Anthony Modeste steht beim FC noch bis 2023 als Spieler unter Vertrag. (Foto: Bopp)

Modeste vor Rückkehr: “Ich möchte diesen Vertrag erfüllen”

Nur zwei Tore für den 1. FC Köln in der Bundesliga fehlen Anthony Modeste, um in den ewigen Top Ten der Kölner Erstliga-Schützen zu stehen. Zwei Tore, die in der vergangenen Saison eigentlich fest eingeplant waren, ehe alle schief und der Franzose nach einer enttäuschenden Hinrunde zu St. Etienne ging. Nun kehrt der 33-jährige zum FC zurück und will es noch einmal versuchen. Kann das gelingen?

Köln – Als Anthony Modeste im Herbst 2018 zum 1. FC Köln zurückkehrte, war der Jubel groß. Der 25-Tore-Stürmer der Saison 16/17 kam ablösefrei aus China heim, der verlorene Sohn war zurück. Damals war allerdings nicht sofort klar, unter welchen Bedingungen: Erstens hatten Armin Veh und Frank Aehlig mit ihrer sportlichen Beurteilung des Stürmers vor allem hinsichtlich der läuferischen Anforderungen für die Bundesliga daneben gelegen. Zweitens hatten die Verantwortlichen dem damals immerhin schon 30-jährigen einen luxuriösen Zehn-Jahres-Vertrag angeboten: fünf Jahre als Spieler für rund 3,5 Mio. Euro Jahresgehalt plus fünf Jahre als Offensivtrainer für 120.000 Euro Jahresgehalt.

Zwei OPs für das Gleichgewicht in den Beinen

Das Ergebnis ist bekannt: Seit seiner Rückkehr traf Modeste in der Zweiten Liga noch sechs Mal, in anderthalb Jahren Bundesliga aber nur noch vier Mal in 35 Erstliga-Einsätzen. Besonders frustrierend verlief die letzte Saison, in der der inzwischen 33-jährige weder für Köln noch für St. Etienne überhaupt nur ein einziges Liga-Tor erzielen konnte. Stattdessen schlug er sich mit Knie-, Rücken- und Adduktorenproblemen herum und fiel mehrfach mehrere Wochen aus, bis er die Saison vorzeitig mit einer Operation an der Leiste beenden musste.

Eine OP, die nun aber viele Probleme beseitigt haben soll, wie der Franzose erklärte. “All meine Probleme waren auf das Gleiche zurückzuführen”, sagte Modeste der Bild. “Ich habe mich an der Leiste und fast zeitgleich an den Zähnen operieren lassen, um das Gleichgewicht in den Beinen wiederherzustellen.” Es sei eine frustrierende Zeit gewesen, an ein Karriereende denke er jedoch noch nicht. “Meine Stollen werde ich sicher nicht an den Nagel hängen.”

Ich kann das nicht alleine entscheiden

Am 5. Juli soll Modeste am Geißbockheim das Training mit der Mannschaft wieder aufnehmen. Ob dies nach den Eingriffen sofort wieder möglich sein wird, ist noch offen. Doch Modeste verspricht sich viel davon. “Ich möchte wieder mein Top-Niveau erreichen, durchsetzungsstark und Teil des FC sein”, gab sich der Stürmer kämpferisch. Dafür muss der Franzose körperlich fit sein, das hat die vergangene Saison gezeigt. Modeste war körperlich wie fußballerisch nur ein Schatten früherer Tage. In einer ähnlichen Verfassung hätte er keine Zukunft mehr in der Bundesliga.

Doch sein millionenschwerer Vertrag als Spieler hat noch zwei Jahre Gültigkeit, ehe der Trainervertrag einsetzen würde. “Ich möchte diesen Vertrag erfüllen”, sagte Modeste erwartbar, schließlich geht es auch um viel Geld. “Aber ich kann das nicht alleine entscheiden.” Interims-Sportchef Jörg Jakobs hatte während der Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche erklärt, man werde allen Spielern eine Chance geben und dann Entscheidungen treffen. Finanziell ist kaum vorstellbar, dass sich der FC eine Trennung leisten könnte. Nur mithilfe eines wohlhabenden aufnehmenden Klubs könnte dies gelingen, falls dieser dem Angreifer ein ähnliches Gehalt zahlen würde. Doch Stand jetzt nimmt der Stürmer seine Arbeit erst einmal wieder am Geißbockheim auf.

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