Jonas Hector und Kingsley Schindler beim Sieg in Wolfsburg. (Foto: IMAGO / Kirchner-media)

Jonas Hector und Kingsley Schindler beim Sieg in Wolfsburg. (Foto: IMAGO / Kirchner-media)

“Nicht so einfach”: Sonderlob für Hector nach Özcans Verletzung

Mit der Einwechslung von Kingsley Schindler kam für den 1. FC Köln am Dienstagabend beim VfL Wolfsburg die Wende. Nicht jedoch der Joker mit seinen beiden Vorlagen war es, der nach dem 3:2-Sieg ein Sonderlob von Steffen Baumgart bekam. Vielmehr hob der Trainer die Leistung von Jonas Hector hervor, der durch die Verletzung von Salih Özcan erstmals in dieser Saison auf der Sechs aushelfen musste. 

Köln – Kingsley Schindler hatte am Dienstagabend allen Grund zur Freude. Unmittelbar nach seiner Einwechslung sorgte der Rechtsaußen mit seinem Pass auf Mark Uth für die Vorlage zum 2:2-Ausgleich. Doch damit nicht genug: Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit setzte der 28-Jährige erneut zur Flanke an – und fand diesmal Anthony Modeste, der mit seinem zweiten Tor den 3:2-Siegtreffer erzielen konnte.

Statt einem Sonderlob erhielt Schindler von seinem Trainer nach dem Schlusspfiff jedoch lediglich eine ausgelassene Umarmung. “Keine Extra-Sachen für King”, sagte Baumgart anschließend. “Es hatte damit was zu tun, dass wir es gut geschafft haben, aus der Enge von der einen Seite auf die andere zu verlagern”, sah der Trainer den Ausgangspunkt der Tore vielmehr bei den gelungenen Seitenwechseln.

Mein Sonderlob wäre heute bei Jonas Hector

Stattdessen wollte Baumgart am Dienstag einen anderen Spieler hervorheben. Einen, der gegen den VfL Wolfsburg zwar nicht mit einem Tor oder einer direkten Vorlage glänzen konnte, dafür jedoch all seine Klasse und Routine auf einer anderen Position auf den Platz gebracht hatte. “Mein Sonderlob wäre heute bei Jonas Hector”, erklärte Baumgart. Hector war im zweiten Durchgang für den angeschlagenen Salih Özcan auf die alleinige Sechserposition gerückt. Der Kapitän war nach der Verletzung von Özcan die letzte verbleibende Alternative im defensiven Mittelfeld, nachdem bereits Ellyes Skhiri und Dejan Ljubicic nicht mitwirken konnten. Nachdem Hector in den vergangenen Jahren fast ausschließlich im Mittelfeld zum Einsatz gekommen war, setzte Baumgart bislang ausnahmslos hinten links auf seinen Kapitän. “Es ist nicht so einfach, aus dem Kalten wieder nach langer Zeit auf der Sechs zu spielen, nachdem Salih raus ist.”

Für Salih Özcan kam Jannes Horn gegen seinen Ex-Klub zum Einsatz und feierte nach 199 Tagen sein Pflichtspiel-Comeback. Ob Özcan zum Hinrunden-Abschluss gegen den VfB Stuttgart am Sonntag wieder zur Verfügung steht, ist aktuell aber noch unklar. “Er hatte Probleme mit der Wade”, berichtete Baumgart über die Gründe der Auswechslung. “Er hätte von sich aus weitergespielt und sich durchbeißen wollen. Aber wir hatten die Möglichkeit mit Jonas auf der Sechs – und mit Jannes auf der angestammten Position hinten links war das nicht so dramatisch.”

Ruhephasen sind wichtig

Die inzwischen 16 Bundesliga- und zwei Pokalspiele scheinen zum Ende des Jahres hin nicht spurlos an den Spielern vorbeizugehen. Auch Ljubicic musste am Tag des Spiels aufgrund von muskulärer Probleme passen, saß während der 90 Minuten gemeinsam mit dem verletzten Timo Horn neben der Ersatzbank. “Das gleiche war mit Dejo heute, er war geplant von Anfang an”, sagte Baumgart. “Man merkt auf lange Sicht, dass die eine oder andere Ruhephase wichtig ist.” Auch deshalb haben die Spieler am Mittwoch noch einmal einen Tag frei, ehe die Geißböcke am Donnerstag die Vorbereitungen auf das letzte Spiel des Kalenderjahres am Sonntag gegen Stuttgart aufnehmen. Bis dahin heißt es für alle noch einmal die letzten Kräfte vor Weihnachten zu bündeln.

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