,

Erst Verletzung, dann Africa Cup: Fehlt Skhiri den gesamten Januar?


Der 1. FC Köln wird wohl noch länger auf die Dienste von Ellyes Skhiri verzichten müssen. Durch die Fraktur am Wadenbeinköpfchen wird der Tunesier voraussichtlich bis zur nächsten Länderspielpause nur dosiert beziehungsweise individuell im Reha-Bereich arbeiten können. Und auch zu Beginn des nächsten Jahres könnte der Mittelfeldspieler dem FC nicht zur Verfügung stehen. 

Köln – Ein Bruch des Wadenbeinköpfchens, welches an der Außenseite des Knies und unterhalb des Gelenkes liegt, braucht in der Regel vier bis sechs Wochen, ehe er wieder verheilt ist. Während man sich beim 1. FC Köln mit der Prognose von Ellyes Skhiris Ausfalldauer eher bedeckt hält, ist aktuell kaum vorstellbar, dass der Mittelfeldspieler noch vor der nächsten Länderspielpause wieder auf den Platz zurückkehren kann. Zwar sagte Steffen Baumgart am Dienstag, die Fraktur sei „nichts Dramatisches“, allen voran wolle man aber kein Risiko eingehen, den Leistungsträger wieder zu früh einzusetzen.

Nimmt Skhiri im Januar am Africa Cup teil?

Somit wird Skhiri aller Voraussicht nach nicht nur das rheinische Duell am Sonntag gegen Leverkusen, sondern auch das Pokalspiel in Stuttgart sowie die beiden Spiele gegen Dortmund und Union Berlin verpassen. Sollte Skhiri ab dem Tag seiner Verletzung tatsächlich sechs Wochen zur vollen Genesung benötigen, würde auch das Spiel beim 1. FSV Mainz 05 am 21. November auf der Kippe stehen. Am 12. Spieltag wäre Skhiris Spiel mit der tunesischen Nationalmannschaft gegen Mauretanien, bei dem sich der FC-Spieler verletzt hatte, auf den Tag genau sechs Wochen her.

Beim FC hofft man jedoch darauf, dass der aktuell zweitbeste Torschütze spätestens in Mainz wieder zur Verfügung steht. Denn auch im Januar könnten die Kölner ebenfalls auf die Dienste des defensiven Mittelfeldspielers verzichten müssen. Ab dem 9. Januar findet schließlich der Africa Cup statt, bei dem Skhiri mit Tunesien in der Gruppe F mit Mali, Mauretanien und Gambia um das Weiterkommen kämpft. Bislang hat sich der 1. FC Köln noch nicht mit einer möglichen Abstellung Skhiris zu Rückrundenbeginn beschäftigt. Vielmehr fokussiert man sich am Geißbockheim zunächst auf die Genesung seines wertvollsten Spielers. Sollte der Tunesier bis dahin aber wieder fit sein und mit seinem Land am Africa Cup teilnehmen wollen, bliebe den Kölnern wohl nichts anderes übrig, als den 26-jährigen für das Turnier abzustellen. Die tunesische Nationalelf dürfte in ihrer Gruppe zudem als Favorit anzusehen sein, weshalb Skhiri dem FC am Ende sogar noch deutlich länger fehlen könnte. Das Finale findet erst am 6. Februar statt. Sollte es Ellyes Skhiri mit Tunesien bis dahin schaffen, würde er gleich vier Spiele mit dem FC verpassen, ehe er nach Köln zurückkehren würde.

12 Kommentare
  1. Halt Ding Lapp sagte:

    Aus sportlicher Sicht natürlich mehr als nur bitter für uns. Schließlich ist Skhiri auch ein Spieler, der den Unterschied ausmacht und auch das entsprechende Befreiungstor schießt, quasi den Knoten zum Platzen bringt. Ja – da müsste wohl solange jetzt Hector auf die 6. Mere würde ich dort auch mal ausprobieren – auch in Form einer Doppelsechs mit Hector zusammen.

    Kommentar melden
    • Anti Raute sagte:

      Mere auf der 6 ist keine gute Idee, denn Mere läuft zu wenig, es muss zwingend jemand neben ihm spielen, der wie Skhiri die Löcher stopft, dafür ist Mere nicht geeignet.

      Eine Kombi Ljubicic mit Özcan wäre da schon besser, die Ideallösung ist aber Ljubicic und Hector für die Zeit, wo Skhiri beim Afrika Cup verweilt.

      Warum wird dies jetzt wieder als eine Neuigkeit mit Katastrophen Status verkauft? Das der Afrika Cup stattfindet im Januar und dass Skhiri für Tunesien dort spielt war doch klar. Aber auch andere Mannschaften haben Spieler , die sie abstellen müssen.

      Skhiri muss zuerst wieder gesund werden, aber auch Skhiri ist zu ersetzen. Ljubicic schafft das schon, wenn er nicht alleine die 6 spielen muss.

      Der FC wird eine ruhige Saison spielen, da kann man es auch mal als Presse auch mal etwas ruhiger angehen und nicht jeden Ausfall eines Spielers als eine Katastrophe darstellen, wem soll das denn etwas nutzen?

      Kommentar melden
        • Gerd1948 sagte:

          Mere brauchen wir als IV und NEIN, er ist absolut nicht geeignet, weder als 6er noch als RV was auch immer wieder einige sehen wollen. Seine Stärken bringt er da am besten ein, wo er jetzt spielt. „Können wir ja auch mal testen“. Es sind Bundesligaspiele, da testet man nicht mehr. Ljubicic hat hinter Özcan gut funktioniert in Freiburg, dies ist also erprobt, notgedrungen. Das wäre auch gegen Hoffenheim besser ausgegangen dann. Andi sagt es wiederum richtig, vllt steigert sich Horn auch in einer funktionierenden Mannschaft, dann ist Hector immer eine Option im Mittelfeld. Es stimmt, bei normalem Verlauf werden wir dieses Jahr zwischen 12 und 14 einlaufen und wohl früh Planungssicherheit haben ob des Ligaverbleibs. Von daher nehm ich manche Sachen auch nicht so bierernst was geschrieben wird. Ist einfach Pech, dass Skhiri jetzt mal länger ausfällt.

          Kommentar melden
  2. Norbert Furmanek sagte:

    Das sind ja tolle Aussichten mit Skhiri. Frage nur , wer ist eigentlich sein Arbeitgeber ? Doch wohl der FC. Und da obliegt den Verantwortlichen kein Veto ? Erst die dumme Verletzung die einen Ausfall von ca. 6 Wochen nach sich zieht und dann der evtl Afrika-Cup . Da kommt Freude auf :-(((( Und sollte es denn so kommen ,wäre Mere für mich auch eine Alternative als 6er. Besser wie Özcan ist er allemal ! Die Pos. hatte ich schon vor mehr als einem JAHR mal angedacht. Özcan ist technisch unterlimitiert. Einen Versuch mit Mere wäre es allemal wert.

    Kommentar melden
  3. Gerd1948 sagte:

    Wengers Vorschlag ist ja ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen worden, trotzdem funktioniert dieses Modell so nicht, es sei denn man spielt die EM nicht mehr alle 4 Jahre Also jedes Jahr eine große Meisterschaft geht nicht. Die Spieler sind jetzt schon ziemlich überlastet und Meisterschaften mit der 2. Garnitur ziehen keinen Zuschauer an. Warum muss man immer darüber nachdenken den Fußball verändern zu wollen? Man will immer nur mehr Kommerz, egal ob dabei die Attraktivität auf der Strecke bleibt. Wenn das jetzt anfängt, dass EM und WM und Conference League oder das andere Hallenhalma auch nur noch mehr und mehr vom Pay TV gezeigt wird, dann kann ich gut drauf verzichten.

    Kommentar melden
    • Norbert Furmanek sagte:

      Stimmt total ,Gerd Es geht denen nur um Knete . Bestes und dümmlichste Beispiel BARCELONA . Einem 18 jährigen einen Verkaufswert von 1 MILLIARDE aufs Auge zu drücken ,wie korrupt ist das denn ? Da müsste schon die Politik einschreiten Irgendwann muß auch mal gut sein . der Wahnsinn nimmt sonst kein Ende.

      Kommentar melden

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar