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„War eine Ehre“: Drexler schließt sich Schalke 04 an


Dominick Drexler verlässt den 1. FC Köln. Bereits am Montagabend war der bevorstehende Wechsel zum FC Schalke 04 durchgesickert. Am Mittwoch bestätigten beiden Vereine schließlich den Transfer. Drexler kostet den Zweitligisten dabei keine Ablöse. 

Aus Donaueschingen berichten Sonja Eich und Marc L. Merten 

Dass sich die Wege von Dominick Drexler und dem 1. FC Köln nach drei Jahren trennen, soll von Seiten des Spielers bereits seit einiger Zeit festgestanden haben. Nach einer überragenden Zweitligasaison mit neun Toren und 18 Vorlagen schaffte der Mittelfeldspieler in der Bundesliga nie den vollständigen Durchbruch. In zwei Jahren stand Drexler dabei nur 28 Mal in der Startelf und erzielte insgesamt fünf Tore und sechs Vorlagen. Spätestens seit dem „Spacken“-Vorfall vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach schien der Spieler keine sportliche Zukunft mehr für sich in Köln zu sehen.

Prämie im Aufstiegsfall

Nun folgt also der Schritt zurück in die Zweite Liga zum FC Schalke 04. Bei den Königsblauen hat der Offensivspieler einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Dort trifft Drexler mit Simon Terodde auf einen alten Bekannten, mit der er gemeinsam in der Saison 2018/19 erheblichen Anteil am Kölner Aufstieg hatte. Sollte dem Duo erneut die Rückkehr ins Oberhaus gelingen, müssten die Schalker noch eine niedrige sechsstellige Summe an den 1. FC Köln als Prämie für Drexler überweisen. Ansonsten kostet der Mittelfeldspieler, dessen Vertrag beim FC noch ein Jahr gelaufen wäre, keine Ablöse. Die Geißböcke sparen sich zwar durch den Abgang von Dominick Drexler Teile des Gehaltes, aufgrund der finanziellen Abstriche die der Mittelfeldspieler mit seinem Wechsel in die Zweite Liga macht, sollen die Kölner dem 31-jährigen aber noch eine stattliche Summe mit auf den Weg nach Gelsenkirchen gegeben haben.

Meine emotionale Heimat

„Domes Einsatz in den Spielen für den FC war immer leidenschaftlich, gerade in der Zweiten Liga hat er richtig stark performt und hatte damit einen großen Anteil an der Rückkehr in die Bundesliga. Dazu ist er ein guter Kerl, den man gerne in der Mannschaft hat. Vielen Dank für Deinen Einsatz beim FC, Dome, wir wünschen dir alles Gute und viel Erfolg auf Schalke“, sagte der Sportliche Leiter der Lizenzspielerabteilung, Thomas Kessler.  Drexler selbst sagte: „Für mich war es eine Ehre beim FC zu spielen, weil der Club meine emotionale Heimat ist. Ich hatte eine tolle Zeit hier mit dem Aufstieg, meinen Bundesliga-Debüt – dazu haben wir zweimal den Klassenerhalt geschafft. Dabei sind wir als Team zusammengewachsen. Meinen Mannschaftskollegen und dem gesamten FC drücke ich die Daumen für die neue Saison – und hoffe, dass es nächstes Jahr wieder ein Duell zwischen dem FC Schalke und dem FC in der Bundesliga gibt.“ Bei seiner Vorstellung auf Schalke, die Drexler als „Wunschlösung“ bezeichnen, ergänzte der Spieler: „Als sich Schalke 04 bei mir gemeldet hat, musste ich nicht lange überlegen. Ich freue mich sehr darauf, die Mannschaft möglichst schnell kennenzulernen und vielleicht schon am Freitag gegen den HSV zum Kader zu gehören.“

11 Kommentare
  1. Haarspalta sagte:

    Danke Dome! Immer alles gegeben und auch mal das Maul aufgemacht. Du warst auch einer der wenigen Spieler, bei denen nicht immer nur hohle Phrasen zu hören waren.
    Im der ersten Liga leider nicht mehr richtig gut (aber bei weitem nicht so schlecht, wie andere dich machen wollen) und durch den Wechsel jetzt wieder in der passenderen Liga, da muss man ehrlich sein.
    Alles Gute und vielleicht sieht man sich ja mal in anderer Funktion beim FC wieder!

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  2. mcwolli77 sagte:

    Wenn das mit der Abfindung wirklich stimmt, verstehe ich diese überhaupt nicht.
    Der Spieler verlässt den Verein auf eigenen Wunsch.
    Der FC kündigte nicht den Vertrag, in dem Falle stünde ihm diese ja zu.
    Aber so? Wenn ich kündige, sagt mein Chef auch nicht; ach ja lieber Marc, da du uns verlässt bekommst du als Dank noch eine bestimmte Summe weil du so toll warst.

    Aber die Fußballblase funktioniert halt anders, beim FC ganz besonders.

    LG an euch alle Marc

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    • Gerd1948 sagte:

      Hi Marc, ich muss auch mal paar Leutchen fragen, ob das bei anderen Vereinen so usus ist jetzt. Ob es da wirklich praktisch solche ungeschriebenen Gesetze gibt wie jeder ein Drittel wie etwa bei Terodde oder eben jetzt. Das er in der 2. Liga was weniger verdient, nachdem die Schalker sowieso Gehaltsobergrenzen wohl aufgestellt haben, kann ich ja verstehen, aber dann müsste der Spieler m.E. auch auf mehr verzichten wenn mein ach so geliebter emotionaler Heimatverein schon keinerlei Ablöse kassiert. Gut heißen kann man sowas auch nicht, denn das würde heißen das auch ein Hauptmann und Koziello je nachdem wo sie hingehen Abfindungen einfordern wollen/würden/könnten. Hoffentlich ist der Alptraum in 2 Jahren wirklich vorbei.

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  3. Kurti sagte:

    Die Spekulationen sind ja weitreichend, von Ablöse 600.000 (ksta) bis zu Geißblog gestern Millionenersparnis an Gehalt und heute doch eine Abfindung.
    Es ist gang und gäbe, das jemand einen höhendotierten Vertrag nicht ohne finanziellen Ausgleich aufhebt.
    Wie schon richtig geschrieben wurde, droht dieses Szenario auch bei Hauptmann und Koziello und weiteren Streichkandidaten.
    Das hat man nun schon bei Terodde, Risse, Sobieche, Drexler durch, evtl. bald bei Schaub, Schindler, Koziello, Hauptmann.
    Schön mal paar Milliönchen versenkt.

    Das Grundproblem scheint ohnehin zu sein: Schlechtes Scouting, Irrwitzige gezahlte Ablösesummen und Gehälter

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