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Nach Trainerkritik an Katterbach: „Eine Situation, aus der er lernen muss“


Noah Katterbach findet beim 1. FC Köln in dieser Saison bislang nur in der U21 statt. Doch auch in der Regionalliga kann der Linksverteidiger aktuell nicht überzeugen. Beim FC hofft man derweil, dass der talentierte Abwehrspieler gestärkt aus seinem Tal herausfinden wird. 

Köln – Es waren harte Worte, die U21-Trainer Mark Zimmermann am vergangenen Wochenende nach der erneuten 1:3-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach in Richtung der beiden Jung-Profis wählte. „Da spielt ein Cestic, der gegen Erling Haaland verteidigt hat, oder ein Katterbach, der 40 Bundesliga-Partien bestritten hat. Hier sind heute doch auch gar keine Zuschauer, also was spüren die Jungs? Frust oder Ärger, dass sie bei den Profis nicht zum Zug kommen? So dann aber auch nicht“, zeigte sich der Coach des Regionalliga-Teams sichtlich enttäuscht über das Abwehrverhalten seiner Spieler.

Da ist er momentan auch nicht der beste Spieler

Beide Profis scheinen aktuell weit entfernt von einem Kader-Platz bei Steffen Baumgart. So musste Sava Cestic am Dienstag sogar zeitweise gemeinsam mit Marvin Obuz und Jens Castrop auf den Nebenplatz ausweichen und dort mit Co-Trainer Kevin McKenna individuell trainieren, während die Mannschaft ein Trainingsspiel absolvierte.

Bei diesem durfte Noah Katterbach immerhin mitwirken, der in dieser Saison nach wie vor nicht richtig in Tritt kommt. „Er ist ein junger Spieler, der durch ein Tal geht“, erklärte Thomas Kessler. Gleichzeitig fand der Sportliche Leiter der Lizenzspielerabteilung, der sich bereits einige U21-Spieler mit Katterbach-Beteiligung angeschaut hat, kritische Worte. „Er findet momentan nicht bei uns im Kader statt. Er nimmt am Training teil, soll sich seine Spielzeit aber in der zweiten Mannschaft holen. Da ist er momentan aber auch nicht jedes Wochenende der beste Spieler.“

FC sagt Katterbach jede Unterstützung zu

Für Katterbach ist die Situation zur Zeit sicherlich nicht einfach. Trotz der Verletzung von Jannes Horn kommt der 20-jährige momentan nicht näher an die Mannschaft heran heran. Vielmehr haben sich Benno Schmitz und Kingsley Ehizibue, beides gelernte Rechtsverteidiger, momentan als erste Alternative hinter Jonas Hector für Steffen Baumgart aufgetan. „Es ist eine Situation, aus der Noah lernen muss. Fußball ist nicht immer nur bergauf, sondern auch ein auf und ab“, sagte Kessler, der Katterbach beim FC aber längst noch nicht abgeschrieben hat: „Jeder Spieler bekommt bei uns die hundertprozentige Unterstützung, aus diesen Tälern herauszukommen. Wir hoffen, dass er da gestärkt heraus hervorgeht.“

 

9 Kommentare
  1. Norbert Furmanek sagte:

    Bei Katterbach stell ich mir die Frage : was hat ihn so verändert ? Hat er das falsche Umfeld ? Ist er zu sehr introvertiert ? Ist ihm das Profitum zu belastend ? Zu viele Einschränkungen ? Oder reicht ihm die kurze Profizeit, welches ich aber nicht glaube ! Viele waren schon in einem Tal und haben sich wieder raus gekämpft. Ausserdem ist er noch viel zu jung um die Flinte ins Korn zu werfen. Mein Rat wäre, mehr an sich arbeiten . Lieber Extraschichten schieben , und vor allem an sich glauben .

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    • Truebe Tasse sagte:

      Du siehst es richtig. Er ist nicht der zweite Jonas Hector. Laut Zimmermann 40 Bundesligaspiele, davon nicht ein einziges wirklich überzeugendes, keine Torbeteiligung. Es gibt auf seiner Position zig Bessere. Bei Katterbach fällt mir immer das Interview von Paul McCartney ein, als er darauf angesprochen wurde, dass Ringo Starr der drittbeste Drummer der Welt sei. Da meinte Paul: „Er ist ja nicht mal der drittbeste Drummer der Beatles!“ Und so ist es auch bei Katterbach. Er wurde vor 2 Jahren als Megatalent gepriesen, dabei ist er nicht mal ein spielbestimmender Linksverteidiger für die Regionalliga.

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  2. Gerd1948 sagte:

    Das wird man sehen. Mentale Stärke gehrt ganz sicher zu dem Paket. Ich war mir halt nur sicher, dass er fußballerisch alles dazu hat es zu schaffen. Er wird exakt wissen, wo er dran zu arbeiten hat und wenn er dies dann erst mal in der U 21 zeigt wird er auch wieder rein schnuppern oben, genau wie die anderen Jungs, die eben dort überragende Leistungen zeigen. Im Moment ist er definitiv kein Kandidat für den Profikader.

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  3. Positive Stimmung sagte:

    Nee ich noch nicht. Hehe
    Ich erinnere nur mal an sein erstes Bundesligaspiel. Da hatte er als Jungspund die meisten Ballkontakte von allen Profis. Er war ballsicher. Das wird wieder kommen. Das verlernt man nicht. Seid mal nicht so pessimistisch. Wenn ein Benno Schmitz das schafft, dann der Junge ebenfalls. Er braucht nur selbstbewusst sein. Und im Profisport ist das immenz wichtig. Also abwarten und Tee trinken. Wir sollten den Jungen in Ruhe arbeiten lassen und froh sein, dass wir Jonas Hector hinten links haben. ✌

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