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Ein richtiger Schritt mit den falschen Fragen


Der 1. FC Köln stellt sich der Investoren-Frage. Dieser Schritt ist wichtig für den Klub, denn kaum eine Frage spaltet die Mitgliederschaft mehr als jene nach potentiellen Anteilsverkäufen. Der Mitglieder-Stammtisch am Sonntag hat dieser Diskussion eine inhaltliche Grundlage gegeben, jedoch auch die Probleme in dieser Debatte zu Tage gefördert. Denn zentrale Fragen werden gar nicht erst diskutiert.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Nach knapp 90 Minuten, also praktisch zu Beginn der Nachspielzeit des Stammtischs, fragte ein FC-Mitglied: „Warum sind wir eigentlich hier?“ Was er meinte: Dass der Vorstand gegen Anteilsverkäufe ist, war längst bekannt. Dass der Mitgliederrat und der Südkurve e.V. gegen Anteilsverkäufe sind, war längst bekannt. Warum also dieses Showlaufen einer vermeintlich offenen Diskussion?

Das Gegenargument kam wenige Minuten später. Ein anderes Mitglied erklärte, es sei wichtig, dass überhaupt geredet werde, dass informiert werde. Und genau das hat das Event am Sonntag geliefert, zumindest in den zwei Vorträgen von Professor Breuer (Sporthochschule) und FC-Vizepräsident Eckhard Sauren. Sie lieferten eine wichtige und richtige Einführung in ein komplexes Thema, das allzu häufig zu emotional und zu unsachlich diskutiert wird.

Denkanstöße werden nicht verfolgt

Was jedoch nach der Einführung kam, hätte es kaum noch gebraucht. Denn in der Podiumsdiskussion kam praktisch nichts Neues dazu. Beispielsweise widersprach Werner Wolf dem extra geladenen Investoren-Experten und Wissenschaftler Breuer, dessen Forschung ergeben hat, dass Investoren überraschend selten auf wirtschaftliche Rendite, also auf Geld, aus sind. Wolf war einfach nur anderer Meinung, nahm das Forschungsergebnis weder auf, noch suchte er eine inhaltliche Auseinandersetzung.

Und so passierte es mit zahlreichen Gedanken, Ansätzen, Fragestellungen. Ob Moderator Christoph Biermann oder die Diskutanten auf dem Podium, niemand nahm sich der präsentierten Inhalte mal näher an und zeigte sich offen für neue Denkansätze. Es hätte sich beispielsweise gelohnt darüber zu diskutieren, welche Motive potentieller Investoren denn überhaupt zum FC passen würden. Es hätte sich auch gelohnt zu hinterfragen, was der FC aus den laut Wolf „intelligenten“ Modellen von Arminia Bielefeld oder Eintracht Frankfurt und Bayern München lernen könnte.

Horror-Szenarien statt die Frage der Identität

Vor allem hätte es sich gelohnt die Frage von Professor Chris Anderson zu diskutieren: „Wer sind wir und wo wollen wir hin? Welchen Wettbewerb wollen wir als 1. FC Köln annehmen und was brauchen wir dafür, um darin zu bestehen?“ Denn genau um diese Frage der Identität geht es doch letztlich. Am Sonntag hätte es die Chance gegeben, dass sich Verantwortliche und Mitglieder offen auf theoretischer Ebene über unterschiedliche Investoren-Modelle unterhalten, dass man sie diskutiert, Vor- und Nachteile abwägt, um ein tieferes Verständnis für die Chancen und Risiken zu entwickeln.

Doch genau das gab es nicht. Stattdessen wurden die bekannten Horror-Szenarien aufgezählt. Die Berliner Geldverbrennung mit Lars Windhorst, die Hamburger Kühne-Katastrophe, das stets falsche Argument, dass das Geld eines Investors, einmal ausgegeben, danach einfach weg sei, ohne dass es dafür einen Gegenwert gebe. Sogar die WM in Katar durfte nicht fehlen, klar, es war ja auch ein Stammtisch. Doch etwas weniger Parole hätte es dann doch getan, schließlich hat der 1. FC Köln mit der WM in Katar so viel zu tun wie die Kölner Politik mit Verlässlichkeit und Vertrauen.

Rewe hat beim FC 14,3 Prozent Mitspracherecht

Stattdessen hätte es sich gelohnt, die Killer-Phrase zu diskutieren, ein Investor wolle immer mitreden. Schließlich sitzt beim 1. FC Köln seit Jahren Rewe-Boss Lionel Souque als Aufsichtsrats-Chef im Gemeinsamen Ausschuss (GA) und entscheidet über jeden großen Deal beim FC mit – wohlgemerkt als Chef des Hauptsponsors, nicht als Anteilseigner. Mit seiner einen Stimme im siebenköpfigen GA verfügt Souque also um ein Mitbestimmungsrecht von 14,3 Prozent. Zum Vergleich: Audi, Allianz und Adidas besitzen beim FC Bayern Anteile in Höhe von je 8,3 Prozent. Wo liegen also da die Unterschiede? Auch darüber hätte man sich am Sonntag unterhalten können.

Das geschah jedoch nicht. Man darf zwar hoffen, dass es weitere solcher Diskussionsrunden gibt, doch der FC-Vorstand hat die Chance vertan, sich als aufrichtiger Interessent an einer offenen Diskussion zu präsentieren. Stattdessen wurde nur klar, dass sich das Trio mit jeder Faser festgelegt hat, niemals Anteile zu verkaufen. Auch das ist natürlich eine Einstellung, die jeden Respekt verdient. Warum aber dann diese scheinbar auf einen offenen Ausgang ausgerichtete Diskussion, wenn der Ausgang doch gar nicht in Frage steht?

Wie will der FC in die Zukunft investieren?

In den vergangenen Jahren hat der 1. FC Köln immer dann die größten Fehler gemacht, als man viel Geld hatte. Man könnte also sagen: Wer so abenteuerlich schlecht wirtschaftet wie die Geißböcke in den letzten Jahren, von dem darf man nicht erwarten, Investoren-Geld würde irgendein Problem beheben. Wer allerdings ebenfalls glaubt, dass der 1. FC Köln ohne Investoren in der Lage sein wird, das Stadion zu kaufen, auszubauen und das Geißbockheim entweder zu erweitern oder woanders aus dem Boden zu stampfen, verkennt die Realität. Leider war die Frage nach einer Betreibergesellschaft am Sonntag nur in einem Nebensatz ein Thema. Auch dieses hätte man deutlich ausführen können.

Aktuell liegt ein Plan in der Schublade der Geißböcke. Es ist ein Plan zur Digitalisierung und Umstrukturierung des sportlichen Bereichs, insbesondere der Scouting-Abteilung, Videoanalyse und Trainingsanalyse. Ein immens wichtiges Projekt, ein Zukunftsprojekt, das den FC auf ein neues Level heben würde. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Doch das Geld ist nicht da. Nicht einmal dafür, für so ein Kernelement künftiger Arbeit in der wichtigsten Abteilung eines Fußballklubs. So steht es um den 1. FC Köln. Das ist die Realität.

102 Kommentare
  1. Marcel sagte:

    Bringt es im großen und ganzen auf den Punkt! Die Veranstaltung gestern diente nicht einem allgemeinen Austausch. Es war mehr eine Wahlveranstaltung des Vorstandes. Trotz guter Argumente für einen Investoreneinstieg, werden diese nicht aufgegriffen. Das würde aber endlich Mal zu einer fairen Debatte führen. Stattdessen wird vom Vorstand immer nur auf die eine Sicht gepocht. Einmalige Investitionen bringen nichts. Solch eine Argumentation ist meines Erachtens nicht nur unsinnig, sie ist auch Unternehmens schädlich. Es geht schlichtweg nicht um die Häufigkeit einer Investition. Sondern darum wie man mit ihr umgeht.
    Gut finde ich übrigens den Punkt, dass endlich Mal jemand das Thema Mitspracherecht von Herrn Souque aufgreift. Hier im Kommentarbereich war dies ja schon öfter präsent. Der FC ist nämlich nicht wie von Herrn Wolf immer beschrieben so schön selbstbestimmend. Er hat im gemeinsamen Ausschuss einen Hauptsponsor sitzen der mitbestimmen darf ohne auch nur ein einziges % der Anteile zu besitzen. Insgesamt wird so viel unsinniges über Investoreneinstiege behauptet. Natürlich, es gibt negative Beispiele und Modelle. Daraus aber ein allgemeines Bild zu formen ist der komplett falsche Ansatz. Das Thema ist aber nunmal auch sehr emotional belastet. Daher wäre am Sonntag eine wirklich Chance gewesen, viel dieser Emotionalität heraus zu nehmen. Aber wie ich schon gesagt habe, es war mehr eine Wahlveranstaltung statt ein wirklicher Austausch.
    Der Vorstand verschließt sich gänzlich der derzeit herrschenden Realität. Die besagt aber nunmal, dass in der Abschlusstabelle der vergangenen Saison nur drei Vereine unter den ersten 10 Platzierungen waren, welche komplett Investoren frei sind. Und auch von diesen 3 Vereinen hat es nur Gladbach geschafft sich unter den ersten 10 festzusetzen. Bedeutet also, ein wirkliches etablieren unter den ersten 10 ohne Investoren ist statistisch gesehen, äußerst gering

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      • Gerd1948 sagte:

        Da fand ich eher seinen 2.Absatz besser, denn wo bitte sind die guten Argumente für einen Investoreneinstieg? Dieses bedingungslos auszuschließen kann man durchaus beanstanden und auch als Strategie des Vorstandes auslegen es sich nicht mit der von Haarspalta angefügten Struktur zu verscherzen. Selbstredend darf man auch anzweifeln, dass der FC es schafft etwa 25 Millionen jährlich zu erwirtschaften, aber lediglich aus der Tatsache heraus , dass man mit einem Investor wohl auf einen Schlag heraus zu schließen, dass man wettbewerbsfähiger wäre, ist nicht richtig. Es ist aber schon sehr plump zu behaupten, dass ein Investor zwangsläufig Rendite erwartet, wenn jemand das Gegenteil behauptet. Wenn jetzt aber einfach behauptet wird, dass das Ganze lediglich eine PR Aktion seitens des Vorstandes war, sehe ich ein Versäumnis der über 200 Mitglieder, die diese sicher hätten verhindern können mit kritischen Fragen etwa warum man Investoren gänzlich ausschließt. Ja, der Vorstand hat eine Chance verstreichen lassen interessiert zu sein am offenen Dialog, aber da darf man schon mal mutmaßen, dass das auch nicht angedacht war. Gut ist einfach, dass eben kein einer mehr 14,3 % der Stimme hält ohne dass er als Investor hilft. Ich bin gespannt ob in 8 Wochen jemand ein Konzept für einen alternativen Weg vorstellt, denn wenn nicht hieße es, dass man den 7- Jahresplan mehr oder weniger zähneknirschend abnickt.

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  2. Haarspalta sagte:

    Dieser Stammtisch war eben eine PR-Veranstaltung und kam mit Ausnahme der ausgewiesenen und ignorierte Experten auch nicht über das zu erwartende Stammtischniveau hinaus.
    Die Argumentationslinie ist nunmal nicht sachlich geprägt, sondern rein emotional.
    Schade um das Geld. Das hätte man sinnvoll für den Verein oder gleich karitativ nutzen können.

    Der Vorstand kann im übrigen ja auch nicht FÜR Investoren sein, denn dann wäre er zügig weg. Die Abhängigkeitsstruktur im Verein ist bekannt: „aktive“ Fanszene > Mitgliederrat > Präsidium
    Und die Satzung wurde erfolgreich so festgelegt, dass sich daran kaum etwas ändern lässt. Zur Not legt man Abstimmungen halt mitten in die Nacht und nennt es „Demokratie“.

    Insofern können wir uns auf die JHV freuen, wo dann der Antrag durchgewunken wird, dass schon bei 1%-Anteilverkäufe ein Mitgliederentscheid notwendig ist.
    Immerhin ist das Thema dann ein für allemal vom Tisch und auch die realistischeren Geister müssen sich nicht mehr mit Investoren befassen. Dafür aber in ein paar Jahren aber mit einem Magenta-Abo oder wo auch immer die unteren Ligen dann laufen.

    Und so geht der Verein zugrunde – unter donnerndem Applaus.

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  3. MarvDoe sagte:

    Bei diesem Kommentar Herr Merten fehlen einige wichtige Punkte.
    1. Die Haltung zum Thema Investoren vom Vorstand und Mitgliederrat ist bekannt, aber dieser Mitgliederrat wurde von den Mitglieder aufgestellt und gewählt. Und dieser Vorstand wurde von dem Mitgliederrat aufgestellt und schließlich von allen Mitglieder, die Interesse an der Abgabe Ihrer Stimme haben gewählt.

    2. Es wird immer wieder von Vorstand und Mitgliederrat betont, dass die Mitglieder entscheiden und die meisten Mitglieder wollen keinen Investor! Dies hat auch gestern die Veranstaltung wieder gezeigt.

    3. Eine Forschung die ergibt, dass Investoren überraschend selten auf wirtschaftlichen Renditen aus sind habe ich zuvor auch noch nie gehört. Ein Investor ist ein Begriff der genau das beschreibt. Eine hohe Auszahlung am Anfang einer Laufzeit muss sich rentieren und umso geringer die Amortisationsdauer ist und der Investor mit Gewinn wieder aussteigen kann umso besser (kurzfristiger Erfolg ist da wichtig).

    4. Das Hauptproblem wieso der 1. FC Köln da steht wo er finanziell und sportlich steht hat Carsten Wettich deutlich angesprochen. Es wurde ein nicht effektiv gewirtschaftet. Mit viel Geld wenig erreicht. Das muss sich verbessern u.a. durch Spielerverkäufe wie Sebastiaan Bornauw: 8,25 Mio Anschaffungskosten mit 5 Jahres Vertrag beim Verkauf zwei Jahre später zu einem Restbuchwert von 4,95 Mio und einem Erlös von 13,5 Mio durch den Verkauf entspricht dies eine EK-Steigerung von 8,55 Mio Euro (abzüglich Abgaben an Anderlecht, falls vorhanden).

    5. „Man springt einem abfahrenden Zug nicht hinterher, sonst landet man im Gleis“
    Angeblich können wir ohne Investor sportlich nicht anschließen, aber Gleichzeitig behaupten die gleichen Leute der Zug zu den CL Vereinen ist sowieso abgefahren.

    Fazit: Wir sollten mehr Zusammenstehen und dafür stehen wer wir sind und unsere Wettbewerbsvorteile daraus ziehen. Der Plan des Vorstands scheint gut durchdacht und nicht zu überheblich, sondern realistisch. Lasst nicht den gleichen Fehler machen wie andere Vereine und uns einen Investor ins Boot holen!
    Zum Glück sind wir ja im Fußball und da sind auch immer wieder Wunder möglich wie Platz 5 in 16/17.

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    • FC Neukoelln sagte:

      Hallo MarvDoe, dann erkläre mir doch mal bitte einen ganz wesentlichen Baustein in der Finanzplanung des Vorstandes zum Erreichen der Zielvorgabe „Stammplatz BL-Top-10 innerhalb der nächsten 7 Jahre“. Ich hatte mich gestern bereits ausführlicher dazu geäussert und copypaste hier einfach mal das bereits Geschriebene. Es geht explizit um meine Zweifel an der Integrität des Vorstandes, die sich unter anderem nähren aus:

      „– einem 7-Jahres-Plan, der den Top-10-Spieleretat der Zukunft (genannt wurden hier 80Mio) am Ist-Zustand bemisst und dabei sämtliche Dynamik einer weiterhin exponentiellen Entwicklung komplett vermissen lässt. Zum Vergleich: der Etat vor 7 Jahren des Tabellen-10. (VfB Stuttgart) lag noch bei 33Mio – wir reden hier also von einer Steigerung um den Faktor 2,4. Diesen auf die derzeit veranschlagten 80Mio gerechnet würde in weiteren 7 Jahren einen Bedarf von 192Mio bedeuten. Eine bereits heute absehbare, zukünftige Finanzlücke von 112Mio, also Peanuts. All das präsentiert von Ecki Sauren, der auf seiner eigenen Website von sich selber behauptet: „Sauren ist der führende Spezialist für qualitative Fondsanalysen und einer der erfolgreichsten Dachfonds-Manager Europas.“ Oha!“

      Soweit ich weiß wird auf diesen elementaren Punkt mit keiner Silbe eingegangen. Oder hast Du da andere Infos?

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      • MarvDoe sagte:

        Dazu wird es bestimmt mehr Infos auf der kommenden MV geben. Was ich bisher mitbekommen habe ist, dass ein KfW-Kredit bei der Hausbank aufgenommen wurde der bis 2027 läuft. Außerdem kommt ein Mezzanie-Kredit ins Spiel (Geldgeber ohne Mitspracherecht). Dadurch und durch diese weitere Einnahmen wie Spielerverkäufe (+21,75 Mio €) lassen uns vom Etat er zu den Top 10 kurzfristig aufschließen. Jedoch können Kredite keine Dauerlösung sein.
        Bis 2027 werden wir auf Spielerverkäufe wie diesen Sommer, sowie andere Einnahmequellen wie Sponsoren, steigende TV-Einnahmen, Mitgliedsbeiträge angewiesen sein um dieses Ziel zu erreichen und die von dir ausgerechnete Finanzlücke zu schließen. Und natürlich sportlicher Erfolg. (ohne den geht ja sowieso nichts).
        Das wichtigste dabei ist endlich effizientes wirtschaften statt Überwirtschaften.
        Diesen Sommer haben wir 21,75 Mio € durch den Verkauf von wichtigen Spielern eingenommen. Trotzdem stehen wir sportlich jetzt viel besser da und werden hoffentlich auch besser vielleicht sogar deutlich besser dastehen als letzte Saison. So wird effizient gearbeitet.
        PS: Gibt dem Herr Sauren und dem Rest doch noch was Zeit. Schließlich waren 1,5 Jahre von 2 Jahren Amtszeit auch durch Corona nicht leicht etwas aufzubauen.

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        • kalla lux sagte:

          2 Fragen:
          Bis 2027 werden wir auf Spielerverkäufe wie diesen Sommer
          Welche Spieler soll den das sein, der bis dahin jeder Jahr 20-25 Millionen generiert ??
          Ohne Investitionen, keine Gewinne. Nur auf die Jugend da zu spekulieren ist eine Illusion!

          Trotzdem stehen wir sportlich jetzt viel besser da und werden hoffentlich auch besser vielleicht sogar deutlich besser dastehen als letzte Saison. So wird effizient gearbeitet.

          Aha das ist also nach 3 Spieltagen Fakt!
          Oder nur reine Spekulation?
          Alles was du bis jetzt als Pro Vorstand als Argumente geschrieben hast sind reine Spekulationen.
          Vielleicht solltest du und der Vorstand an die Börse gehen.
          Da ist das spekulieren erwünscht!

          Und noch eins, wie kann ein Vorstand der für eine begrenzte Zeit gewählt ist , einen 7 Jahres Plan schmieden?
          Bei den bisherigen Leistungen ist die Wiederwahl wohl eher das was du hier machst! Spekulativ!!!

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          • MarvDoe sagte:

            Ich kann nicht die Glaskugel schauen, aber Shikri wäre einer wenn du ein Beispiel brauchst.
            Es ist genauso spekulativ zu behaupten „ohne Investion keine Gewinne“
            Mit Geld muss man umgehen können um Gewinne zu erzielen.

          • kalla lux sagte:

            Shkiri ist aber eine Investition vom Sonnengott gewesen.
            Und der konnte alles, aber nicht mit Geld umgehen!
            Und wen man oben den Artikel liest, ist ja noch nicht mal Geld für die Umstrukturierung des Scoutings da.
            Also woher kommen den jetzt die Spieler die 20-25 Millionen im Jahr an Einnahmen bringen sollen?
            Also was ist falsch, an Investoren die sich an Spielereinkäufen beteiligen und dann beim Verkauf mitverdienen.
            Man muss immer das für und wieder sehen.
            Aber nur Glaskugel Zukunft passt schon irgendwie zu den
            3 Affen.

          • MarvDoe sagte:

            Hättest du die Veranstaltung am Sonntag gesehen und ein bisschen aufgepasst in den letzten Jahren, dann wäre dir klar was gegen Investoren beim FC spricht.
            Übrigens ist das ein Kommentar und kein Artikel von Herr Mertens.
            Wer will den hier eine Voraussage aus der Glaskugel ?

    • FC Neukoelln sagte:

      Oder auch:

      „– einem 7-Jahres-10-Punkte-Plan, der in Ermangelung eines sinnhaften Punktes 10 sich einen angeblichen „Zielmarkt Japan“ erschüttelkrampft. In Japan ist Baseball die Sportart Nummer 1. Darüber hinaus hatte der FC seit knapp 30 Jahren genau 6 internationale Auftritte, allesamt in der Hinrunde 2017, die Ergebnisse sind bekannt. Auch hat der FC keinen einzigen Japaner im Kader. Hier auch nur as Wort „Markt“ in den Mund zu nehmen ist ein Affront gegenüber jeglicher japanischer Höflichkeit. Mal andersrum gefragt: wer hier hat bzw. kennt jemand, der ein Trikot besitzt der Yomiuri Giants, Yakult Swallows, Hanshin Tigers, Kochi Fighting Dogs oder der Tohoku Rakuten Golden Eagles? Allesamt Top-Teams der japanischen Baseball-Liga…“

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          • MarvDoe sagte:

            Bei dir klingt es nach Bildleser was du schreibst.
            Solltest mal eher die Glaubwürdigkeit deiner Quellen prüfen und keine Behauptungen ohne Belege aufstellen.

          • Boom77 sagte:

            Welche unglaubwürdigen Quellen? REWE ist „nur“ Hauptsponsor oder willst Du das abstreiten? Deren Vorstandsvorsitzender sitzt im Gemeinsamen Ausschuss und hat damit Stimm- und Mitspracherecht oder willst Du das auch abstreiten? Das steht auch alles im Artikel oben und nicht in der Bild. Es entspricht auch der Wahrheit.

            Die „Investorengegner“ argumentieren mit Mitsprache- und Stimmrecht des Investors und verkennen, dass bei uns schon seit Jahren ein Hauptsponsor Mitsprache- und Stimmrecht hat. Echt ein Witz.

    • Haarspalta sagte:

      zu 1) wen hätte man sonst wählen sollen? Die Herren waren ja – wie man heute so schön sagt – alternativlos.

      zu 2) mir wäre dazu keine Urabstimmung aller Mitglieder bekannt. Die wäre nämlich auf einer JHV mangels Platz gar nicht durchführbar. Fakt ist, dass die im Verein tonangebende Mehrheit der „aktiven Fanszene“ keine Investoren möchte. Was die Mehrheit der Mitglieder in Wirklichkeit will, ist völlig unbekannt.

      zu 3) Der Begriff „Investor“ ist im Falle von Fußballvereinen eigentlich eher unpassend, weil er falsche Erwartungen weckt. Es geht hierbei eben nicht um Rendite sondern um den Einsatz von monetärem Kapital zur Erlangung symbolischen Kapitals in Form von Einfluss, Ansehen, Bekanntheit, PR, Freizeitvergnügen usw.
      Es glaubt doch wohl niemand ernsthaft, dass Kühne und Windhorst, aber auch Abramowitsch und Al-Khelaifi irgendwelche (gar kurzfristigen) Rendite aus ihren Vereinen generieren. Bestenfalls steigert sich auf Dauer der Wert der Vereine und bei einem Anteilsverkauf holt man ein irgendwann gewissen Gewinn raus. Aber als ob solche Leute ihr Geld nicht in schnellere und gewinnbringendere Projekte hätten investieren können…

      zu 4) Und wenn wir unser EK durch eine Investition von außen steigern würden, stünden wir natürlich schlechter da oder was?

      zu 5) Ich hätte noch niemanden getroffen, der behauptet hätte, der Zug der CL Clubs sei abgefahren. Im Gegenteil, RBL und PSG zeigen ja in den letzten 10 Jahren, dass mit genügend Kohle eine entsprechende Entwicklung drin ist. Gefällt mir das? Nein! Aber so ist die Welt nunmal.

      Und zum „Wunder von 16/17″… wir haben ja alle gesehen, wohin das führt…

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      • MarvDoe sagte:

        1.) hättest ja wen aufstellen können mit genügend anderen Mitgliedern.
        2.) eine Urabstimmung dazu steht aufgrund der Satzung auch nicht zur Debatte. Wer seine Stimme nicht abgibt selber Schuld. So ist es überall im Leben. Wenn am 26.09 nur ein geringer Anteil wählen gehen sollten, dann stellen diese Wähler die Grundgesamtheit dar aus der sich die Prozente für die Parteien zusammensetzen. (kurz gesagt: Demokratie)
        3.) Am Ende des Tages geht es immer ums Geld (gerade bei diesen Leuten) Allein schon deine genannten Begriffe: Einfluss, Ansehen, Bekanntheit, PR sind alles Begriffe, welche die Rendite möglicherweise in anderen Bereich erhöhen durch (Leute sollen gelockt werden um Urlaub in Katar zu machen) Durch die WM und das Engagement bei PSG gibt es den Einfluss, die PR, usw.

        4.) Wenn es sich um eine Investition handelt stehen wir kurzfristig besser da, aber langfristig werden uns die Geldhähne, wenn es sich rentiert hat zugedreht und die Anteile verkauft.

        5.) Da sind wir wieder beim Thema kurzfristiger Erfolg. Du willst auch einer derjenigen sein die sich jetzt sportlichen Erfolg erkaufen, aber es ist doch viel geiler sich das zu erarbeiten. Ok CL Sieger der Deutscher Meister wird man vielleicht nicht in den nächsten 10 Jahren, aber das erwartet auch niemand bei der Konkurrenz. Zumal sich deine genannten Clubs über Gesetze und Ethik hinwegsetzen und eigentlich so gar keine Lizenz haben dürfen.
        RB nicht wegen 50+1 und PSG nicht wegen FFP. Ja Geld macht auch das möglich, aber bevor ich ein PSG werde und keine Kampagnen mehr für ein weltoffenes Köln („Lebe wie du bist“) machen kann, da spiele ich lieber finanziell erstmal in den nächsten Jahren in der unteren Hälfte der Tabelle mit.

        PS: Genau deswegen denk mal über deine kurzfristigen Ansichten nach. Es wurde zu viel Geld falsch angelegt und so ineffizient gearbeitet wie lange nicht mehr in der BL.
        Deswegen nicht kurzfristig viel Geld generieren und damit in die obere Etage der Tabelle einkaufen, sondern nachhaltig und effizient wirtschaften um langfristig unabhängig erfolgreich dazustehen.

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          • Haight sagte:

            Sie haben den Vergleich mit der Bundestagswahl gezogen, nicht ich! Also kommen Sie mir jetzt nicht mit so eine überspitzten Frage.
            Sie zeigen hier offensichtlich ein Missverständnis gegenüber dem Thema Demokratie und eine Geringschätzung gegenüber Personen, die eben nicht in Köln oder Umgebung wohnen, jedoch Teil der FC-Familie sind.
            „Wer seine Stimme nicht abgibt selber Schuld.“ Ihre Meinung würde ich gerne mal sehen, wenn es hieße, dass am Tag der Bundestagswahl, der mitten in der Woche stattfindet, alle zwischen vielleicht 8:30 Uhr oder auch später nur in Berlin ihre Stimme abgeben dürften.

          • Jose Mourinho sagte:

            Bei jedem Dackelclub konnten die alten Herrschaften den Vorstand wegen covid zuletzt u.a. per Brief bestimmen. Warum genau sollte das beim FC nicht gehen?

          • MarvDoe sagte:

            Es wird doch jedem die Möglichkeit gegeben seine Stimme abzugeben. Gerade bei der letzten MV war dies sogar ortsunabhängig Möglich. Es scheint Ihnen halt einfach nicht wichtig genug zu sein.
            Ich könnte noch viele weitere Vergleiche nehmen, aber Sie würden wohl jeden ins lächerliche ziehen.
            Es gibt auch viele Leute die von weit außerhalb Kölns immer wieder zu Heimspielen und Versammlungen kommen nur mal so. Die Entfernung ist einfach nur eine gefundene Ausrede. Akzeptieren Sie einfach mal das Ihre Meinung nicht der Mehrheit entspricht.

          • Haight sagte:

            @Marv
            „Es wird doch jedem die Möglichkeit gegeben seine Stimme abzugeben.“ Das ist ja auch das Mindeste! Geben Sie den Menschen dann auch ein wenig Zeit, sich an daran zu gewöhnen. Vielleicht würde es auch helfen, mehr Menschen, die momentan noch nicht so interessiert sind, dafür zu begeistern, damit die Qualität der Entscheidungen erhöht werden kann. Die war ja jetzt nicht so berauschend.

            „Ich könnte noch viele weitere Vergleiche nehmen, aber Sie würden wohl jeden ins lächerliche ziehen.“ Wenn Sie mir jetzt noch sagen können, was ich morgen essen möchte, dann sagen Sie mir das bitte. Dann gehe ich nämlich noch zum REWE einkaufen. Ich bin nicht schuld, wenn sie kein gutes Beispiel finden.
            Maßen Sie sich doch bitte nicht an, die Situationen und Entscheidungen von Menschen zu bewerten. Wenn alle Mitglieder gleichzeitig ins Stadion wollten und Sie nur jedes zweite Heimspiel betrachten könnten, wäre Ihnen das sicherlich auch nicht recht. Akzeptieren Sie einfach, dass Sie eines von 110.000 Mitgliedern sind. Nur weil Sie denken, für andere sprechen zu können, bedeutet es noch lange nicht, dass es keine anderen Meinungen gibt. Vielleicht doch mal aus dem Dunstkreis austreten und neu Leute kennenlernen.

          • Boom77 sagte:

            Ja, auf Briefwahl oder eine online-Abstimmung sollte der FC auf jeden Fall setzen.

            Im Übrigen hast du hier den unhaltbaren Vergleich zur Bundestagswahl gezogen.

          • MarvDoe sagte:

            @Haight

            https://fc.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Satzung_1._FC_Koeln_DIN_A6_03_2020___geschuetzt.pdf

            Ich lege dir einfach mal unsere Satzung ans Herz.

            Die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung ergibt sich aus dieser Satzung. Die Mitgliederversammlung ist insbesondere zuständig für

            a. die Wahl und Entlastung des Vorstands;

            b. die Wahl und Entlastung des Mitgliederrats;

            c. die Wahl und Entlastung der Wahlkommission;

            d. die Entlastung des Gemeinsamen Ausschusses;

            e. die Änderung der Satzung;

            f. die Auflösung des Vereins;

            g. die Erteilung der Zustimmung zu Maßnahmen gemäß § 21.3.

            Die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung ergibt sich aus dieser Satzung. Die Mitgliederversammlung ist insbesondere zuständig für

            a. die Wahl und Entlastung des Vorstands;

            b. die Wahl und Entlastung des Mitgliederrats;

            c. die Wahl und Entlastung der Wahlkommission;

            d. die Entlastung des Gemeinsamen Ausschusses;

            e. die Änderung der Satzung;

            f. die Auflösung des Vereins;

            g. die Erteilung der Zustimmung zu Maßnahmen gemäß § 21.3.

            Nur weil Leute wie du meinen Dinge müssen von heut auf morgen anders gemacht werden kann man das nicht einfach machen. Dafür gibt es die Satzung.

          • Haight sagte:

            @Marv
            Es geht nicht darum, „von heute auf morgen“ Dinge durchzusetzen. Das habe ich auch nicht geschrieben.
            Gleichwohl wäre eine Satzung ja auch veränderbar und sollte doch zum Wohl des Vereins und dessen Mitglieder gestaltet sein oder bist Du da anderer Meinung?

            Um es einmal auf den Punkt zu bringen: Ich bin für moderne und zeitgemäße demokratische Verhältnisse, in denen die Mitglieder animiert werden (auch untereinander), sich, wenn zum Schluss auch nur durch Abstimmungen, einzubringen und das auf eine möglichst einfache Weise.

        • Gerd1948 sagte:

          Kurzfristig viel Geld generieren verbietet aber kein nachhaltig gutes Arbeiten mit diesem u.a. Wichtig wird immer sein, wie man mit dem vorhandenem umgeht. Wenn du dir Leute an die Backe heftest, die den FC als Durchgangsstation ihrer eigenen Vita betrachten, dann hast du schon verloren bevor was in Gang gebracht worden ist. Der jetzige Vorstand hat ja eine Chance verdient ihre Ziele zum Wohle des Klubs umzusetzen, aber er tritt nicht zum ersten Mal die Wählerschaft mit Füßen in dem er eben alles andere als Transparenz zeigt. Eines der Wahlversprechen. Ich halte auch den Vorschlag der Satzungsänderung für ein Bonbon, dass sich möglicherweise später als unverdaulich heraus stellen könnte.

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        • Haarspalta sagte:

          Danke, dass du nichts von dem, was ich geschrieben habe widerlegt oder gar verstanden hast. Was du bringst, sind reine Strohmannargumente.

          Aber gleich den Moralischen rausholen und mir mit auf den Weg geben, meine Einstellung zu überdenken. Von der ich übrigens nirgends schreibe, dass sie pro Investor wäre. Aber dafür hätte man ja lesen und verstehen müssen…

          So geht Diskussionskultur beim FC 2021!

          moderated
      • MountainKing sagte:

        Die Super League hat doch gezeigt, daß es den Investoren eben doch genau darum geht: Finanzielle Rendite.

        Und auch in den Fällen, wo sich Investoren/Besitzer nicht in cash auszahlen lassen, erhalten sie geldwerte Vorteile, die sie anderswo bezahlen müssten, in erster Linie Sichtbarkeit und PR. Das gilt für die Telekom genauso wie für VW oder Bayer.
        Die Kühnes und Abramowitschs, die einfach mal gerne Real Life Football Manager spielen möchte, sind unter den Investoren Randerscheinungen. Auch ein Hopp hat das Projekt Hoffenheim für sich profitabel gestaltet.

        Auch Windhorst hat nicht sein eigenes Geld in die Hertha gesteckt, sondern das Geld seiner Investment-Gesellschaft, die nach der ein oder anderen Insolvenz und Rebranding-Aktion mittlerweile unter dem Namen Tennor Holding firmiert. Dudes, die über eine Investment-Firma und nicht unter ihrem eigenen Namen investieren, sind wohl eher nicht an „sozialer Rendite“ interessiert.

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          • Boom77 sagte:

            Keine Frage. Da hast Du recht. Barca kann sich nicht mal mehr ablösen für Spieler leisten. Madrid, das so gejammert hat, dass es kurz vor der Pleite steht und deshlab dringend die Super League zum überleben brauche, war wenige Wochen später ohne Super League in der Lage, ein Angebot für Mbappe über € 200 Mio. abzugeben… auch ein Witz.

            Es ging mir nur darum, aufzuzeigen, dass die „Investorenclubs“ die ersten waren, die von diesem Zug abgesprungen sind, weshalb man die These von MountainKing so nicht stehen lassen kann. Einzig Juve , welches nicht mehr in Clubbesitz ist, ist da verblieben.

    • Gerd1948 sagte:

      „Die Interesse an der Abgabe ihrer Stimme hatten“, dies wäre eine dreiste Lüge käme diese aus dem Vorstand MarvDoe. Die Mitglieder dürfen zwar demokratisch entscheiden, aber eben nur dies, was sie an Häppchen vorgesetzt bekommen. Im jetzigen Beispiel wie der Vorstand (von der Mehrzahl der Stimmen) gewählt wurde hätte man auch einen Donald, Dagobert und Goofy wohl abgenickt immer unter der Voraussetzung, dass alle anderen etwaigen Kandidaten so halbherzig als Gegenkandidat auftreten.
      Der FC will unter die ersten 10 und da ist es realistisch zu behaupten, dass man mit den CL Plätzen langfristig nichts zu tun haben wird. Von daher widerspricht sich die Aussage nicht. Dass der Spieler wirtschaftlich ein Glücksfall war ist unbestritten, aber anscheinend war es ja auch fast ausschließlich Glück. Ist ja löblich dass Wettich erkannt hat, dass man ( das sollte wohl einige schlechte Jahre heißen) schlecht gewirtschaftet hat, aber es wird nicht offen gelegt, wie man sich personell besser aufstellen will, dass es nicht mehr nur pures Glück ist gute Spieler zu gewinnen. Es sei denn die von Marc L. Merten angeschnittene Prozedur der Digitalisierung wirft schnelle Rendite ab, allein der Glaube fehlt mir.

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      • MarvDoe sagte:

        Stell doch einen anderen Vorstand bei der nächsten Wahl vor.
        Wenn sich nur eine Person als Bundeskanzler aufstellt, dann kann man diese Person wählen oder sich enthalten. Der Vorstand wurde von der Mehrheit gewählt und zuletzt noch entlastet.
        Der ganze Prozess der Spielerverpflichtungen muss sich ändern. Weg vom: wir nehmen die Spieler die uns von Berater teuer vorgesetzt werden und hin zum professionellen Scounting von jungen und/oder ablösefreien Spielern. Dieser Sommer hat gezeigt wie es laufen kann. Man steht trotz Verkauf von wichtigen Spieler aktuell besser dar, weil man gute Spieler umsonst geholt hat und weiter auf die Jugend setzt.

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        • Gerd1948 sagte:

          Auch da muss man relativieren. Nach dem Abgang von Cordoba hatte der FC so gut wie keinen Unterschiedsspieler mehr in der Mannschaft und es war folgerichtig dies Geld zu reinvestieren. Dieses Jahr ist es was anderes, da man sich in der Lage wähnt die 2 relevanten Abgänge Jakobs und Bornauw im Kader auffangen zu können sowie kleineren Nachbesserungen mit Hübers und Kilian. Als Jakobs Ersatz waren ja ursprünglich Katterbach und Horn eingeplant aber selbst der Trugschluss wurde aufgefangen. Dieses Jahr bietet sich eine große Chance bei einigen Spielern den Wert zu steigern. Das schafft man nicht, wenn man wie letztes Jahr ab Spieltag 1 dem Nichtabstieg hinterher läuft. Steigen wir auch dieses Jahr nicht ab stehen wir noch um einiges besser da, weil Heldt und Jakobs insgesamt gute Arbeit geleistet haben was die Kaderzusammensetzung betrifft.

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        • Jose Mourinho sagte:

          Die Antwort kommt ja immer. Mach Du das doch, wenn es Dir nicht gefällt. Damit macht man es sich sehr einfach, wohl wissend, dass es sooo einfach für normale Mitglieder nicht ist. Wenn es ein Gremium im Club gibt, dass ein Vorschlagsrecht hat, warum sollte das nicht auch zwei Vorschläge machen können. Von mir auch könnte man bei unseren zahlreichen Gremien auch einfach zwei davon mit der Vorstandskandidatensuche beauftragen. Dann wäre der Name Wahl auch berechtigt und man könnte sich Argumente sparen, wie bei Wettich, als es hieß: bedenken Sie, wenn Sie den nicht wählen dann rückt ein x-beliebiger aus dem MR nach! Richtig, aber ist das eine Basis für einen Vizepräsidenten? Konkurrenz belebt das Geschäft und eine Wahl ohne Wahl hinterlässt die Leute unzufrieden. Bei uns im Club gibt es immer Fraktionen, die sich gegenseitig nicht ausstehen können und versuchen, mit allen Mitteln ihre Leute durchzupressen.

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          • Gerd1948 sagte:

            Das ist das ,was ich mit den Häppchen meinte. Du bekommst was hingeworfen, es wird als „Wahl“ bezeichnet. Man könnte das Wort Häppchen auch mit Kröten ersetzen, die es zu schlucken gilt.

  4. andi sagte:

    Ixh sehe die Investorenfrage auch kritisch. Mit meiner Meinung möchte ich auch nicht weit ausholen. Aber richtig ist 80% der investorenvereine stehen in der oberen Tabellenhälfte. Aber mit z.B. mit Hamburg und Schalke gingen zwei dieser Vereine in Liga zwei und in Berlin brennt auch schon der Baum. Also muss man mit diesem Geld auch sinnvoll und nachhaltig umgehen können. Vlt. traut man sich das hier einfach nicht zu. Und im Geld verschleudern sind wir schon lange Championsleague mässig unterwegs. Unsere Clubleitung .möchte ohne Investor gute Zeiten erreichen, dass ist keine schlechte Idee und ich ihnen dabei viel Glück.

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    • Gerd1948 sagte:

      Unterscheide bitte zwischen Vereinen wie München, Frankfurt auf der einen Seite (strategische Partner) und Hamburg ,Schalke, Berlin (Investoren) andi. Diesem Modell Anteile an strategische Partner iwann mal in Betracht zu ziehen steht ja kein Veto entgegen. Es handelt sich ausschließlich um Investoren, die ein Mitspracherecht einfordern würden denen man sich kategorisch verschließt.

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    • Jose Mourinho sagte:

      Richtig, Schalke und Hamburg haben es verkackt. Daran ist doch aber nicht das zusätzliche Kapital schuld, sondern die handelnden Personen. Ich sehe es so: Kompetentes Personal kann im Geschäft Fußball mit Kapital durchaus höhere Ziele erreichen, aber ohne Kapital nur unter äußerst perfekten Umständen. Es wird ja gerne Freiburg genannt, aber sonst fällt einem kaum jemand ein, wo das längerfristig klappt. Inkompetentes Personal kann dagegen mit oder ohne Kapital ohne jede Menge Glück nicht viel erreichen. Geht man davon aus, dass die Handelnden des FC mit Geld ohnehin nichts gescheites anstellen können, sind Investoren natürlich abzulehnen. Und mit unseren Strukturen – der MR wählt (in seiner Geschichte eher wenig kompetente) Vorstände aus und die werden dann auf Teufel komm raus durchgepresst – wir das mit der Kompetenz schon mal schwierig. Ob es ernsthaft interessierte Investoren überhaupt gibt, weiß ich nicht, da es ein Tabuthema ist. Folglich habe ich wenig Hoffnung, dass hier langfristig Erfolg in den Laden kommt.

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      • kalla lux sagte:

        Daumen hoch (❁´◡`❁)
        HSV,S04 und Hertha hatten eigentlich auch kein richtiges Konzept.
        Selbst unser verhassten Bayer Pillen haben ein Konzept und das erwirtschaftet sogar Reingewinne!
        Da wird Jung und schnell,hochtalentiert gekauft und später teuer verkauft,
        Das selbe beim BVB und Brause.
        Selbst die Hochgelobten Freiburger bedienen sich gern mal in Liga2!
        Das ist was ich seit Monaten bemängele, ohne Investition kein Gewinn.
        Aber dafür muss halt ein Konzept da sein.
        Und das Konzept mit der Jugend ist ja Lobenswert.
        Aber wäre das so einfach, warum machen das nicht auch die „Großen“ ?
        Und wer im Ernst glaubt, wir generieren mit unserer Jugend jedes Jahr 20-25 Millionen, bis es uns wieder gut geht.
        Der ist irgendwie mit dem Werkzeug für Nägel behauen!

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        • MountainKing sagte:

          Bayer kann diese Wetten auf junge Spieler allerdings auch risokofrei eingehen, weil im Zweifelsfall der Konzern genug Kohle nachschießt.

          Die können einen Paulinho für 18,5 Millionen kaufen und in 3 Saisons genau 3-mal einsetzen und sich trotzdem auf die Schulter klopfen, wenn der in 1-2 Jahren für 40 Millionen verkauft wird. Wenn der FC ein Talent für 5 Millionen holt, das nicht in der ersten Saison voll einschlägt, droht direkt der Abstieg.

          Und von RB, die sich 3 Extra-Teams leisten, in der sie 30-40 Spieler testen und entwickeln können, und sich dann einen auf ihr super Scouting runterholen, wenn aus dieser Masse dann wirklich mal jemand einschlägt, brauchen wir gar nicht anfangen.

          BVB spielt auch in einer anderen Liga. Man braucht keinen Mislintat um zu sehen, daß Typen wie Sancho , Bellingham oder Haaland mal richtig große Spieler werden. Deswegen sind die auch schon als 17-jährige weit außerhalb der Reichweite von Gurkentruppen wie dem FC. Mal ganz unabhängig davon, daß in einer Mannschaft wie dem FC auch ein Sancho nicht so performen kann, daß er 100 Millionen Marktwert erreicht.

          Wenn, dann sollte man sich an Mainz, Freiburg und mitterweile Stuttgart orientieren. Die Regelmässigkeit mit der die Spieler entdecken, die finanziell unsere Kragenweite wären, und nach wenigen Jahren für gutes Geld verkauft werden können, ist so hoch, daß das nicht mehr mit Zufall erklärt werden kann.

          Auch das Konzept FC Midtjylland, die datenbasiert Spieler finden, die deutlich besser als ihr aktueller Marktwert sind, sollte Vorbild sein.

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          • Marcel sagte:

            Da fühle ich mich aber mal genötigt, meinen Senf dazu zugeben. Hier so zu argumentieren als wäre die Förderung von Top Talenten bei den von dir erstgenannten drei Vereinen eine Selbstverständlichkeit nur weil sie Geld haben ist aus meiner Sicht grober Unfug. Natürlich ist das Geld sehr nützlich und kann auch Abläufe vereinfachen. Aber deshalb ist es noch lange kein Selbstläufer. Die Vereine können zurecht stolz auf ihre Talentförderung und ihren sportlichen Erfolg sein. Diese Dinge haben sie nicht nur durch Geld erreicht sondern auch durch schwere und harte Arbeit. Dort weiß man exakt was man mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln anstellen muss. Interessant finde ich, dass du Stuttgart als positives Beispiel nennst was das Spielerscouting betrifft. Immerhin hat der VFB Anteile verkauft und ist somit kein Investoren freier Verein mehr. Auch bei dem von dir angesprochenem Projekt beim FC Midtjylland stecken Investoren dahinter. Auf anderem Wege wäre der sportliche Aufstieg des Vereins gar nicht möglich gewesen. Dies ist sogar ein positives Paradebeispiel was Investoreneinstiege bezwecken können.

          • MountainKing sagte:

            Bayer und RB fördern doch keine Talente. Die lassen andere Vereine fördern und kaufen dann die quasi fertigen Jungs, wenn sie 17 oder 18 sind.

            Der BVB hat zumindest ab und noch mal jemanden dazwischen, der auch tatsächlich mehr als 6 Monate in den eigenen U-Mannschaften gekickt hat.

            Und es ist schon relativ bezeichnend, wenn offenbar nicht zwischen guter Jugendarbeit&Scouting und Investoren unterschieden werden kann.

          • Marcel sagte:

            Und auch diese Aussage ist einfach falsch. Alleine Bayer bringt regelmäßig Top Spieler hervor welche in der eigenen Jugend ausgebildet worden sind. Havertz, Henrichs, Kampel. Um nur ein paar zu nennen. Alle in der Bayer Jugend ausgebildet. Leverkusen leistet hervorragende Nachwuchsarbeit. Bayer ist ein Paradebeispiel dafür was man mit wirtschaftlicher stärker und sportlichem Know how erreichen kann. Bitte nicht einfach irgendwelche Unwahrheiten verbreiten. Das tut der Diskussion nicht gut.

          • Marcel sagte:

            Gerd, erstens wollte ich mit meiner Aussage nur klar stellen, dass der Kommentar von MountainKing haltlos ist. Zweitens haben diese drei Toptalente weit über 100 Millionen € in die Kasse des Unternehmens gespült. Wie viele Vereine können das von sich behaupten? Oder anders gefragt, wie viele Topspieler hat Freiburg auf den Markt gebracht die insgesamt diese Summe eingespielt haben? Drittens gibt es noch weitere gute Spieler die in Leverkusen ausgildet wurden. Dominik Kohr, Danny DaCosta, Christoph Kramer, Gonzalo Castro etc…. Die Liste ist schier endlos… Wie ich schon sagte, Leverkusen leistet hervorragende Jugendarbeit. Wer das bestreitet hat keine Ahnung. Bayer ist wie schon erwähnt ein hervorragendes Beispiel was passiert wenn wirtschaftliche Stärke auf sportliches Know How treffen.

          • Gerd1948 sagte:

            Dass Leverkusen einen ungleich höheren Erlös bei Transfers hat ,ist der höheren sportlichen Wertigkeit geschuldet. Ja, sie haben natürlich eine gute Jugendarbeit weiterhin. Dennoch ist dies nicht der Haupteinnahmequell bei ihnen und es stimmt auch was MountainKing schreibt bezüglich des Risikos. Wen interessiert ob der nächste teuer gekaufte Spieler ein Flop wird? Dem Schatzmeister ringt das eher ein müdes Lächeln ab. Allerdings könnte man auch vermuten, dass Leverkusen gerade in Südamerika stärker vernetzt ist, wobei andererseits für uns dieser Markt preislich tabu ist. Leverkusen ist eine ganz andere Welt, für alle die da beschäftigt sind. Aber die wirtschaftliche Stärke sollte schon zuerst Einzug halten, wenn man nicht außer Acht lässt wie Bayer wirtschaftliche Stärke erreicht hat. Lass uns lieber über Modelle wie Stuttgart, Freiburg oder Frankfurt unterhalten.

        • kalla lux sagte:

          Unsere finanzielle Kragenweite:)
          Du solltest allein den Satz lesen, das der FC sich noch nicht einmal die Umstrukturierung der Scouting Abteilung erlauben kann.
          Also gibt’s keinen Verein der si schlecht aufgestellt ist wie wir und weil das so über Jahre hinweg so gehandelt wurde, bleibt eben nur noch der Investor oder Anteilsverkauf als Lösung. Alles andere ist Wunschdenken!

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      • Marcel sagte:

        Sehr richtig, viele scheinen zu denken, dass Hamburg wegen des Investoreneinstiegs abgestiegen ist. Aber wie du schon sagtest, der Abstieg war doch keine Folge des zusätzlichen Kapitals, sondern die über Jahre herrschende Inkompetenz der handelnden Personen. Ich bleibe einfach dabei, ohne Investoren ist es fast unmöglich sich dauerhaft in den Top ten zu etablieren. Das hat die letzten Jahre bisher nur Gladbach geschafft.

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        • Gerd1948 sagte:

          Marcel, dann frag dich warum es Gladbach geschafft hat. Lassen wir mal die extrem gute Finanzierung des Stadions außen vor. Sie haben es geschafft, weil Kontinuität auf den Führungspositionen vorherrscht und Fußball Sachverstand. Das bei weitem nicht jeder Transfer sitzt, sah man in den letzten Jahren häufiger. Dennoch sind sie jetzt so weit, das verkraften zu können. Das aller wichtigste bleiben die handelnden Personen. Und geh mal davon aus, dass ein Eberl nicht als Topp Manager geboren wurde.

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        • MountainKing sagte:

          Die über Jahre herrschende Inkompetenz lag vielleicht daran, daß Kühne mit seinen Millionen auch Einfluss auf die handelnden Personen und Transfergeschäfte mitgekauft hat.
          Denn erstaunlicherweise war der HSV vor den Kühne-Millionen erfolgreicher und auch regelmässig in Europa unterwegs.

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          • Marcel sagte:

            Stimmt auch wieder nicht. Kühne erwarb im Jahr 2015 Anteile am HSV. Da waren die besten Zeiten des Clubs schon wieder lange vorbei. Es wurde zwar durch sein Geld nicht besser, aber auch nicht schlechter als es ohnehin schon war.

  5. FC Neukoelln sagte:

    Der Vorstand hat natürlich alles Recht, den von ihm eingeschlagenen Weg, den Verein investorenfrei in eine bessere Zukunft zu führen vehement zu verteidigen. Denn dafür hat man ihn ja schliesslich gewählt. Ähem… stand ja auch niemand sonst zur Wahl.
    Es wäre dann aber für alle Beteiligten von Vorteil, wenn man eine vertrauenswürdige Strategie vorweisen könnte, wie man das vorgegebene Ziel (Stammplatz in den BL-Top 10 innerhalb der nächsten 7 Jahre) zu erreichen gedenkt. Leider aber stimmen viele der wirtschaftlich signifikanten Berechnungen hinten und vorne nicht. Viele der Rechnungen gehen einfach nicht auf, sind nicht zuende gedacht, weisen stümperhaften Dilettantismus auf und müssen sich den Vorwurf der bodenlosen Naivität, schlimmstenfalls sogar der vorsätzlichen Augenwischerei gefallen lassen. Die inhaltlichen Defizite sind von solcher Deutlichkeit, dass es schwer vorstellbar ist, der Vorstand wisse nicht selber um das dünne Brett, welcher er hier als echte Bank zu verkaufen beabsichtigt. Und das würde vorsätzliche Täuschung bedeuten. Zu wissen, dass man im Unrecht ist um dennoch nichts an seinen Haltungen zu ändern ist das genaue Gegenteil von Größe und an Selbstherrlichkeit, Stolz und Arroganz kaum zu überbieten. Ich fühle mich von meinem Vorstand in Teilen bewusst fehlinformiert. Darüber hinaus hat er jetzt mehrfach und unzweifelhaft dokumentiert, dass er an einer offenen Debattenkultur nicht das geringste Interesse hat.

    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich fühle mich hier wie auch im Kommentarbereich jedenfalls deutlich besser informiert als von meinem Verein. Und wer die gestrige tolle, konstruktive und respektvolle Debatte zum gleichen Thema hier im Kommentarbereich verpasst hat, dem sei sie dringlich ans Herz gelegt.

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  6. Gerd1948 sagte:

    Diese „vertrauenswürdige“ Strategie wäre z.B. was gewesen, die sich die Mitglieder hätten erläutern lassen können. Ich kann doch nicht zum Schluss einfach fragen warum ich bei einer Versammlung war die keine neuen Erkenntnisse ans Licht gebracht hat. Da muss man schon mal selbst initiativ werden und platt fragen, wie man zu der Erkenntnis kommt mit einer Summe X ( es müssen ja nicht 25 Millionen sein) nicht weiter und weiter den Zug zu verpassen. Der Vorstand scheint nämlich mehr und mehr die Ohnmacht der Fans auszunutzen weitestgehend frei handeln zu können.

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    • Norbert Furmanek sagte:

      Genau daran hakt es Gerd . Die Aussagen von Präs. Wolf bringt mich nur zum Kopfschütteln. Und das Modell z.B. Freiburg , warum wird da nicht etwas von übernommen ? Oder Union Berlin . Wie schaffen die das ? Es kann nicht sein, dass sich der FC bei Spielerverträgen so über den Tisch ziehen lässt. Solcher Art Geschenke darf es *nie* wieder geben !

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  7. Hennes48 sagte:

    FC Neukoelln, Haarspalta und Haight bringen auch nach meiner Ansicht viele richtige und bedeutende Argumente. Erschreckend finde ich ganz ehrlich, dass soooo wenige Mitglieder die eindeutig fehlenden Grundzüge einer demokratischen Vereinskultur einfach so hinnehmen. Es ist oft gesagt, aber es macht mich halt fassungslos: Wieso können in einem Club mit ca. 110.000 Mitglieder wenige Hundert Menschen mitten in der Nacht über elementare Fragen für die Zukunft entscheiden??? Wieso gibt es nicht selbstverständlich für jedes ordentliche Mitglied die Möglichkeit über das Internet oder per Post ebenfalls abzustimmen??? Ich bin sicher, allein auf diese Frage gibt es kein einziges sachliches Gegenargument!!! Dieses Verhalten lässt eher befürchten, dass „gewisse Kreise“ in großer Sorge vor der Meinung der Masse sind…
    Und nichts für ungut MarvDoe, aber ich kann Ihnen nicht im Ansatz folgen!

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    • Anti Raute sagte:

      Viele Mitglieder sind entweder nicht so interessiert an den Versammlungen und Inhalten, die zur Abstimmung kommen oder sie haben vielleicht auch keine klare Meinung zu den Dingen, die beim FC so anstehen.

      Wie viele Mitglieder von den 113.000 gar nicht stimmberechtigt? Laut meinen Infos sind das über 30.000

      Jedem Mitglied wurde bei der letzten JHV die Möglichkeit eingeräumt, online abzustimmen. Die Anwesenden im Netz war kaum höher als bei der JHW 2019 in Deutz.

      Was kann man daraus ableiten? Ich habe es oben schon geschrieben: Das große Interesse ist bei der Mehrheit der Mitglieder gar nicht so vorhanden.

      Was hindert die Mitglieder daran, zur JHV zu gehen oder online daran teilzunehmen?

      Was ist so falsch daran, dass interessierte Mitglieder darüber abstimmen, welchen Kurs der Verein zukünftig fährt? Ist es wirklich so wichtig, dass uninteressierte Mitglieder ihr Voting abgeben, obwohl sie es eigentlich kaum interessiert? Wem nutzt dies denn? Dem FC jedenfalls nicht.

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      • Gerd1948 sagte:

        Das mit dem Desinteresse mag oftmals sogar stimmen. Dies machts aber nicht besser, dass man den Leuten viele Jahre die Chance verbaute, um es moderat auszudrücken, wählen zu können. Es ist auch ein Unterschied einen Vorstand zu wählen, denn einen Vorstand zu entlasten. Es ist allerdings überhaupt nichts falsch daran, dass wenn man eine Wahl hat, genau das beschlossen wird von denen, die sich die Mühe gemacht haben/das Interesse haben, wählen zu gehen. Siehe 26.09. Wer das nicht auf die Reihe bekommt seinen Kandidaten zu wählen, der solle…..schweigen für immer.

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      • Haight sagte:

        Also als nachgewiesenes Erfolgsmodel würde ich die Entscheidungen der anwesenden und bestimmenden Mitglieder zum Beispiel in Bezug auf die Wahl der Verantwortlichen jetzt nicht bezeichnen.

        Vielleicht würde es helfen, mehr Menschen, die momentan noch nicht so interessiert sind, dafür zu begeistern, damit die Qualität der Entscheidungen erhöht werden kann.

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    • Kurti sagte:

      Überspitzt gesagt:
      Ultras wählen Kandidaten für den Mitgliedsrat aus, dieser dann Kandidaten für das Präsidium.
      Hierbei wird drauf geachtet, das alle auf der Linie bleiben, der Verein gehört den Mitgliedern. Alles nun BlaBla.
      Durch den Boykott ALLEN Mitgliedern Wahlmöglcihkeiten zu geben ( zu normalen Zeiten) wird das eigene Süppchen gekocht.

      Lächerlich zu glauben, Geld sei genug vorhanden, es müsse nur besser investiert werden.
      Wer soll das dann besser machen als zB Veh und Heldt?
      Der Geschäftsführer Sport Kategorie 9-10 ?

      Durch Zufall, Glück und Gottes Segen hatten wir nun mal 3 Spieler die Geld bringen konnten und können.

      Die anbiedernden Schunkelveranstaltungen wie Stammtisch usw. sollen nur davon ablenken, das es kein Konzept gibt und der 7 Jahres Matchplan einfach nur ein Haufen menschlicher Ausscheidungen sind.

      @MarvDoe. Toll das Du nach 3 Spieltagen schon die Saisonbilanz erstellst.
      Du hast keine überzeugenden Argumente.

      moderated
      • MarvDoe sagte:

        Du machst es dir jetzt ganz einfach und hast keine objektive Sicht auf die Dinge.
        Ich habe meine Argumente sehr wohl belegt, aber da fehlt dir möglicherweise der nötige Einblick für.

        Wie belegst du das Ultras die Kandidaten für den MR wählen ?
        Zu dem „Süppchen“ wurde jedes Mitglied was stimmberechtigt ist einladen.
        Ich glaube nicht ich weiß es und Herr Wettich hat es gestern bestätigt. Es wurde einfach nur miserabel gewirtschaftet gerade in den Jahren bevor der neue Vorstand kam.
        Woher soll ich wissen wer es besser machen kann ?
        Zufall, Glück und Gottessegen ist klar..

        Gerade diese Stammtische sind dazu da um die Mitglieder regelmäßig auf dem laufenden zu halten.

        Ich frage mich woher dieser Blanke Hass von Leuten wie dir kommt?
        Wieso werden demokratische Abstimmungen zu denen jeder Stimmberechtigte eingeladen wurde hinterfragt und behauptet die Mehrheit ist gar nicht der Meinung des Ergebnisses der Abstimmung. Woher die Behauptungen ?

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    • MarvDoe sagte:

      Betrachten Sie die Dinge einfach mal objektiv, dann sollten Sie meine Ansätze auch verstehen.
      Mit ihrer eingefahrenen Meinung kommen wir nicht weiter. Selbst wenn alle FC Fans die nicht interessiert sich an den Abstimmungen teil zu nehmen dies dem FC mitteilen würden und die 3.000 wie auf den letzten JHV wieder abstimmen passt es Ihnen nicht in den Kram.
      Und immer wieder nur zu behaupten und keineswegs belegen zu können, dass die meisten Mitglieder ja eine andere Meinung haben ist lächerlich.
      Ich kenne durch regelmäßige Stadienbesuche, Versammlungen und andere Veranstaltungen viele Mitglieder und die können zu 90 % meine Ansätze nachvollziehen und sogar teilen.

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        • MarvDoe sagte:

          Kannst du nicht richtig lesen ?

          „Ich kenne durch regelmäßige Stadienbesuche, Versammlungen und andere Veranstaltungen viele Mitglieder und die können zu 90 %..:“

          Diese Gruppe an Mitgliedern die ich kenne! Habe ich auch so geschrieben. Natürlich kenn ich nicht alle Mitglieder.

          Naja wie viele hier meine Meinung teilen ist mir relativ. Auf der JHV sieht das anders aus sag ich dir und darauf kommt es wohl eher an.
          Du sitzt dann wieder hier und jammerst über die Entscheidungen.

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          • Kurti sagte:

            @MarvDoe
            Ich jammere nicht über Entscheidungen.
            Ich wundere mich nur, wie naiv du bist.
            Wie ich schon schrieb, sind auf der JHV die Leute versammelt, die ihr Püppchen kochen und stolz drauf sind, das. der FC seit Installation der MR keine Entwicklung vollzogen hat.

    • MarvDoe sagte:

      Wieso gibt es nicht selbstverständlich für jedes ordentliche Mitglied die Möglichkeit über das Internet oder per Post ebenfalls abzustimmen??? Ich bin sicher, allein auf diese Frage gibt es kein einziges sachliches Gegenargument!!!

      HIER DAS GEGENARGUMENT:

      Satzung des 1. FC Köln
      Paragraph 12 Absatz 1:

      Die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung ergibt sich aus dieser Satzung. Die Mitgliederversammlung ist insbesondere zuständig für

      a. die Wahl und Entlastung des Vorstands;

      b. die Wahl und Entlastung des Mitgliederrats;

      c. die Wahl und Entlastung der Wahlkommission;

      d. die Entlastung des Gemeinsamen Ausschusses;

      e. die Änderung der Satzung;

      f. die Auflösung des Vereins;

      g. die Erteilung der Zustimmung zu Maßnahmen gemäß § 21.3.

      = Auf der MV wird gewählt so ist es festgelegt in der Satzung.

      Betrachten Sie die Dinge einfach mal objektiv, dann sollten Sie meine Ansätze auch verstehen.
      Mit ihrer eingefahrenen Meinung kommen wir nicht weiter. Selbst wenn alle FC Fans die nicht interessiert sich an den Abstimmungen teil zu nehmen dies dem FC mitteilen würden und die 3.000 wie auf den letzten JHV wieder abstimmen passt es Ihnen nicht in den Kram.
      Und immer wieder nur zu behaupten und keineswegs belegen zu können, dass die meisten Mitglieder ja eine andere Meinung haben ist lächerlich.
      Ich kenne durch regelmäßige Stadienbesuche, Versammlungen und andere Veranstaltungen viele Mitglieder und die können zu 90 % meine Ansätze nachvollziehen und sogar teilen.

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  8. Max Fritzmann sagte:

    Danke Marv Doe, das du trotz der Leute, die ernsthaft glauben ein Investor wäre die Lösung unserer Probleme weiterhin sachliche Argumente bringst. Ich wunder mich ja immer, dass diese Leute, die sich darüber aufregen, dass bei uns seit 25 Jahren eine Fehlentscheidung nach der anderen getroffen wurde nun denken, uns würde eine große einmal summe irgendwie helfen. Sollten die dann erneut nicht richtig investiert werden ist das Geld weg und die Anteile eben so. Und da sind Hertha und der HSV sehr wohl gute Beispiele. Wettich hat das schon sehr richtig gesagt, das Problem beim FC war nicht das fehlende Geld sondern die falschen Entscheidungen bzw das was damit gemacht wurde. Man sieht doch was wehrle/Veh und Heldt für Verträge durchgewunken haben, was diese an Geld verdienen und wie krass der Unterschied derjenigen ist, wenn es um die sportliche Gegenleistung gibt. WENN die Verantwortlichen zukünftig bessere Entscheidungen treffen, dann benötigt man keine Investoren. Und auch mit einem Investor sind wir kein Verein der um die CL mitspielt. Der Zug ist abgefahren aber darum geht es mir auch nicht. Dann muss man halt Bayern Fan werden oder dieser RB-Scheiße zujubeln, die ja trotz 50/1 zugelassen wurde.

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    • Jose Mourinho sagte:

      Da sind sie ja wieder, die üblichen Feindbilder. Wehrle, Veh und Heldt sind schuld. Nein, es sind Sündenböcke, weil man eigenes Versagen beim Vorstand und dem MR eben nicht so gerne eingesteht. Der Gemeinsame Ausschuss, das wichtigste Entscheidungsgremium beim 1. FC Köln – vor allem in Transfersachen – setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Werner Wolf, Eckhard Sauren und Carsten Wettich (Vorstand), Lionel Souque (Aufsichtsrat), Klaus Behrenbeck (Beirat) sowie Ho-Yeon Kim und Christian Hoheisel (Mitgliederrat).

      Das sind 2 MR / 3 Vorstände. Auch zur Zeit von Veh und auch zur Zeit von Heldt. Der Fisch stinkt immer vom Kopf. Die GF bestellt wer? Die aktuellen Vorstände (und auch die davor) wurden auf wessen Vorschlag als einzige Alternative gewählt? Wer muss große Transfers absegnen? Und dann sind trotzdem plötzlich die Angestellten schuld? Absurd.

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  9. Max Fritzmann sagte:

    Was ja auch extrem überraschend ist, dass ausgerechnet hier im Forum wenige Marv Doe zustimmen. Hier wird sich ja eher am Mitgliederrat abgearbeitet. Aber gut bei gefühlt 10 schreibenden membern sollte man das nicht zu hoch hängen. Bei der letzten MV konnten ALLE Mitglieder, egal wo sie wohnen online mitmachen und hier wurde ja dann mit ganz anderen Ergebnissen gerechnet. Am Ende waren es gerade mal 3000 und damit weniger als bei manchen vor Ort Veranstaltungen.

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      • Gerd1948 sagte:

        Ich fühl mich wie auf einer Wippe und genau da sollte man sich als Mitglied auch befinden. Bringt der Vorstand konkret und überzeugend ein 7 Jahreskonzept sollte man ihn unterstützen. Das was bisher bekannt ist, ist aber aus vielerlei Gründen einfach zu wenig und für mich eher ein Luftschloss. Deswegen hätte ich gerne viel viel mehr darüber erfahren, wie man fortan genau versucht Schritt zu halten. Man kann ja jetzt nicht wirklich davon ausgehen, dass man allein durch den Kader finanziell etwa Schritt hält mit Vereinen wie Stuttgart, Berlin, Frankfurt oder gar Augsburg. Dennoch glaube ich, dass z.B. Augsburg die Kohle langfristig nichts nutzt, denn sie werden es nicht Jahr für Jahr Mehrwert zu schaffen bei Spielern. Ich bin mir dessen aber bewusst, dass die Chance größer ist wenn man finanziell gebettet ist und dann genau so vernünftig wirtschaftet wie die meisten anderen. Wie gesagt bei strategischen Partnern wäre ich sehr offen, bei Investoren bekomme ich es am Magen weiterhin.

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  10. Anti Raute sagte:

    Es sind hier bestimmt nicht nur FC Mitglieder unterwegs.

    Es gibt hier viele verschiedene Ansätze für ein Problem, was der FC bzw. die Mitglieder demnächst lösen müssen.

    Die Ausrichtung des Vereins für die kommenden Jahre. Bei allen Argumenten die man hier lesen kann, eine Grundsatz Entscheidung muss getroffen werden am 6. November.

    Für den Vorstand ist bereits jetzt schon alles klar: Keine Investoren

    Was bedeutet dies denn für den FC? Es bedeutet, dass man einen Weg einschlägt, der vielleicht heute noch funktioniert, wenn man die Klasse möglichst lange halten möchte.

    ABER: Die Zukunft des Fußballs sieht doch ganz anders aus. Ohne Investoren ist in spätestens 10 Jahren die 1. Liga nur noch ein Traum. Warum? Weil es dann fast nur noch Clubs geben wird, die Investoren mit an Bord haben. Diese Entwicklung kann man nicht aufhalten.

    50+1 wird auch in Deutschland bald fallen, weil nur so Chancengleichheit erreicht werden kann. Die Clubs, denen bisher Sonderrechte eingeräumt worden sind, werden auf diese Rechte nicht verzichten und daher bleibt nur der Weg der Öffnung für alle. Spätestens dann, muss man sich einen Investor oder strategischen Partner mit ins Boot holen. Wer dies nicht tut, der spielt dann maximal noch in Liga 2 .

    Wenn dies der Weg vom FC sein soll, dann ist es ja OK. Was mich stört, ist das Bauen von Luftschlössern als 7 Jahresplan. In 7 Jahren gibt es eine ganz andere Ausgangslage, dann ist es für den FC zu spät.

    Ich habe es schon einmal geschrieben: Die Tradition wird dem FC zum Verhängnis. Sie beeinflusst fas Denken und Handeln beim Vorstand, Mitgliedern und Fans gleichermaßen. Mit dem unterschied, dass ein Vorstand und die Geschäftsführung in der Verantwortung stehen.

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    • Gerd1948 sagte:

      Nichtsdestotrotz müssten dann aber mindestens 15 Vereine besser arbeiten als der FC. Dieser 7 Jahres Plan sollte ja auch nicht in Stein gemeißelt sein. Die interessierten Mitglieder werden sich, wie ich heut Mittag schon mal schrieb auch beizeiten auf strategische Partner verständigen, wenn man namhafte seriöse Partner präsentiert. Alles kein Thema, man wird darüber reden können. Aber gut Ding will dennoch Weile haben jetzt. Jetzt kommt erst mal die Satzungsänderung als 1.Schritt. Der Schritt bringt beiden Seiten was, nicht nur den Mitgliedern.

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      • Anti Raute sagte:

        Kann ich nicht beurteilen, ob 15 Vereine besser arbeiten als der FC, aber viele haben sich Investoren schon geöffnet und auch wenn es nicht überall funktioniert hat, haben diese Vereine mehr Möglichkeiten als der FC.

        Je später man auf diesen Zug aufspringt desto kleiner ist der Ertrag. Wir holen nämlich dann nur etwas an Rückstand auf, aber das Problem ist, dass viele Vereine schon sehr weit weg sind und damit meine ich noch nicht mal die Big 5.

        Glaubst du, dass Augsburg ohne Investor so weit vor uns liegen würde? Kann man dies nur mit besserer Arbeit erklären? Ich denke, dass es viel mit dem Geld zu tun hat, weil die ganz andere Wege gehen können als wir.

        Beispiel: die holen sich ein Talent, welches mehr Geld kostet als die, die wir normalerweise bekommen. Bei uns funktioniert die Jugendarbeit hervorragend, deshalb fällt dies nicht so auf. Die machen bei einem jungen Spieler mehr Gewinn als unser FC, weil man mit besseren Spielern nun mal mehr verdienen kann.

        Von den großen Vereinen müssen wir erst gar nicht reden.

        In einigen Jahren ist es zu spät im so zu profitieren als heute oder in 1 oder 2 Jahren.

        Ich befürchte, dass der FC zu den letzten Clubs gehören wird, die einen Investor an Bord holen. Vielleicht haben wir ja auch Glück, dass noch der richtige Investor frei ist für uns, aber das ist wieder Prinzip Hoffnung.

        Mir ist das zu wenig, aber wenn die Mehrheit der Mitglieder das so möchte, dann ist es für mich ok. Aber dann sollte man auch so ehrlich sein und sportlich Abstriche machen. Der FC wird wieder viele Jahre auf Internationale Spiele warten müssen. Wie gesagt, für einen Verein aus der 4. größten Stadt Deutschlands ist das (zu) wenig.

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        • Gerd1948 sagte:

          Ja, dein letzter Satz trifft mich natürlich mit voller Breitseite. Das werde ich auch nicht verstehen warum uns dieser Umstand nicht mehr Türen öffnet. Ich gebe ja zu , dass ich bis gar nix mehr geht zu den traditionellen Heinis gehören möchte, aber mit einem guten Konzept, dass die Auflage erfüllt transparent zu sein würde ich nie nie sagen zu allem.

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        • FC Neukoelln sagte:

          Bravo Anti Raute. Im Laufe dieser Diskussion sind die Zwischentöne ein wenig abhanden gekommen. Man kann nämlich sehr wohl kritisch gegenüber einer Öffnung für Investoren / strategischen Partnern sein, und dennoch die Notwendigkeit sehen, sich mit dem Thema in der einen oder anderen Form auseinandersetzen zu müssen. Und das fehlt mir seitens unseres Vorstandes / MRs leider komplett. Die kategorische Verweigerung, das Festklammern an den wenigen Überbleibseln einer Welt, die sich rasant verändert kann ich mir nur mit nostalgischer Verklärtheit erläutern. Wie Du sehr richtig sagst: die Tradition wird dem FC zum Verhängnis. Wer für diese Erkenntnis ein noch anschaulicheres Beispiel braucht, als das kindisch sture Festhalten an einem angeblich unverhandelbaren Geißbockheim, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

          Wie ich bereits sagte: ich würde mich freuen, mich den Plänen des Vorstandes anschliessen zu können… wenn sie denn in meinen Augen aufgehen würden. Und das tun sie leider hinten und vorne nicht. Hier wird geflickschustert, was das Zeug hält, dabei sind wir der Wirklichkeit immerzu einen Schritt hinterher, wir reagieren, anstatt zu agieren. Was mir jedoch gänzlich fehlt ist eine echte Vision, basierend auf einer sich verändernden Wirklichkeit anstelle einer Träumerei, in die viel Energie (oder auch Townhall-Meetings) investiert wird, um möglichst viel Wirklichkeit auszublenden. Das gilt für eine immer verzweifelter geführte Weltpolitik im übrigen genauso wie für den Mikrokosmos FC.

          Sollte der FC sich weiterhin für eine investorenfreie Zukunft entscheiden, so würde ich mir mehr Unverfrorenheit wünschen. Ich kann verstehen, dass man nicht einfach die Waffen strecken möchte und dem allgemeinen Trend, immer grössere Beträge in immer schwärzere Löcher zu werfen widerstehen möchte. Das ist ehrbar und verdient Anerkennung. Dann sollte man jedoch darüber nachdenken, wie man sich alternativ aufstellt. Da wir nicht die einzigen sind, denen gerade die Realität so ziemlich auf die Füsse fällt kann ich mir vorstellen, dass nicht wenige daran interessiert wären, die Wirklichkeit zu ihren Gunsten zu verändern. Zum Beispiel durch den Austritt aus der Bundesliga und das Schaffen einer eigenen. Einer auf Gemeinwohl und echter Nachhaltigkeit basierenden Liga. Mit gesunden Finanzen, die heute bereits das morgen mitdenken. Dass Nachhaltigkeit auch finanziell immer tragfähiger wird sieht man zweifelsfrei an der Bio-Branche: 17% Umsatzzuwachs in 2020 – mehr als jedes andere Segment im Lebensmittelbereich. Hat allerdings knapp 40 Jahre gedauert, um nicht mehr höhnisch verlacht, sondern gemeinhin beneidet zu werden.
          Klingt nach Utopie? Ja klar. Sich damit jedoch auseinander zu setzen ist mindestens kein bisschen weniger bescheuert, wie schunkelnd an seiner nostalgischen Traumwelt festzuhalten.

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  11. kalla lux sagte:

    Genau daran liegt das FC Problem. Es waren 16 oder 17 User die allein in diesem Thread geantwortet haben. Und wen selbst die PR Leute des FC so schlecht zählen können, kommen hat solche Zahlen, Verluste und sonstige wirren Sachen bei heraus.
    Und da du es schon zum Glück bestätigt hast, wird ja auch von euch 2 PR Gags nichts mehr kommen.
    Ist auch gut so, den der FC ist ein Fußballverein. Und davon habt ihr 0 Ahnung!
    Alles für den Dackel, alles für den Club!

    moderated
      • Anti Raute sagte:

        Baue dir ein Schloss, was in den Wolken liegt, aber verschone uns hier mit deinen Träumen.

        Es wird die Zeit kommen, wo diese ganzen Romantiker, Träumer und Traditionsdenker hart auf dem Boden der Tatsachen aufschlagen werden, nur dann ist es bereits zu spät.

        Eines wird nämlich leider vergessen bei einem 7 Jahresplan: in 7 Jahren sieht die (Fußball) Welt ganz anders aus. Wer da nicht den Weg mitgeht, der wird den Kontakt verlieren und zwar nicht so wie jetzt schon zu den Spitzen- oder Mittelfeld Clubs, sondern zu allen, die in der 1. Liga spielen dann.

        Der FC wird dann verzweifelt versuchen einen letzten Rettungsring zu erwischen nachdem aber viele greifen werden. Da braucht man dann viel Glück.

        Der Weg vom FC im Jahr 2021 hört sich sympathisch an, aber der Weg führt nicht leider nicht dorthin, wo man hin möchte.

        Und da sind wir schon wieder bei deinem Traum, dass der FC das Ziel: unter die Top 10 in 7 Jahren zu sein, schon am 6. November bei JHV platzen wird.

        Wie so oft beim FC in den letzten 30 Jahren, mal wieder selbst verschuldet.

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