1. FC Köln, Training, Laufeinheit im Grüngürtel (1. FC Köln), 16.10.2021, Bild: Herbert Bucco

Ein Ausrutscher ist dazu da, sofort wieder aufzustehen

Wenn der 1. FC Köln am Sonntag im Rheinischen Derby die Werkself aus Leverkusen empfängt, treffen zwei Mannschaften aufeinander, die am vergangenen Wochenende ordentlich verhauen worden sind. Der FC wurde in Hoffenheim überrollt, Bayer Leverkusen vom FC Bayern. Für die Geißböcke muss die Pleite bei der TSG allerdings kein Grund zur Sorge sein.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Fünf Gegentreffer können recht schnell passieren. Für den FC in Sinsheim, für Leverkusen in nur 38 Minuten gegen die Bayern, zuvor aber auch schon anderen Teams – Hertha in Leipzig (0:6) und in München (0:5), Bochum in München (0:7), Fürth in Stuttgart (1:5) und Frankfurt in Dortmund (2:5). Die Frage ist immer nur: Wie reagiert eine Mannschaft nach einem solchen Spiel auf die Klatsche?

Guter Saisonstart als Faustpfand

Am kommenden Sonntag treffen mit Köln und Leverkusen zwei Teams direkt aufeinander, die ihre Rückschläge wiedergutmachen wollen. Die Geißböcke können dabei trotz des Euphorie-Dämpfers auf die Unterstützung von 50.000 Fans setzen. Man darf davon ausgehen, dass Steffen Baumgart seinen Spielern deutlich machen wird, dass darin die große Chance liegt – aus dem Wechselspiel zwischen Rasen und Rängen die Kraft für einen Derbysieg zu generieren und das 0:5 in Hoffenheim hinter sich zu lassen.

Doch weder Fans noch Verein müssen sich nach der Niederlage vom Freitag Sorgen machen. Der FC blieb zwar in jeder Hinsicht weit hinter dem zurück, was man in den Wochen zuvor gesehen hatte. Läuferisch, kämpferisch, taktisch, spielerisch. Doch der FC weiß auch, wie und vor allem dass es besser geht. Eine solche Leistung direkt zu Saisonbeginn wäre besorgniserregend gewesen. Doch eine solche Leistung nach bereits zahlreichen erfolgreichen Wochen war zwar enttäuschend, aber kein Beinbruch.

Die Spieler wissen, was zu tun ist

Vielmehr müssen sich die Profis nur daran erinnern, welche Tugenden sie in den Spielen zuvor erfolgreich gemacht hatten. Sie müssen abrufen, was sie schon mehrfach gezeigt haben. Zweifel sind ebenso unangebracht wie Schwarzmalerei ob der kommenden Gegner (Leverkusen, Stuttgart, Dortmund). Die Spieler wissen vielmehr, was zu tun ist. Wer gegen Leipzig eine derartige Show bietet, wer in München nach einem 0:2 noch mal zurückkommt und wer daheim noch kein Spiel verloren hat, kann auf genügend positive Erinnerungen zurückgreifen, um einen Ausrutscher als solchen zu behandeln und sofort wieder aufzustehen.

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