Kingsley Schindler fällt gegen Jena aus. (Foto: Bucco)

Schindler ein Gewinner: Wer konnte im Trainingslager punkten?

Der 1. FC Köln ist am Sonntag nach zehn Tagen im Trainingslager in Donaueschingen nach Köln zurückgekehrt. Im Gepäck hatten die Geißböcke neben müden Knochen ein gutes Gefühl für die Schlussphase der Vorbereitung. Dass noch viel Arbeit vor der Mannschaft von Steffen Baumgart liegt, liegt in der Natur der Sache. Dass so mancher FC-Profi aber auf sich aufmerksam gemacht hat, erfreut die Verantwortlichen.

Köln – Am Montag und Dienstag haben die Spieler de 1. FC Köln frei. Nach anstrengenden Tagen im Trainingslager sollen sich die Spieler erholen, ehe es am Mittwoch erst um 8.30 Uhr auf den Trainingsplatz geht und anschließend der Media Day der Deutschen Fußball Liga ansteht mit den Aufnahmen für das Mannschaftsfoto und Sponsorenverpflichtungen. Ab Donnerstag kehrt dann wieder Normalität am Geißbockheim ein.

Das Trainingslager-Fazit

Dann beginnt für Steffen Baumgart und sein Trainerteam der Feinschliff für den Pflichtspiel-Start zehn Tage später im DFB-Pokal beim FC Carl Zeiss Jena. Der FC-Coach konnte viel Positives aus Donaueschingen zurück nach Köln nehmen: keine Verletzten trotz hoher Belastung, eine körperlich fitte Mannschaft in einem „sehr, sehr guten Zustand“ (Baumgart), dazu einige Spieler mit aufsteigender Form (siehe Gewinner) und drei Testspiel-Siege.

Allerdings zeigten diese drei Testspiele auch, dass der FC noch viel Arbeit vor sich hat. Denn wenn eines aktuell noch nicht möglich ist, dann ist es ein Vergleich mit anderen Bundesligisten: Die Testspiel-Gegner waren unterklassig, selbst der FC Bayern München mit seiner größtenteils Nachwuchs-Mannschaft, die nur von einigen wenigen Profis verstärkt worden war. Keiner dieser drei Gegner simulierte auch nur ansatzweise den Ernstfall – und dafür fielen die Ergebnisse überaus knapp aus (3:2, 2:0, 2:1). Baumgart hat also noch viel zu tun, um seine Mannschaft für die Bundesliga konkurrenzfähig zu machen.

Die Gewinner

Drei Gewinner beim 1. FC Köln gibt es in der Offensive. Mark Uth befindet sich bereits in starker Frühform, ihm ist die Freude über seine Rückkehr zum FC anzumerken. Neben ihm glänzt bislang Jan Thielmann. Der Youngster spielt befreit auf und könnte einer der großen Gewinner unter Baumgart werden. Und dann ist da noch Anthony Modeste: „Von Tony ist im Moment jeder positiv überrascht“, sagte Baumgart am Samstag. Der Franzose kämpft sich sichtlich motiviert zurück und will seine Chance nutzen, sich wieder ins Team zu spielen.

Darüber hinaus hatte Baumgart einen anderen Spieler als überraschenden Gewinner in der Hinterhand: „King hat eine gute Vorbereitung“, sagte der FC-Trainer über Kingsley Schindler. Der Außenbahnspieler galt als Kandidat für eine Wechsel, nachdem er sich selbst in Liga zwei bei Hannover 96 nicht hatte durchsetzen können und sich dort auf der Bank wiedergefunden hatte. Nun  aber absolviert der 28-jährige eine anständige Vorbereitung und könnte zumindest als Back-up für die rechte Seite – defensiv wie offensiv – wieder ein Teil des Kaders werden.

Und dann wären da noch Benno Schmitz, Jorge Meré und Tomas Ostrak. Schmitz spulte ein sauberes Trainingslager ab, zeigte sich mannschaftsdienlich und half dort aus, wo gerade Not am Mann war: in der Innenverteidigung oder links hinten. Auf seinem angestammten Platz rechts hinten spielte er nicht – dafür lief er Noah Katterbach hinten links offenbar zuletzt den Rang ab und scheint die Nase vor dem FC-Eigengewächs vorn zu haben. Meré hat sich derweil sichtlich vorgenommen, den Platz von Sebastiaan Bornauw zu erkämpfen und profitiert von seinem guten Spielaufbau. Und dann wäre da noch Ostrak, der seine Leihen nach Österreich und Tschechien genutzt hat, um im Erwachsenenfußball anzukommen. Der mittlerweile 21-jährige könnte die Kaderposition von Dominick Drexler einnehmen, weil er variabel auf den Halbpositionen und zentral offensiv im Mittelfeld eingesetzt werden kann.

Die Verlierer

Sorgen und Gedanken müssen sich dagegen einige andere FC-Spieler machen. Neben den aussortierten Niklas Hauptmann und Vincent Koziello gilt dies insbesondere für Dimitris Limnios. Der Grieche hinterließ in der bisherigen Vorbereitung einen schwachen Eindruck. Von seinen Qualitäten im Eins-gegen-Eins und im Tempo mit Ball war viel zu wenig zu sehen. Baumgart setzte ihn dafür gegen Elversberg 90 Minuten auf die Bank – ein klares Signal.
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Auf der Linksverteidiger-Position muss sich Noah Katterbach seine Gedanken machen. Dass er sich offenbar von Benno Schmitz den Rang ablaufen ließ, kann ihm nicht schmecken. Doch der 20-jährige kommt einfach nicht aus seinem Tief. Unter Markus Gisdol hatte das FC-Talent den Spaß und die Leichtigkeit verloren. Auch Baumgart konnte diese bislang nicht wieder wecken. Der Youngster bringt viel mit, was Baumgart schätzt. Nur zeigen kann er es aktuell nicht.

Derweil lobte Baumgart zwar, dass Sebastian Andersson „überhaupt auf dem Platz steht“. Doch wenn das schon ein Grund für ein positives Zeugnis ist, sagt das alles über den Zustand des Schweden aus. Der Mittelstürmer ist weit entfernt von einem körperlichen Zustand, der ihm regelmäßiges Training ohne Schmerzen erlaubt, geschweige denn in einem lauf- und pressingintensiven Spiel wie jenem unter Baumgart. Der Angreifer konnte zwar in den Testspielen jeweils maximal eine Halbzeit mitwirken. Jedoch ist der 30-jährige noch weit von Bundesliga-Fitness entfernt. Das große Fragezeichen hinter seiner Personalie bleibt daher bestehen.

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