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Nach einer Woche Trainingslager: Startelf wird „immer näher kommen“


Knapp drei Wochen Vorbereitung liegen hinter den Spielern des 1. FC Köln. Das Testspiel am Samstag gegen den SV Elversberg bildet dabei den Abschluss eines intensiven Trainingslagers, mit dem sich Steffen Baumgart durchaus zufrieden zeigte. Gedanklich kommt der Trainer seiner ersten Startelf in einem Pflichtspiel inzwischen auch näher.

Aus Donaueschingen berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Die Intensität im Trainingslager war hoch. Selbst, als die Spieler den größten Teil der rein körperlichen Arbeit hinter sich gebracht hatten, blieben die Einheiten auf dem Platz des SV Aasen schweißtreibend. Der FC will und muss bis zum ersten Pflichtspiel in zwei Wochen topfit sein. Anders ist das lauf- und pressingintensive Spiel von Steffen Baumgart nicht zu bewerkstelligen.

Es wird Phasen geben, in denen es nicht so gut läuft

Umso erfreulicher war es, dass nach den unglücklichen Verletzungen von Jannes Horn, Georg Strauch, Justin Diehl und Sava Cestic innerhalb der ersten Trainingswoche, im Schwarzwald bislang keine weiteren Ausfälle hinzugekommen sind. „Das Wichtigste ist, dass wir fast alle Jungs die meiste Zeit auf dem Trainingsplatz hatten. Alle konnten mindestens 90, der große Teil sogar 100 Prozent der Einheiten mitmachen“, zeigte sich Baumgart nach dem Training am Freitag gegenüber dem GEISSBLOG.KOELN zufrieden. „Trotz der hohen Intensität sind wir verletzungsfrei durchgekommen. Das brauchen wir in der Vorbereitung, denn nur so bekommen wir da Kontinuität rein. Aber die Jungs haben auch die komplette Zufriedenheit des Trainers für die Art und Weise, wie sie mitgearbeitet haben.“

Einen aktuellen Lagebericht, wie weit die Mannschaft bis zum Saisonstart an dem gemessen, was sie leisten kann, schon sei, konnte der Trainer jedoch nicht abgeben. Etwas entsprechendes wird man von Baumgart während der gesamten Saison auch eher nicht hören. „Im Fußball wird das ganze Jahr gearbeitet und es findet das ganze Jahr eine Entwicklung statt“, sagte der 49-jährige. „Es wird Phasen geben, wo es gefühlt sehr leicht sein wird. Dann wird es aber auch Phasen geben, in denen es nicht so gut läuft. Da wird es dann darum gehen, nicht so viele Spiele zu verlieren.“ Vielmehr will Baumgart die Spieler schnellstmöglich an ihr Leistungslimit bringen. „Ich glaube, da sind wir auf einem sehr guten Weg“, ist der Trainer optimistisch.

Mögliche Startelf entwickelt sich

Bevor es am Sonntag zurück nach Köln geht, steht für den 1. FC Köln am Samstagnachmittag noch das fünfte Testspiel der Vorbereitung auf dem Plan. In Bad Dürrheim geht es gegen den SV Elversberg aus der Regionalliga Südwest, die im DFB-Pokal auf den Kölner Ligakonkurrenten 1. FSV Mainz 05 treffen. Für die Geißböcke wird es der vorletzte Test bis zum ersten Pflichtspiel gegen Carl-Zeiss Jena sein. Zwar kündigte Baumgart an, dass die potentielle Bundesliga-Startelf „immer näher kommen“ würde, Schlussfolgerungen aus der Elf gegen Elversberg könnten aber noch nicht gezogen werden. Gleichzeitig verriet der Trainer aber auch, auf einigen Positionen schon einen klaren Plan zu haben. „Grundsätzlich haben wir schon eine Vorstellung, mit welcher Mannschaft wir ungefähr auflaufen werden. Das ist immer so, oft sind es zwei, drei Positionen, die noch offen sind. Es hängt aber auch viel damit zusammen, wer noch kommt oder geht. Die Mannschaft hat schon das Gesicht, das sie haben soll und kriegen wird.“

Trotzdem sollen im Spiel gegen Elversberg noch alle Spieler Einsatzzeiten erhalten. „Der eine mehr, der andere weniger“, sagte Baumgart. „Wir werden die letzten zwei Testspiele nicht mit der vermeintlichen ersten Elf spielen.“ Da von den aktuell 27 Feldspielern im Trainingslager am Samstag jedoch nicht alle zum Einsatz kommen können, wird es zumindest für jene Spieler, die gar nicht spielen werden, einen klaren Fingerzeig geben.

Sechs Spieler mit Extra-Schicht statt Testspiel?

Diesen gab es am Samstagmorgen: Baumgart beorderte die erste Elf für den Test am Nachmittag früher vom Feld (siehe unten), während sechs andere Spieler wiederum noch zusätzliche Laufarbeiten absolvieren mussten. Das lässt darauf schließen, dass das Sextett eher nicht zu jenen Spielern gehören wird, die gegen Elversberg zum Einsatz kommen werden und eher geringer Chancen haben wird, in den kommenden Wochen und Monaten zu viel Spielzeit zu kommen. Wenig überraschend gehörten die ganz jungen Talente Castrop, Obuz, Sponsel und Wydra dazu, die vornehmlich in der U21 zum Einsatz kommen könnten. Allerdings mussten auch Tomas Ostrak und Dimitris Limnios Laufschichten absolvieren. Ein Zeichen dafür, dass Baumgart eher nicht auf sie setzt?

So könnte der FC gegen Elversberg spielen: Horn – Ehizibue, Hübers, Czichos, Schmitz – Ljubicic – Kainz, Uth, Hector – Thielmann, Modeste

19 Kommentare
    • Dirk Lottbarski sagte:

      Dito! Bevor Baumgart Meré – wie seine Vorgänger auch schon – auf die Bank verbannt, würde ich mir lieber wünschen, er würde ihn statt Schmitz mal als Linksverteidiger in den Testspielen reinschmeißen. Meré wäre mMn deutlich fixer auf den Beinen und definitiv ein Upgrade im Vergleich zu Schmitz, der – wie auch Meré – kein Linksfuß ist.

      Als Dauerlösung wäre mir zwar auch ein gelernter LV mit starkem linkem Fuß lieber, aber warum nicht mal ausprobieren? Kann mich vage daran erinnern, dass Meré mal ein Pflichtspiel in der – zugegeben äußerst miserablen – 2017/18er Saison als Außenverteidiger gegen Leverkusen gemacht hat. Das wurde prompt 2:0 gewonnen und Meré hatte ich da sehr stark in Erinnerung, wenn auch als RV statt LV.

      Gerade auch mal im „kicker“ nachgeforstet: Meré wurde in besagter Leverkusen-Partie damals mit Note 1,5 zum Spieler des Spiels ernannt.

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  1. Max Fritzmann sagte:

    Schade, dass die Jugendspieler gleich wieder außen vor sind. Insbesondere sponsel hat für mich sehr gut als RV agiert und da wir dort eh große Probleme haben, hätte ich mir gewünscht, dass er mit Easy den Stamm RV „auskämpft“ und im schlechtesten Fall als erster Back up auf der Bank sitzt, bevor Benno zum xten mal zeigen kann, dass er nichts hat, was einen guten 1. Ligaspieler ausmacht. Vor allen Dingen fehlt ihm zu Easy und Sponsel die nötige Geschwindigkeit. Bei anderen Spielern kann ich es eher erstehen. Obuz scheint eh einen schweren Stand unter Baumgart zu haben, da er neben Lemperle zwar das herausragende Talent bei der U21 war aber andere Talente, wie Ostrak, Wydra und Lemperle selbst mehr Einsatzzeiten in den Testspielen erhalten haben. Was es aber verständlich macht, er ist ein offensiver Außen, diese Pos gibt es im System mit Raute aber gar nicht. Und als zentrale offensive Spieler hat er natürlich noch das Nachsehen gegen Duda und Uth, zumal dort auch Thielmann spielen kann, der weiter ist.

    Dennoch hätte ich mich gefreut, wenn einige Talente zumindest auf der Bank sitzen würden und Sponsel als Startelf Kandidat gelten würde.

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    • Truebe Tasse sagte:

      Eine Saison ist lang. Da passiert Vieles. Die Aufstellung der 1. Minute am 1. Spieltag ist selten die, die auch noch in der 90. Minute am letzten Spieltag Bestand hat. Für die Jungs kann nur gelten: hellwach und einsatzbereit sein und die Chance nutzen, wenn sie kommt – und sie wird kommen!

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  2. Thomas Niehues sagte:

    Ich kann eure Wünsche alle gut verstehen das lieber der statt dem und dem in die elf soll…
    Aber bleibt cool es wird schon so kommen das die Kölner youngster ins Team kommen, an Sponsel Wydra Lemperle ist auf Dauer garnicht zuverzichten und Baumgart wird die schon bringen und aus ihnen Topleute formen….

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    • Truebe Tasse sagte:

      Richtig. Und außerdem gibt es bei allen Trainern den gerne zitierten Spruch: „Wir haben keine erste Elf. Alle sind wichtig.“ Und das stimmt. Sollte Meré nicht wechseln oder sich schwer verletzen, wird er seine 25 plus X Spiele in dieser Saison machen. Da gehe ich jede Wette ein. Und Hübers wird auch auf eine gute Anzahl kommen. Czichos genauso.

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