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„Haben wir auf dem Schirm“: Das sind die Talente hinter den Talenten


Der 1. FC Köln ist mit einer Reihe von Nachwuchsspielern in die Vorbereitung gestartet. Doch längst nicht alle hochveranlagten Talente dürfen sich aktuell in der Profi-Vorbereitung zeigen. Im Hintergrund hat man die nächsten potentiellen Debütanten aus den eigenen Reihen aber längst auf dem Schirm. Einziger Wermutstropfen ist aktuell die schwere Verletzung eines Neuzugangs. 

Köln – Georg Strauch, Meiko Sponsel, Philipp Wydra, Justin Diehl und Jens Castrop heißen aktuell die Nachwuchsspieler, die sich bei den Profis in der Vorbereitung zeigen dürfen. Auch Tim Lemperle und Marvin Obuz zählen freilich dazu, wenngleich das Offensiv-Duo bereits in der vergangenen Spielzeit fest zum Trainingskader des Bundesligsten gehört hatte.

Die genannten Spieler sind aber längst nicht alle Talente, deren Entwicklung man am Geißbockheim aktuell genau verfolgt. „Wir mit weiteren Nachwuchsspielern gesprochen, die jetzt nicht sofort auftauchen, aber die wir auch auf dem Schirm haben“, hatte Interims-Kaderplaner bereits vor einer Woche erklärt. Zu diesen Spielern, die aktuell im Schattenkader der Zukunft stehen, gehören nach GBK-Informationen unter anderem Meiko Wäschenbach, Simon Breuer, Vladislav Fadeev, Joshua Schwirten und Maximilian Schmid.

Spieler sollen ein Schritt nach dem anderen gehen

Während Schwirten in der kommenden Saison bereits mit der U21 in der Regionalliga spielen wird, gehört das weitere Quartett noch den A-Junioren an. Wäschenbach wechselte 2019 aus Hennef ans Geißbockheim. In bislang sechs B-Junioren-Bundesliga-Spielen konnte der Mittelfeldspieler zwei Treffer erzielen. In der kommenden Saison wird der 17-jährige genau wie Simon Breuer in der U19 unter Stefan Ruthenbeck spielen. Breuer durfte sich seinerseits in der vergangenen Saison bereits bei den Profis in einem internen Testspiel zeigen. Der 18-jährige zentrale Mittelfeldspieler spielt seit 2010 am Geißbockheim und gilt als echter Mentalitätsspieler, von dem sich die Verantwortlichen in Zukunft viel versprechen. Dazu zählt auch Vladislav Fadeev, der 2010 von Viktoria Köln auf die andere Rheinseite gewechselt war und bislang 13 U17- und drei U19-Spiele für den FC absolviert hat. Das Duo wird in der kommenden Saison genau wie Stürmer Maximilian Schmid zu den Leistungsträgern im Team von Trainer Stefan Ruthenbeck zählen.

Auch wenn die Talente gerade durch die erhöhte Durchlässigkeit vom Nachwuchs zu den Profis derzeit wohl vermehrt in Richtung frühes Bundesliga-Debüt schielen, sollen die Spieler aus dem NLZ weiterhin jedoch einen Schritt nach dem anderen gehen. Dass die Verantwortlichen bei den Profis die Youngsters auf dem Schirm haben, dürfen die Spieler als positives Zeichen für sich werten. Trotzdem wollen auch die U19 sowie die U21 in der kommenden Saison Ziele erreichen und brauchen dafür ihre Leistungsträger. Auch die schulischen Verpflichtungen werden dabei nicht außer Acht gelassen. Am Geißbockheim will man daher immer das Momentum bewerten und analysieren, welcher Schritt aktuell am förderndsten sowohl für die einzelnen Spieler, als auch für die jeweiligen Mannschaften ist.

Wichtiger Neuzugang fällt monatelang aus

Einen Rückschlag musste derweil bereits die U17 hinnehmen. Luis Cortijo-Lange, dessen Wechsel von Eintracht Frankfurt zum FC erst vor kurzem bekannt gegeben wurde, wird nach GBK-Informationen mit einem Kreuzbandriss für mehrere Monate ausfallen. Der Stürmer galt als einer der wichtigsten externen Neuzugänge im Kölner NLZ. Im letzten Testspiel mit Eintracht Frankfurt verletzte sich der 16-jährige Deutsch-Spanier schließlich schwer.

2 Kommentare
  1. Robert Koerner sagte:

    Auf die eigene Jugend zu setzen halte ich persönlich für sehr gut und richtig. Das fördert die Identifikation mit dem FC und motiviert junge Spieler.

    Aber mal zu überlegen, ob der eingeschlagene Weg (aller Bundesligisten) der NLZ’en der richtige ist, halte ich für ebenso wichtig. Potenzielle Profis bereits mit 12 Jahren aus ihrem familiären Umfeld zu reißen, sehe ich sehr kritisch. Was werden das dann für Persönlichkeiten? Es gibt bereits genügend Beispiele, die belegen, dass Profis Mitte 20 Anfang 30 Schwierigkeiten haben, ein normales Alltagsleben zu führen, sondern weiterhin in ihrer Promi-Scheinwelt leben. Was tun wir diesen jungen Menschen an? Ein Miroslav Klose und Robin Goosens zeigen doch, dass sich auch ohne NLZ ganz tolle Persönlichkeiten, tolle Fussballer entwickeln können. Die Werner, Gnabry und Sane dieser Welt leben ganz woanders. Ist meine subjektive Meinung und nicht zu pauschalisieren.

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