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Überraschung: Markus Gisdol übernimmt Lokomotive Moskau


Markus Gisdol hat einen neuen Job gefunden. Der ehemalige Trainer des 1. FC Köln übernimmt Lokomotive Moskau. Das gab der russische Klub am Sonntag bekannt. Der 52-jährige war im April bei den Geißböcken entlassen worden. In Moskau gibt es für Gisdol ein Wiedersehen mit Ralf Rangnick.

Köln/Moskau – Diese Meldung kommt überraschend: Markus Gisdol übernimmt erstmals in seiner Trainerkarriere einen Fußballklub im Ausland und wechselt nach Russland. Der ehemalige FC-Coach wird „in naher Zukunft die Position des Chefcoaches übernehmen“, gab Lokomotive Moskau am Sonntag in einer knappen Meldung bekannt.

Rangnick holt Gisdol nach Moskau

Über die Details der Einigung wurde noch nichts öffentlich, doch die Person, die entscheidend für den Deal gewesen sein dürfte, ist ein alter Bekannter: Ralf Rangnick war im Juli beim russischen Erstligisten eingestiegen und hatte als Chef für Sport und Entwicklung die strategische Neuausrichtung des Klubs von den Profis bis zum Nachwuchs übernommen.

Rangnick hatte angekündigt, sich ein „Team von Spezialisten“ zusammenzustellen, um Lok Moskau neu aufzustellen. Vor fünf Tagen hatte sich der Klub dann von Trainer Marko Nikolic getrennt. Nun die Einigung mit Markus Gisdol. Während Rangnicks Vertrag in Russland bis 2024 läuft, ist die Vertragslänge bei Gisdol noch nicht bekannt.

Erste Station im Ausland

Gisdol hatte beim 1. FC Köln im November 2019 den Cheftrainer-Posten vom entlassenen Achim Beierlorzer übernommen. Mit acht Siegen aus zehn Spiele hatte er den FC zwischenzeitlich zu einem Höhenflug und so auch zum Klassenerhalt geführt. In der Saison 2020/21 war dem ehemaligen Hoffenheim- und HSV-Coach in Köln aber nicht mehr viel geglückt, sodass seine Amtszeit im April 2021 zu Ende ging.

Für Gisdol ist Moskau die erste Station im Ausland. Der 52-jährige hatte seine Karriere in der Heimat in Geislingen begonnen, ehe er über den VfB Stuttgart, die SG Sonnenhof Großaspach, den SSV Ulm und Schalke bei Hoffenheim und dem HSV landete. Jetzt also Moskau und Russland – ob sein langjähriger Assistent Frank Kaspari ihm folgen wird, wurde nicht bekannt.

12 Kommentare
  1. Gerd1948 sagte:

    Damit ist auch klar, dass der gute Kalle mal wieder nur fast Recht hatte, dass Gisdol auf Jahre verbrannt ist. Mal sehen, ob man seine Arbeit da aus der Ferne verfolgen kann. Da Trainer zu sein ist schon allein was anderes, weil die lange Winterpause zu kalkulieren ist und dementsprechend anders belastet wird.

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