Dank Andersson und Skhiri: FC dreht Partie und feiert Heimsieg

Der 1. FC Köln hat am 7. Bundesliga-Spieltag den dritten Sieg der Saison eingefahren und Greuther Fürth mit 3:1 (0:1) besiegt. Dabei mussten die Geißböcke einen frühen Rückstand aufholen. Doch vor 40.000 Zuschauern avancierten Sebastian Andersson und Doppeltorschütze Ellyes Skhiri zu den Matchwinnern. Damit hat Köln nun schon zwölf Punkte auf dem Konto.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Volle Offensive vor fast vollem Haus: Dieses Motto hatte Steffen Baumgart am Freitagabend gegen Greuther Fürth ausgerufen. Insgesamt 40.000 Zuschauer waren zugelassen und nach Müngersdorf gepilgert in der Hoffnung auf den dritten Heimsieg der Saison. Sie sahen eine Startelf mit allen Angreifern, die der FC zur Verfügung hatte: Sebastian Andersson und Anthony Modeste als Doppelspitze, dahinter Mark Uth und Ondrej Duda – Dejan Ljubicic musste zunächst auf die Bank. Das Ziel: volle Attacke.

Entscheidung des Tages

Es lief die 89. Minute. Fürth warf noch mal alles nach vorne. Eckball der Kleeblätter. Gemeinsam klärten die Geißböcke, und dann ging es ganz schnell. Der Ball landete am eigenen Strafraum bei Louis Schaub. Der eingewechselte Österreicher zog einen Sprint über den halben Platz an. Doch damit war er nicht alleine. In seinem Windschatten eilte Ellyes Skhiri mit Sieben-Meilen-Stiefeln heran, überholte Schaub, wurde von diesem bedient und blieb dann alleine vor Marius Funk im Fürther Tor eiskalt. Der Tunesier lupfte den Ball gefühlvoll ins lange Eck. Ein perfektes 3:1, das Stadionsprecher Michael Trippel mit den Worten kommentierte: „Und es war wieder dieser geile Spieler mit der Nummer 28 – Ellyes Skhiri!“ Denn Skhiri hatte bereits das 2:1 erzielt.

Moment des Spiels

Es lief die 32. Spielminute, die Gäste führten mit 0:1. Und Fürth bekam die Riesnchance zum 0:2. Nach einem Ballverlust von Ondrej Duda tauchte Jeremy Dudziak nach einem Steckpass plötzlich alleine vor Timo Horn auf. Der Angreifer legte den Ball gekonnt am FC-Keeper vorbei, traf aber nur den Innenpfosten. Von dort aus prallte der Ball aber direkt wieder vor die Füße von Dudziak, der allerdings schon im spitzen Winkel am anderen Pfosten stand. Er nahm den Ball an, schoss erneut – und traf erneut den langen Pfosten. Von dort sprang die Kugel aus dem Tor und konnte endlich geklärt werden.

Die Tore

Das Spiel hatte gerade begonnen, da erwischte Fürth den FC auf dem falschen Fuß. Die Geißböcke überlagerten bei einem Einwurf ihre rechte Seite und vergaßen dabei Marco Meyerhöfer, den Rechtsverteidiger der Kleeblätter. Dieser wurde freigespielt und stand alleine vor Horn. Ein Tunnel gegen den FC-Keeper machte das frühe 0:1 perfekt (7.).

Der FC kam mit viel Energie und dem Willen aus der Halbzeitpause, das Ding noch umzubiegen. Es brauchte ein schnelles Tor, und der FC lieferte ab. Benno Schmitz leitete das 1:1 selbst ein, startete in den Strafraum durch, wurde von Florian Kainz bedient und steckte dann an Fürth-Keeper Marius Funk durch zu Sebastian Andersson. Der Schwede grätschte in den Pass und drückte den Ball aus einem Meter zum 1:1 über die Linie (50.).

In der 55. Minute ging der FC dann mit 2:1 in Führung, und Müngersdorf kochte. Kainz schlug einen Eckball, Jonas Hector verlängerte die Hereingabe am kurzen Pfosten und gemeinsam drückten Ellyes Skhiri und Rafael Czichos den Ball über die Linie. Kurz mussten die Geißböcke bangen, ob Abseits vorgelegen hatte, doch der VAR bestätigte den Treffer.

Den Deckel machte dann erneut Skhiri drauf, dem wohl das 2:1 zugesprochen werden wird. Der Tunesier war damit auch Mann des Tages.

Fazit

Viertes Heimspiel der Saison, dritter Sieg: Der 1. FC Köln setzt auch gegen Greuther Fürth seinen starken Saisonstart fort und sprang mit nun zwölf Punkten aus sieben Spielen zumindest vorübergehend auf den sechsten Tabellenplatz. Die Geißböcke verdienten sich den Dreier mit einer bärenstarken ersten Viertelstunde nach der Pause und einem am Ende konsequenten Abwehrverhalten. Ellyes Skhiri überragte nicht nur wegen seiner beiden Tore. Auch wenn der FC nicht gänzlich das Feuerwerk abbrannte, das man sich inzwischen fast schon jede Woche von dieser Mannschaft erhofft, war es ein verdienter Sieg.

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