1. FC Köln, Training, Thomas Kessler (1. FC Köln), 08.11.2021, Bild: Herbert Bucco

Kessler: “Es gibt keinen Grund, unruhig zu werden”

Mit nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen ist der 1. FC Köln in der Tabelle auf den elften Platz abgerutscht. Zwischen den beiden Länderspielpause haben die Geißböcke überhaupt nur zwei Zähler holen können. Nach dem 2:2-Unentschieden gegen Union Berlin sprach Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielermannschaft, über… 

…sein Fazit zum 2:2: “Ganz zufrieden sind wir nicht, weil wir glauben, dass das Spiel schon noch in unsere Richtung hätte kippen können. Man muss ehrlich sein, durch eine Einwurfsituation hätten wir auch noch das dritte Gegentor kriegen können. Wir sind mit dem Weg, den wir gehen, weiterhin zufrieden, aber wir hätten gestern gerne die drei Punkte geholt.”

Sache nicht höher hängen, als sie ist

…das erste Saisondrittel: “Wir müssen schauen, wo wir herkommen. Wir hatten eine schwierige letzte Saison und keine großen Veränderungen im Kader. Den Weg, den wir eingeschlagen haben, gehen wir sehr konsequent und auch gut. Die Punkteausbeute ist mehr als zufriedenstellend nach den elf Spielen. Sicherlich war das ein oder andere Spiel dabei, wo wir hätten gewinnen können. Aber es waren auch Spiele dabei, dir wir hätten verlieren können. Deswegen müssen wir auf den Weg schauen und wir sind tabellarisch sehr zufrieden. Auf diesem Weg gehören auch mal Rückschläge dazu, aber es gibt keinen Grund, unruhig zu werden.”

…die Pfiffe der Zuschauer: “Gestern wurde viel darüber gesprochen. Wir müssen die Sache nicht höher hängen, als sie ist. Wir sind sehr froh, dass wir wieder vor 50.000 Zuschauern spielen dürfen. Es ist klar, dass die Erwartungshaltung eine andere wird, wenn man gute Leistungen zeigt. Es wird immer Zuschauer geben, die gegen Union Berlin eine höhere Erwartungshaltung haben. Aber wir haben nicht gegen irgendeine Mannschaft gespielt, sondern Berlin spielt nicht ohne Grund international. Wir können uns immer auf die Unterstützung unserer Fans verlassen.”

…das Fernbleiben der aktiven Fanszene: “Die Zuschauer, die im Stadion sind, unterstützen uns gut. Nach dem zweiten Tor war das Stadion am Kochen. Die aktive Fanszene ist wichtig für den 1. FC Köln und wir würden uns freuen, wenn sie zeitnah zurückkehrt. Es geht dabei nicht um die Nachvollziehbarkeit ihrer Gründe, sondern es geht darum, die Meinungen zu akzeptieren.”

Sie sind Menschen und machen Fehler

…Anthony Modeste: “Wir sind sehr happy, dass Tony wieder das Selbstvertrauen hat. Unser Spiel ist aber auch anders geworden, es spielt sich viel im Strafraum ab und es kommen unglaublich viele Flanken rein. Das 2:2 kam dann aus einem Standard, den er sensationell macht. Das hat auch mit der Arbeit zu tun, die er unter der Woche leistet. Aber es ist zu einfach zu sagen, dass es nur an Tony hängt. Er wird auch in die Situationen gebracht, dass er die Tore erzielen kann. Das liegt auch daran, dass wir versuchen, hinten raus zu spielen. Man muss die gesamte Mannschaft hervorheben, dass sie immer weiter nach vorne spielen und Gas geben.”

…Timo Horn: “Timo ist unsere Nummer 1. Er hat schon viele gute Leistungen gebracht. Ich sehe das auch nicht so kritisch, wie das heute dargestellt wird. Das gilt nicht nur für Timo, sondern auch für Rafa: Sie sind alle Menschen und machen Fehler. Es geht darum, dass wir gemeinschaftlich einen Weg gehen. Wenn man auf dem Niveau einen Fehler macht, ist Union Berlin in der Lage, den auszunutzen. Es gibt viele andere Situationen, in denen uns Timo im Spiel gehalten hat, wie gegen Voglsammer. Wir sind natürlich kritisch, das sind sie aber auch selber. Es wird jeder hart mit sich selbst ins Gericht gehen. Aber wir unterstützen die Jungs dabei.”

…personelle Konsequenzen: “Timo hatte schon ein sehr schwierige Phase im Klub. Aber er hat sich sehr stabilisiert und zeigt gute Leistungen. Er steht nicht aus nostalgischen Gründen bei uns im Tor. Er untermauert es im Training und in den Spielen. Wir sind in einer Leistungsgesellschaft und die Spieler müssen unter der Woche beweisen, dass sie spielen dürfen. Da schaut der Trainer akribisch drauf. Ich habe großes Vertrauen, dass Steffen am Wochenende die Spieler aufstellt, die sich am besten angeboten haben.”

 

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