Der Kader des 1. FC Köln soll noch weiter verkleinert werden. (Foto: Bucco)

„Werden mit dem ein oder anderen über seine Zukunft sprechen“

Der 1. FC Köln hat sein Trainingslager in Donaueschingen erfolgreich hinter sich gebracht. Ohne Verletzungen sind die Geißböcke durch ihre zehntägige Vorbereitung im Schwarzwald gekommen. Während sich das Gesicht der Mannschaft immer weiter formt, werden einige Spieler über ihre Zukunft nachdenken müssen. 

Aus Donaueschingen berichten Sonja Eich und Marc L. Merten 

Mit 2:1 hat der 1. FC Köln am Samstagabend sein viertes von fünf Testspielen der Vorbereitung gewonnen. Damit gingen alle Spiele, die der FC im Schwarzwald-Baar-Kreis absolviert hat, zugunsten der Geißböcke aus. Überhaupt war es eine erfolgreiche Vorbereitung für den Bundesligisten. Trotz intensiver Trainingstage musste sich kein Spieler verletzungsbedingt abmelden, das Wetter meinte es ebenfalls gut mit der Mannschaft und auch Steffen Baumgart zeigte sich zufrieden mit dem, was seine Spieler ihm leistungstechnisch auf dem Platz angeboten hatten.

Limnios ein Verlierer unter Baumgart?

Nach einer letzten Laufeinheit in Baden-Württemberg geht es für die Mannschaft am Sonntag zurück nach Köln. Zwei Tage haben die Spieler dann frei, ehe Baumgart am Mittwoch wieder zum Training und der Verein anschließend zum obligatorischen Media Day für die Mannschaftsfotos und Spielerportraits bittet. Einige der FC-Profis werden sich am Montag und Dienstag aber wohl Gedanken um ihre persönliche Zukunft machen müssen. Denn eine Vorbereitung sorgt nicht immer nur für positive Überraschungen, sondern bringt auch für Verlierer hervor. Gerade, wenn ein Kader noch so groß ist wie aktuell der der Kölner.

Ein Fingerzeig dürfte dabei bereits das Spiel am Samstagabend gegen den SV Elversberg gewesen sein. Neben den Youngsters Meiko Sponsel, Philipp Wydra, Jens Castrop und Marvin Obuz kam auch Dimitris Limnios nicht zum Einsatz. Der Grieche, der vor einem Jahr für über drei Millionen Euro zum FC gewechselt und in der vergangenen Saison nur zu zwölf Einsätzen gekommen war, scheint sich auch unter Steffen Baumgart nicht durchsetzen zu können. Zwar begründete der Trainer die 90-minütige Reservistenrolle des 23-jährigen mit der Tatsache, dass Louis Schaub und Ondrej Duda nach ihren EM-Einsätzen und dem daraus resultierenden verlängerten Urlaub bislang weniger gespielt hatten. Allerdings dürfte sich Limnios in den kommenden Tagen so seine Gedanken machen, welche Perspektiven dem Flügelspieler in der kommenden Saison aufgezeigt werden können.

Werden eine vernünftige Regel finden

In der kommenden Woche will sich Steffen Baumgart mit seinem Trainerteam darüber beraten, welche Spieler in der nächsten Saison zum Gesicht der Mannschaft gehören werden und wer der nötigen Kaderverkleinerung zum Opfer fallen wird. „Bei dem ein oder anderen Spieler müssen wir gucken, ob der Weg bei uns weiter geht oder ob wir ihnen raten, einen neuen Weg zu gehen, wenn sie Spielpraxis bekommen möchten“, erklärte Baumgart am letzten Abend des Trainingslagers. Freilich wird das Trainerteam bereits entsprechende Streichkandidaten im Kopf haben, trotzdem sagte Baumgart: „Wir sind noch nicht so weit, dass drei oder vier Spieler bereits weg sind.“

Wie es mit Sponsel, Obuz, Castrop und Wydra weitergehen wird, ist ebenfalls noch unklar. Sicher ist lediglich, dass bei dem Quartett die Zukunft in jedem Fall beim FC liegt. Möglich, dass einige von ihnen zunächst in die U21 zurückkehren, um Spielpraxis zu bekommen und die ersten Schritte im Herrenfußball zu gehen. Jens Castrop und Philipp Wydra könnten sogar noch in der A-Junioren-Bundesliga an den Start gehen. „Ich habe noch nicht das Gefühl, dass ich die jungen Spieler wegschicken muss“, sagte Baumgart zwar bezüglich der talentierten Nachswuchskräfte, meinte aber auch: „Da werden wir eine vernünftige Regel finden.“ Die vier Spieler hatten zuletzt von allen Akteuren im Trainingslager die wenigste Einsatzzeit erhalten.

FC aktuell noch mit über 20 Feldspielern

Wie viele Profispieler bis zum Saisonstart wirklich von Baumgart gesagt bekommen, dass ihre Perspektive nicht mehr beim FC liegt, werden erst die nächsten Tage zeigen. Rechnet man die ganz jungen Spieler heraus und geht zudem davon aus, dass Limnios möglicherweise zu den Wechselkandidaten zählt, hat der FC aktuell 20 einsatzfähige Feldspieler im Kader. Dazu kommen noch Jannes Horn und Sava Cestic, die zur Zeit noch angeschlagen fehlen. So ist davon auszugehen, dass zumindest ohne weitere Neuzugänge der Kader für die kommenden Wochen gar nicht groß an Substanz verlieren wird. Denn Baumgart hatte auch bereits angedeutet, 16 bis 18 Profis zu benötigen, die allesamt bereit für die erste Elf wären. Dazu kommen weitere junge Spieler sowie Verletzte, die sich im Laufe einer Saison zwangsläufig irgendwann einreihen. Mit Blick auf noch mindestens zwei bis drei Neuzugänge dürften trotzdem einige Spieler zeitnah eine klare Botschaft mit auf den Weg bekommen, sich nach möglichen Alternativen umzusehen. So sagte Baumgart zum Abschluss am Samstagabend: „Wir werden mit dem ein oder anderen über seine Zukunft sprechen.“

 

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