1.FC Köln vs. Union Berlin, 07.11.20, 17.30 Uhr, Anthony Modeste Tor zum 1:0 (1. FC Köln), Bild: Herbert Bucco

Lebensversicherung Modeste: “Wir können uns bei Tony bedanken”

Der 1. FC Köln bleibt zuhause weiterhin ungeschlagen. Für das 2:2 (1:2) gegen Union Berlin brauchte es aber einmal mehr einen Doppelpack von Anthony Modeste, nachdem die Mannschaft die frühe Führung verspielt hatte. Entsprechend gemischt fielen die Gefühle nach dem Unentschieden aus. Die Stimmen zum Spiel. 

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten 

Benno Schmitz: “Wir haben in den letzten Jahren mit den Berlinern schon unsere Erfahrungen gemacht. Es ist immer schwer, wenn man hinten liegt. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann aber direkt den Ausgleich kassiert. Das 1:2 war natürlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Wir spielen Fußball und wir spielen Fußball hinten heraus. Da nehmen wir auch mal einen Fehler in Kauf. Das wollen wir natürlich nicht, passiert aber mal. Im zweiten Durchgang war es Kampf und viel Arbeit, wodurch wir uns dann noch belohnt und fast noch den Siegtreffer erzielt hätten.”

Wenigstens ein Punkt

Dejan Ljubicic: “Wir sind glücklich, dass wir nicht verloren haben. Wir hatten uns viel vorgenommen, haben aber auch gewusst, dass Union eine Mannschaft ist, die hinten robust und sehr zweikampfstark ist. Am Ende können wir uns bei Tony bedanken. Man kann sagen, dass er unsere Lebensversicherung ist. Trotzdem ist es traurig, dass wir nicht drei Punkte geholt haben. Ich finde, wir haben nicht schlecht gespielt. Union hatte zwei Torschüsse und die waren drin. Wir müssen analysieren, was wir besser machen können. Aber wenigstens ein Punkt.”

Mark Uth: “Ein Punkt ist okay. Wir hatten uns zuhause mehr erhofft und haben auch am Schluss auf Sieg gespielt. In der ersten Halbzeit haben wir uns leider dem Spiel von Union etwas angepasst und hatten keine Lösungen vorne. Union hat es gut verteidigt und macht die Tore durch unsere Fehler. Wir wollen weiter so mutig spielen. Steffen sagt, dass wir Fehler machen können, so etwas kann passieren. Das erste Drittel der Saison war in Ordnung. Nach der letzten Saison sind wir damit zufrieden. Wir hätten zwei, drei Punkte mehr haben können, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Wir gehen unseren Weg weiter.”

Der Mut wurde belohnt

Jörg Jakobs: “Das Thema Intensität hatten wir in den letzten Wochen schon, die war wieder da. Jetzt sind es Kleinigkeiten, die uns noch fehlen oder die wir entwickeln sollten und auch werden. Es ist das Muster von Union, aus wenig viel zu machen. Wir kommen noch nicht dahin, dass wir das Ganze so gut spielen, um Tore zu machen. Das ist aber eine Frage der Zeit. Man kann Dinge erzwingen, das geht nicht immer gut. In der letzten Viertelstunde sind wir aber wirklich gut und bringen nochmal Sachen auf den Platz, die andere Mannschaften dann nicht mehr bringen.”

Urs Fischer: “Ein tolles Spiel. Für die Zuschauer, aber auch für mich als Trainer. Wir haben eine sehr gute Antwort auf den frühen Rückstand gegeben. Das Spiel war ausgeglichen, auch wenn Köln mehr Ballbesitz hatte. Wir waren aber immer gefährlich und konnten die Partie vor der Pause noch drehen. Auch in der zweiten Hälfte hatten wir die Chance, den Sack zuzumachen. Das ist uns nicht gelungen. Ich glaube, das Unentschieden ist verdient. Beide Mannschaften haben viel aufgewendet. Großes Kompliment an meine Jungs, es war das siebte Spiel in drei Wochen.”

Steffen Baumgart: “Am Ende sind wir froh, dass wir noch das Unentschieden gemacht haben. Ich finde auch, mehr als verdient. Wir waren in der ersten Halbzeit nah am 2:1 dran. Es war ärgerlich, dass wir nach der Führung direkt den Ausgleich bekommen haben. Die Jungs haben es bis dahin gut gemacht, Union nutzt den einen Fehler dann sehr gut aus. Die Jungs sind mutig dran geblieben, auch wenn Union die ein oder andere Konterchance hatte. Wir haben immer wieder versucht, uns Chance zu erarbeiten. Der Mut wurde am Ende belohnt. Ich finde auch, dass es ein gutes Fußballspiel war. Wenn mich aber einer fragt: Ich bin nicht zufrieden.”

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