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Nur Schwirten fehlt: Ein FC-Trio bei der deutschen U20


Es hätte sogar ein Quartett des 1. FC Köln bei der deutschen U20-Nationalmannschaft werden können: Zu Tim Lemperle und Marvin Obuz und dem verliehenen Robert Voloder sollte sich eigentlich auch noch Joshua Schwirten gesellen. Doch der 19-Jährige musste seine Teilnahme verletzungsbedingt absagen. Hinter Schwirten liegen aufregende Wochen.

Köln – Bisher war die Endrunde um die deutsche Meisterschaft mit der U17 des 1. FC Köln vermutlich das sportliche Highlight im Leben des Joshua Schwirten. Im Juni 2019 schaltete Schwirten mit dem FC im Halbfinale erst Bayern München aus und gewann danach das Endspiel in Dortmund gegen den BVB mit 3:2.

Ein geiles Gefühl, als der Bundestrainer anrief

In diesem Herbst konnte Schwirten weitere Höhepunkte in seiner Laufbahn verzeichnen. Da waren einerseits die beiden Youth-League-Spiele mit der U19 des FC. In beiden Duellen gegen den belgischen Verein KRC Genk (2:4/1:3) führte Schwirten den FC als Kapitän aufs Feld. Im Hinspiel lief er vor 3.200 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion auf: „Das war vor so einer Kulisse ein tolles Gefühl und pusht einen noch mal zusätzlich“, berichtet Schwirten.

Zwischen seinen ersten beiden Europapokal-Spielen wartete noch eine andere Premiere auf den Kölner: Im Freundschaftsspiel der deutschen U20-Nationalmannschaft gegen Rumänien spielte Schwirten erstmals mit dem DFB-Adler auf dem Trikot. Im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion wurde er in der Schlussphase eingewechselt. Dabei stieß Schwirten seinerzeit erst als Nachnominierter zur Mannschaft: „Das war ein geiles Gefühl, als der Bundestrainer anrief“, erinnert er sich, „man ist mit den besten Spielern Deutschlands zusammen, da ist das Niveau sehr hoch.“

Schwirten muss U20 absagen

Das Zimmer teilte er sich mit seinem Teamkollegen aus der FC-U21, Marvin Obuz. Beide kennen sich bereits seit der U8 am Geißbockheim und sind gut befreundet. „Wir haben versucht, ihn aus Spaß etwas nervös zu machen“, berichtet Obuz lachend, „aber Josh bringt nichts aus der Ruhe.“ Ein besonderes Ritual, etwa die Darbietung eines Liedes vor versammelter Mannschaft, habe es für den Debütanten im Oktober aber nicht gegeben: „Aber ich hätte ihn wirklich gerne singen gehört“, schmunzelt Obuz.

Eigentlich hätte Schwirten auch jetzt wieder im Aufgebot für den November-Lehrgang der U20 gestanden, aber im Rückspiel in Genk brach eine alte Außenbandverletzung wieder auf. Und so musste der Kölner schweren Herzens beim Bundestrainer Christian Wörns absagen.

Obuz und Lemperle zusammen mit Voloder beim DFB

Marvin Obuz stieß derweil am Sonntagabend zusammen mit Tim Lemperle etwas verspätet zum DFB-Tross, der sich in Frankfurt am Main versammelt hatte. Zuvor hatte das Duo noch im Müngersdorfer Stadion mit dem FC auf der Tribüne beim 2:2 gegen Union Berlin gefiebert.

Am Montagmorgen hob der Flieger ab nach Paris. Dort stand am Donnerstag ein Test gegen die U20 Frankreichs auf dem Programm. Deutschland gewann mit 3:2 – Obuz stand in der Startelf, Lemperle wurde eingewechselt. Und dann war da noch ein gewisser Robert Voloder, aktuell vom FC an NK Maribor ausgeliehen. Er kam in der Schlussphase für Obuz in die Partie. Insofern war es dann doch das größere FC-Klassentreffen beim DFB, wenngleich ohne Schwirten.

Schwirten arbeitet am Comeback

Am Freitag geht es weiter nach Portugal, wo für den Montag ein weiteres Testspiel gegen die U20 Portugals geplant ist. Am Dienstag fliegt die DFB-Delegation zurück nach Frankfurt. Die jüngsten Corona-Fälle bei der A-Nationalmannschaft hat man natürlich auch bei der U20 wahrgenommen. Dort unterziehen sich alle Spieler jeden Morgen einem Corona-Test.

Schwirten arbeitet derweil am Geißbockheim an seinem Comeback. „Ich habe keine Probleme mehr“, freut sich das Talent, das beim FC einen Vertrag bis 2023 besitzt. Im Derby-Heimspiel an Totensonntag gegen die U23 Fortuna Düsseldorfs möchte Schwirten wieder auf dem Platz stehen – und dann noch einmal mit Schwung in die letzten Wochen des Jahres 2021 gehen.

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