Anthony Modeste. (Foto: IMAGO / Treese)

Anthony Modeste jubelt in Wolfsburg. (Foto: IMAGO / Treese)

„Haben Schmadtkes Mannschaft in die Krise geschickt“

Mit seinem vierten Doppelpack in dieser Saison hat Anthony Modeste den 1. FC Köln wieder auf Kurs geschossen. Doch beim VfL Wolfsburg war dem Franzosen nicht nur der 3:2-Auswärtssieg wichtig. Der 33-jährige stichelte auch gegen Kölns ehemaligen Manager Jörg Schmadtke, der den Franzosen 2017 nach China transferiert hatte.

Wolfsburg – Den Abstauber in der 34. Minute machte er locker. Und auch der 3:2-Siegtreffer in der 89. Minute war für das Kopfball-Ungeheuer Anthony Modeste keine große Herausforderung. Die Flanke von Kingsley Schindler fiel dem FC-Stürmer direkt auf den Kopf. Aus fünf Metern hatte Modeste keine Mühe den Ball ins lange Eck zu lenken.

Der Jubel fiel groß und erleichtert aus. Für Modeste war es das siebte Kopfballtor der Saison – und nach nur 16 Bundesliga- und zwei DFB-Pokal-Spielen hat der Angreifer nun schon zwölf Tore auf dem Konto. Modeste liefert bislang überragend ab, und nur wenige hatten ihm auch nur annähernde Leistungen zugetraut. „Ich habe immer an mich geglaubt“, sagte Modeste am Dienstagabend nach dem Sieg in Wolfsburg. „Ich wusste, dass alles möglich ist. Wer hat schon daran geglaubt, dass ich in einer halben Saison zehn Tore schießen kann?“

Modestes persönliche Fehde mit Schmadtke

Die Halbserie ist noch nicht vorbei, und in der Bundesliga steht Modeste nun schon bei zehn Treffern. Doch Modeste dachte nach dem Sieg in Wolfsburg nicht nur an den FC, sondern auch an den Mann, der inzwischen beim VfL die Fäden zieht und die sechste Pflichtspiel-Niederlage in Folge seiner Mannschaft mit ansehen musste: Jörg Schmadtke. „Es war schön hier zu gewinnen – und wir haben die Mannschaft von Jörg Schmadtke in die Krise geschickt“, sagte Modeste der Sportschau mit unverhohlener Genugtuung.

Der Hintergrund: Modeste beharrt noch heute darauf, dass Schmadtke den Angreifer 2017 zum 28-Millionen-Euro-Transfer nach China überredete und der Franzose selbst eigentlich lieber in Köln geblieben wäre. Vergessen hat Modeste diese Zeit offenbar nicht, und das Verhältnis zu Schmadtke scheint irreparabel beschädigt. So genoss der 33-jährige den Sieg nicht nur für seine Mannschaft, sondern doppelt für sich persönlich. „Man sieht sich immer zweimal im Leben.“

Wir wissen, was wir tun

Im Sommer 2017 hatte Modeste gerade eine 25-Tore-Saison hinter sich und den FC nach Europa geschossen. Viereinhalb Jahre später steht er bei zehn Treffern in 16 Spielen und damit einer ähnlich starken Quote. Die Geißböcke haben nun 22 Punkte auf dem Konto und stehen wieder in der oberen Tabellenhälfte. „Besser als letztes Jahr – aber das war nicht so schwierig“, resümierte Modeste lachend den bisherigen Saisonverlauf und richtete seinen Blick nun auf den Hinrunden-Abschluss gegen Stuttgart: „Wir wissen, was wir tun.“ Für den VfB dürfte dies nach der Kölner Leistung in Wolfsburg eine Drohung sein.

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