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Training ohne Sichtschutz, Nationalspieler kehren zurück


Beim 1. FC Köln füllt sich langsam aber sicher wieder der Trainingsplatz. Und das nicht nur aufgrund der Rückkehr der Nationalspieler, sondern auch, weil seit Mittwoch wieder Fans die öffentlichen Einheiten verfolgen können. Zwei Profis läuft derweil die Zeit bis Samstag davon. 

Köln – Fast genau ein Jahr lang hatte der Sichtschutz um den Trainingsplatz 1 am Geißbockheim gestanden. Seit Mittwochmorgen sind die Bauzäune jedoch gänzlich verschwunden. Einen großen Fanandrang gab es bei der Trainingseinheit zur Wochenmitte aber noch nicht, schließlich war der endgültige Abbau erst für kommende Woche angekündigt. Und so versammelten sich rund 50 Fans und zufällig vorbeikommende Zuschauer rund um das Trainingsgrün und beobachteten so erstmals seit über zwölf Monaten eine Trainingseinheit am Geißbockheim ohne vorherige Anmeldung.

Baumgart freut sich über Zuschauer

Für Steffen Baumgart eine neue Erfahrung, schließlich kennt der FC-Coach den Trainingsplatz 1 bislang noch überhaupt nicht ohne die massiven mit Planen behangenen Bauzäune. Nun kann der Trainer erstmals vom Platz aus den Blick in Richtung Decksteiner Weiher und Stadtwald schweifen lassen. Nach der etwas mehr als anderthalbstündigen Einheit war der 49-jährige bei strahlendem Sonnenschein dann auch gleich zu Scherzen aufgelegt: „Ich finde das total schwierig. Ich wollte den Sichtschutz eigentlich verlängert haben, weil ich genau so ein Typ bin“, sagte Baumgart mit einem für ihn eher ungewohnten Strahlen im Gesicht und schob hinterher: „Nein, das ist schön. Viele Leute, auch wieder etwas Neues für mich.“

Er würde auch im Flugzeug laufen

Neu war für Baumgart am Mittwoch aber nicht, dass er auf Jan Thielmann und Timo Hübers verzichten musste. Während Thielmann nach wie vor krank fehlte und sich ein Einsatz am Samstag damit als immer unwahrscheinlicher darstellt, marschierte Hübers nach Ende der Trainingseinheit alleine auf den Platz und absolvierte sein individuelles Reha-Programm. Auch für ihn kommt die Partie in Freiburg noch zu früh. Dafür konnte Baumgart mit Tim Lemperle und Marvin Obuz die ersten beiden Nationalmannschaftsrückkehrer wieder auf dem Platz begrüßen. Auch Noah Katterbach, Dejan Ljubicic, Louis Schaub, Florian Kainz, Tomas Ostrak und Jonas Urbig waren bereits wieder zurück am Geißbockheim, absolvierten nach ihren Spielen am Dienstag aber noch ein individuelles Programm.

Am späten Nachmittag werden dann auch Ondrej Duda, Sava Cestic und Ellyes Skhiri zurückerwartet. Alle Nationalspieler seien dabei ohne Blessuren durch die Länderspielreise gekommen und lediglich „ein bisschen müde.“ Spätestens am Freitag will Baumgart dann auch alle Nationalspieler wieder im Mannschaftstraining sehen. Wie genau die Profis ihre Reisestrapazen wegstecken werden, konnte Baumgart allerdings nicht vorhersagen. „Ich habe diese Erfahrung nicht“, sagte der Trainer. „Es ist auch für mich das erste Mal, dass so viele Leute weg sind. Klar sind das Strapazen, aber das sind die Jungs gewöhnt.“ Insbesondere bei Ellyes Skhiri, der am Dienstag noch mit Tunesien in Sambia und damit fast 12.000 Kilometer von Köln entfernt gespielt hatte, macht sich Steffen Baumgart keine Sorgen. „Der würde ja auch im Flugzeug laufen, wenn er könnte. Der wird topfit sein.“

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