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Chancenlos gegen München: FC-Frauen gehen daheim baden


Dritte Niederlage in Folge für die Fußballerinnen des 1. FC Köln: Im Bundesliga-Heimspiel gegen den Deutschen Meister Bayern München hat der Aufsteiger deutlich mit 0:6 (0:4) verloren. Immerhin konnte der FC mit dem Heimspiel einen neuen Vereinsrekord aufstellen.

Köln – Die Rahmenbedingungen waren alles andere als gut für das Heimspiel der FC-Frauen, die in der Vergangenheit ohnehin um jeden Zuschauer kämpfen mussten. Am Freitagabend bewegten sich die Kölnerinnen im Windschatten des Herren-Teams, das parallel gegen Fürth spielte, und so drohte eine kleine Kulisse am Geißbockheim. Doch diese Befürchtungen erwiesen sich als unzutreffend, denn trotz der starken Konkurrenz kamen am Ende offiziell 1.111 Zuschauer ins Franz-Kremer-Stadion – neuer Vereinsrekord. Bisher lag dieser bei 1.010 im September 2019 gegen Potsdam (1:2) – ebenfalls an einem Freitagabend.

Im Vergleich zur 0:4-Niederlage in Frankfurt drei Wochen zuvor änderte FC-Trainer Sascha Glass seine Startaufstellung auf zwei Positionen: Für Sabrina Horvat und Alicia Gudorf standen Marith Müller-Prießen und Adriana Achcinska in der ersten Elf.

Moment des Spiels

Die Geißböcke, die im bewährten 4-2-2-2 auftraten, konnten die Null nur knapp über die erste Viertelstunde retten. Nach einem Einwurf von der rechten Seite konnten die Kölnerinnen den Ball nicht aus dem Strafraum klären. Maximiliane Rall bedankte sich und versenkte die Kugel im langen Eck (18.). Kölns Torhüterin Manon Klett, die aufgrund eines Nasenbeinbruchs mit einer Spezialmaske auflief, war chancenlos.

Die weiteren Tore

Nach dem Führungstreffer drehten die Bayern auf. Nach einer Ecke von der linken Bayern-Seite unterlief Klett den Ball und Saki Kumagai netzte zum 0:2 ein (22.). Das 0:3 nach einem Einwurf von der rechten Angriffsseite ähnelte dem 0:1. Klett konnte zunächst noch gut gegen Lineth Beerensteyn parieren, lenkte den Ball jedoch genau vor die Füße von Rall, die zum 0:3 einschob (27.). Beim 0:4 klärte Klett einen Freistoß zunächst per Faust, allerdings genau auf den Kopf von Linda Dallmann, die zum 0:4 traf (44.). In der Schlussphase machten Glodis Viggosdottir (73.) und Viviane Asseyi (75.) das halbe Dutzend voll.

Fazit

Als das Spiel bereits verloren war, kamen die Kölnerinnen noch einmal gefährlich vor das gegnerische Tor, doch der Schuss von Mandy Islacker nach Zuspiel von Rachel Rinast aus ungünstigem Winkel flog deutlich am langen Eck vorbei (76.). Auf der Gegenseite verhinderte Sharon Beck auf der Torlinie das 0:7 (88.).

Nur die kühnsten Optimisten dürften für den FC mit etwas Zählbarem gegen das Starensemble aus München gerechnet haben. Dennoch dürfte die Hoffnung groß gewesen sein, die Niederlage zumindest in erträglicherem Ausmaß zu halten. Teils eklatante Defensivfehler machten diesen Plan jedoch zunichte.

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