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„Sein unbedingter Wunsch“: Bornauw-Abgang perfekt!


Jetzt ist es offiziell: Sebastiaan Bornauw verlässt den 1. FC Köln und schließt sich zur neuen Saison den VfL Wolfsburg an. Bei den Niedersachsen erhält der Innenverteidiger einen Vertrag bis 2026. 

Aus Donaueschingen berichten Sonja Eich und Marc L. Merten 

Überraschend kam die Meldung am Nachmittag nicht mehr. Als Sebastiaan Bornauw am Morgen nicht mit in den Schwarzwald reiste, um sich mit dem 1. FC Köln im Trainingslager auf die kommende Saison vorzubereiten, war sein Abgang bereits nur noch Formsache. Am Vormittag absolvierte der nun ehemalige Kölner Abwehrspieler schließlich den Medizincheck beim VfL Wolfsburg und unterschrieb anschließend seinen Fünfjahresvertrag bei den Wölfen.

Jetzt ist die Zeit gekommen, weiterzugehen

Über die Transfermodalitäten vereinbarten beide Klubs Stillschweigen. Allerdings soll der FC rund 15 Mio. vom VfL erhalten, die sich mit Bonuszahlungen auf bis zu 17 Mio. erhöhen können. Damit wäre Bornauw hinter Anthony Modeste und Jhon Cordoba der teuerste Abgang der Vereinsgeschichte. Von der Ablösesumme müssen die Geißböcke allerdings Teile noch an den RSC Anderlecht abgeben. Der FC hätte Bornauw gerne halten, wollte seinem verdienten Spieler, der die Geißböcke am letzten Spieltag mit seinem Tor zum 1:0 gegen den FC Schalke 04 in die Relegation gerettet hatte, aber keine Steine in den Weg legen. „Wir hätten Seb auch gerne noch ein Jahr hier behalten. Seine Entwicklung, seit seinem Wechsel zu uns, war rasant. Und natürlich absolut positiv, er wurde auf Anhieb zum Stammspieler bei uns und hat sich in den Fokus der belgischen A-Nationalmannschaft gespielt. Sein Ziel ist es, sich auch da zu etablieren. Deshalb war es sein unbedingter Wunsch zu Wolfsburg zu wechseln, die in der nächsten Saison Champions League spielen“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. „Nach intensiven Verhandlungen mit Wolfsburg haben wir eine gute Einigung erzielt. Wir bedanken uns bei Seb für seinen Einsatz in den letzten beiden Jahren und wünschen ihm alles, alles Gute für seine weitere Karriere.“ 

Bornauw selbst zeigte sich bei seiner offiziellen Verabschiedung dankbar für die vergangenen beiden Jahre. Gleichzeitig machte der ehrgeizige 22-jährige aber auch seinen Karriereplan klar: „Ich bin so dankbar für all die Erinnerungen, die ich hier gesammelt habe und möchte mich bei allen Mitarbeitern, Teamkollegen und nicht zuletzt den Fans für die letzten zwei Spielzeiten bedanken. Seit dem Tag, an dem ich zu diesem großartigen Verein gekommen bin, habe ich immer eure Unterstützung gespürt und ich werde nie den Sound des vollen RheinEnergieSTADIONs vergessen, das ist unfassbar. Ich werde diesen Verein immer in meinem Herzen tragen, aber jetzt ist die Zeit gekommen, weiterzugehen“, erklärte Bornauw. „Sebastiaan hat sich durch starke und konstante Leistungen in der Bundesliga einen Namen gemacht. Von seinen fußballerischen Qualitäten und genauso von der Mentalität und Einstellung, die er auf dem Platz verkörpert, haben wir eine hohe Meinung. Er ist unser absoluter Wunschspieler für die Defensive und deshalb freuen wir uns sehr, dass wir ihn vom VfL überzeugen konnten“, freute sich VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer über den Neuzugang..

14 Kommentare
  1. Klio sagte:

    Dass Bornauw angesichts des Wechsels nach Wolfsburg ein wenig wehmütig wird, wenn er an den Sound des vollen Stadions in Köln denkt, ist gut vorstellbar. Leider kann der FC nicht mit CL-Spielen dienen. Deshalb ist schon nachvollziehbar, dass es Bornauw zu einem Verein zieht, wo er international spielen. Da kann man ihm nur alles Gute für die Zukunft wünschen.

    Wegen der Berichte über sein anscheinend lustloses Auftreten beim Training, als die Wechselgespräche ins Stocken gerieten: Bornauw ist mit seinen 22 immer noch ein sehr junger Mann – der hätte sich sicher schnell gefangen. Denn was letztlich zählt, ist auf’m Platz: Mit seinem vollen Einsatz gegen Schalke hat er dem FC die Chance auf den Klassenerhalt gerettet. Wäre der FC mit einem Unentschieden gegen Schalke direkt abgestiegen, hätte Bornauw den Verein für eine sehr viel niedrigere feste Summe nach eigener Entscheidung verlassen können. Auf dem Platz hat er alles Persönliche zurückgestellt und sich voll für den Verein reingehangen. Top-Profi!

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  2. Truebe Tasse sagte:

    Alles in allem ein Win-Win-Win-Geschäft. Sind wir mal ehrlich: sportlich wird der FC dem VfL auf lange Sicht gesehen nicht mehr das Wasser reichen können. Dafür wird er finanziell gut entschädigt und Bornauw kann im Herbst Champions League und dann im Frühjahr noch mal eine Runde Euro League spielen und verdient noch paar Kröten mehr. Passt doch. Und unersetzbar ist Bornauw für den FC auch nicht. Vor zwei Jahren war er ein Glücksgriff. Vielleicht tätigen wir einen solchen ja jetzt erneut. Was mich nur wundert ist, dass im Kicker steht, der FC hätte nun die finanziellen Mittel für Philipp Klement. Gerade auf dessen Position haben wir doch mal den allerwenigsten Bedarf, oder sehe ich das falsch? Geht vielleicht Duda auch noch für 13 Mio zum AC Mailand und ersetzt dort Calhanoglu?

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  3. BM sagte:

    Sollte dies mit Klement stimmen, verstehe ich den FC nicht mehr und dies wäre erster dicker Minuspunkt bei Jörg Jacobs. Klement ist ein Super-Standardschütze, für schnelles Bundesligaspiel aber ungeeignet. Wir haben schon mal viel zu viel Geld an Stuttgart und zu viel Gehalt für Terodde bezahlt, auch ein typischer Zweitliga-Kicker. Klement wäre eine Aktion wie zuvor mit Czichos, Drexler, Mitläufer maximal in der 1. Liga, Wiederabgabewert gleich Null, langsam, dribbelschwach, gut im Vorlagenbereich, da gibt es aber schon Duda, Uth, Hector…Mislintat wird sich freuen, sollte hier das wenige FC-Geld hinfließen.
    Ich dachte eher, es wird in den belgischen Kicker Theate investiert, da würde es endlich mal Konkurrenz zu Czichos geben. Sollte der torgefährliche U-Nationalspieler nur ansatzweise ähnlich einschlagen wie Bornauw, gäbe es mit ihm und Mere die wohl beste Innenverteidigung seit Jahren beim FC, und mit Hübers, Cestic und Czichos wäre der Ersatz auch akzeptabel. Allerdings: ich habe den „Langen“ noch nie kicken sehen und Infos nur aus Zeitschriften.

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  4. Kurti sagte:

    Froh bin ich, daß nicht so ein Horst die Verhandlung geführt hat.
    Sonst hätten wir weniger Geld, dafür Elvis und Litti bekommen.
    Litti wegen der grandiosen Expansionspläne des Vorstands :)
    Klement brauchen wir weder von der Position noch der Qualität.
    Alles nur Gerüchte denke ich.

    Kaum geht ein belgischer Abwehrspieler beim FC, soll der andere ebenfalls aus Belgien kommen.
    Auch nur eine Ente denke ich.

    Bitte keine waghalsigen Einkäufe jetzt.
    Corona lauert auch noch hinter der Ecke

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  5. Gerd1948 sagte:

    Stimmt Kurti, wer weiß was in 2 Monaten ist mit Corona. Den unbedingten Zwang zum Handeln sehe ich auf IV jetzt auch noch nicht direkt. Ich würde auf keinen Fall vorschnell Gels in Form einer Ablösesumme dafür in die Hand nehmen. Noch jedenfalls nicht. Es geht weiter darum den ein-oder anderen ablösefreien Spieler zu verpflichten….nachdem noch ein paar andere aus dem Kader weiter verliehen oder verkauft werden, was wohl Wunschdenken bleibt.

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  6. Svennis sagte:

    Hab Seb gemocht, war sportlich einer der Besten, war und ist ein vorbildlicher Typ. Aber 15 Mio in der jetzigen Lage sind auch verdammt gut. Also alles Gute! Was ich mir allerdings wünsche ist, dass Schmadde seinem Ruf gerecht bleibt: Ohne Kohle kann er zaubern, mit Geld baut er Scheisse.

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  7. Boom77 sagte:

    Den Klement sehe ich auch nicht bei uns. Dafür, dass er ins „System Baumgart „ passen könnte, spricht zwar, dass Baumgart wohl große Stücke auf ihn halten soll und in Paderborn bereits mit ihm zusammen gearbeitet hat. Davon sollten sich aber weder Baumgart noch der FC leiten lassen. Denn Baumgart muss auch so ehrlich sein, dass es mit seiner damaligen Truppe in Paderborn nicht für die 1. Liga gereicht hat und es zu Zeiten mit Klement in der 2. Liga auch nur fürs Mittelgeld reichte.

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