Positionen (zum Beispiel RV) weiter einschränkt, da eh kein Geld vorhanden ist und auch junge und entwicklungsfähige Spieler nicht nur wegen der tollen Atmosphäre im Stadion und den „idealen Trainingsbedingungen“ zu uns kommen werden.
    Da wurde mal wieder die Arbeit von Stuttgart lobend erwähnt, doch hat dieser Verein mit Mislintat und seinen Leuten genau jenen Baustein, der dem FC seit Jahren fehlt. Leute mit Auge für genau diese jungen Talente, die fortan auch beim FC eine tragende Rolle spielen sollen. Bin gespannt, wie gleiches beim FC auf einmal umgesetzt werden und gelingen soll….

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  4. Immerfc sagte:

    Der fc hat als klammer vereinfür 7 Mio j.horn gefunden, hart verhandelt und schließlich auch bekommen…
    Was könnten und werden wir dann mit mehr Geld holen?
    Entwicklungsfähige Spieler statt alter Spieler und dafür hat man eine berateragentur beauftragt?
    Frei nach dem Motto.
    Zeig mir deine Uhr und ich sag dir wie spät es ist…

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  5. Daim71 sagte:

    Schöne Visionen, aber man muss das ganze auch mit Leben füllen.
    Was nützt Dir dein bester Kaderplaner wenn Du keinen Trainer hast der die Spieler besser macht
    Ich traue es Baumgart zu, genau das zu schaffen.

    Jetzt kommen wir zum Kaderplaner, genau deswegen wurde auch Held entlassen.
    Held hatte keine wirkliche Visionen und Ideen.
    Ich denke der neue Kaderplaner für die Zukunft wird Arabi sein.
    Man muss bedenken das Bielefeld ein sehr kleinen Etat hat, beim FC hätte er bessere Möglichkeiten.
    Und wenn 2021 und 2022 bei 20 Spielern die Verträge auslaufen, erst dann können wir den Kader nach unseren Vorstellungen zusammen stellen. Wir müssen noch zwei Jahre in der ersten Liga verweilen um den turn around zu schaffen.
    Ich hoffe auf eine bessere Zukunft.

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    • Boom77 sagte:

      Das mit Arabi kann schon klappen. Muss es aber nicht. Nur, weil jemand in einem anderen Verein – mit ganz anderen Zielsetzungen – mit wenig Geld einen vergleichbar großen sportlichen Erfolg erzielt, bedeutet das nicht, dass er bei uns mit mehr finanziellen Mitteln einen höheren oder gar den gleichen sportlichen Erfolg erzielt.

      Ein gutes Beispiel dafür ist Heidel und der Vergleich seiner Tätigkeiten in Mainz und auf Schalke. In Mainz war er sehr gut, auf Schalke sehr schlecht. Es scheint also schon einen Unterschied zu machen, ob man einen Kader zusammenstellen muss, um den Abstieg zu verhindern oder einen, um die Champions League zu erreichen. In dem einen mag man gut sein, in dem anderen nicht.

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    • Superbock sagte:

      Schöne Visionen??? 1990 waren diese 10 Punkte vielleicht visionär! In 2021 sind das die ganz üblichen Aufgaben eines professionell geführten Vereins, die uns jetzt als geniale Strategie der Zukunft verkauft werden und für die man ein Unternehmen beauftragen musste!! Ich fühle mich da verarscht, das muss ich ganz deutlich sagen. Aber trotzallem besser spät, als nie!!

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  6. Patrick Köhler sagte:

    Alles nichts neues und schon so alt wie die Bundesliga. Günstige Spieler kaufen und Teuerer verkaufen, was für eine super Strategie das da noch keiner darauf gekommen ist.
    Visionen und Fußballtagesgeschäft passt
    super zusammen.
    Ich sage nur Vision Karlsruhe 2000 . Glaube die war von 1994 kann sich jeder mal anschauen.
    94 6 Platz Bundesliga
    20 3 Liga

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  7. FC Neukoelln sagte:

    Nochmal zur Erinnerung: es ist derselbe Vorstand, der einer Verlängerung des Vertrages von Gisdol, zugestimmt hat, der einen allseits äusserst beliebten Mediendirektor geschasst hat, zwischenzeitlich einen neuen Installieren wollte, was zur hochpeinlichen Farce wurde und seit nunmehr einem Jahr (!) diese heutzutage so wichtige Funktion unbesetzt bleibt, ebenso unbesetzt wie die Position des Geschäftsführers Sport – wohl weil sich auch hier mit einer raschen Neubesetzung verzockt wurde – pikanterweise pünktlich zur Sommerpause. Darüber hinaus hat man für die Organisation einer virtuellen MV ganze 9 Monate (!!!) ins Land ziehen lassen, was glaube ich jedem anderen Bundesligisten deutlich schneller gelang, und hat – viel schlimmer noch – die Geschäftszahlen 19/20 bis weit ins Frühjahr 21 verschleppt. Man hat dann für ein Format, welches locker in jede vereinseigene Turnhalle gepasst hätte kostspielig die Lanxess-Arena für mindestens 3-4 Tage angemietet. Von einem zielführenden Ansatz der derzeit grössten strukturellen Probleme NLZ, Geißbockheim und Stadion weit und breit keine Spur. Und auf ein klares Bekenntnis zu einer zeitgemässen, hybriden Mitgliederversammlung warten man aufseiten des Vorstandes wie auch beim MR bislang vergebens.
    Mal abgesehen von der Sinnhaftigkeit eines Matchplanes, der erst einmal nur aus Worthülsen besteht und im übrigen vielmehr Teil der ganz normalen Hausaufgaben haben sollte, die ausnahmslos jeder Bundesligist bereits gemacht haben wird (ein solcher Matchplan ist also nichts, was uns von unserem Mitbewerbern abhebt, wir haben ihn nur bislang einfach nicht vorgelegt. Wir befindet uns also durch unseren Matchplan weniger im Vorteil, als dass wir den Nachteil des Nichtvorhandenseins eines Matchplan endlich ausgeglichen haben – wir haben gleichgezogen, nicht mehr und nicht weniger) – WER soll denn bitte diesen Matchplan umsetzen? Die dafür Zuständigen haben bislang in rein gar nichts positiv auf sich aufmerksam machen können und sind in meiner Einschätzung ihrer Glaubwürdigkeit deshalb auch nur bedingt qualifiziert hierfür. Ich lasse mich gerne positiv überraschen, werde aber auch nicht wie vom Blitz erschlagen sein, sollten wir in 10 Jahren immer noch kein eigenes Stadion geschweige denn einen Geißbockheim-Ausbau vollzogen haben werden. Tut mir leid.

    Und noch etwas: dieses so genannte Matchplan beinhalten überhaupt nicht die Dynamik der rasant fortschreitenden Entwicklung hinsichtlich der Etatwerte eines Bundesligisten. Der lag vor 20 Jahren in etwa bei einem Zehntel dessen, was er heute hat. Wenn der schlaue Fuchs im Vorstand also vorrechnet, der Etatwert eines Bundesligisten läge heute bei 80Mio, wo liegt er denn dann bitte in 7 Jahren? Bei 100Mio? 120? Hier ist mal wieder rein gar nichts zuende gedacht worden. Heisse Luft.

    Und ja, alle Spielerberater mit Japaner im Portfolio mal hergehört: wir benötigen für unseren Zielmarkt Japan DRINGEND eine entsprechende Kadererweiterung. Verkaufserlöse dürfen da aufgrund erhöhten Schaffensdruckes ruhig mal bei 200% des Marktwertes liegen.

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  8. Kurti sagte:

    Andere Vereine haben vorgemacht, das Geld nicht Inkompetenz ausgleicht.
    Mainz holte regelmäßig unbekannte Spieler, die enorm an Wert gewannen.
    Freiburg ebenso.
    Das sind nur 2 Vereine die keinen besseren Vorraussetzungen hat.
    Wir performen auf dem Transfermarkt einfach nur unheimlich schlecht.

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  9. Max Moor sagte:

    Der FC konnte mit viel Geld nie gut umgehen und daher steht man auch jedes Jahr mit 1 Bein in der 2. ! Siehe Schmaddi und WOB , holen 1 Spieler für 6,5 aus Frankreich und 12 Monate später sind selbst 20 Mio zu wenig für den . Selbst das 3 fache schlagen die aus und Dortmund machts genauso oder Alle und der FC ???

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  10. Sebastian Ohligschläger sagte:

    Danke für die „Wiederholung“ aus der Mitgliederversammlung.

    Ich finde das Konzept schlüssig und spannend.

    P.S. Ob wir für den Zielmarkt Japan notwendigerweise einen Japaner im Kader brauchen, würde ich nicht sagen. Die Bekanntheit und die Verbindung ist ja schon da. Auch die Mentalität der Japaner ist ähnlich der deutschen und passt.

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  11. overath sagte:

    Ich muss sagen ich bin überrascht, bis auf einige fehlende Punkte sind es die Dinge die ich seit langem anmerke und anmeckere die nötig sind um wieder oben anzuknüpfen, auch im Briefwechsel mit dem Austritt am Schluss waren es immer wieder viele von den Dingen die wir diskutiert hatten. Was mir fehlt sidn ein paar Ideen mehr wie man es erreichen soll. Alleine dauerhaft die TV Einnahmen von einem Platz 10 in der Bundesliga wäre ja eine Folge, aber kann nicht die Ursache sein. Das Japan jetzt der politisch korrekte Zielmarkt sein soll ist sicher auch fraglich , hat der chinesische Markt doch ganz andere Chancen und Dimensionen. Das Geld Tore schieß und besser Verteidigt sollte klar sein, sicher ein Spruch aber trifft schon seit langem den Kern der Sache, das wir einen weit höheren Etat benötigen haben wir auch hier in den Foren schon immer diskutiert, und nicht wenige streiten das heute noch ab es sei nicht nötig, nicht wahr Neukölner, was gabs hier schon Diskussionen darum ! Aber was mir fehlt, das Konzept wie man durch höhere Veramarktung der Spielstätte und der Trainingsanlage Geld erwirtschaften kann, diese betuddelung der Klüngelsgesellschaft in Köln wird uns nicht weiter bringen, auch REWE ist eine fianziell doch stark begrenzte Partnerschaft. Da brauchen wir andere Denkweisen, orientiert an VW oder Allianz. In Steine gezielt mit Investoren zu agieren , da hatte Spinner genau die richtigen Konzepte, leider keine Aussagen dazu. Diese ganze politischen Schlagworte mögen ja ganz toll sein im politischen Köln, aber wir hatten und haben kein Diversitätsproblem im Verein, das sollte man schon alleine um Einigkeit im Umfeld des FC zu erzielen völlig raushalten, Politik hat nichts im Fußballverein zu suchen, und die gespaltenen Fangemeinde ist ein Alarmsignal das man es völlig übertriebn hat, leider sind viele in den Gremiem beim FC viel zu politisch aufgestellt ! Aber ist ja mal ein erster Ansatz der unterstützenswert wäre, mal sehen was denn daraus wird !

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