Timo Hübers nach seinem Tor in Bochum. (Foto: Bucco)

Timo Hübers nach seinem Tor in Bochum. (Foto: Bucco)

Hübers als Abwehrchef – Holt der FC noch zwei Neue?

Timo Hübers wächst dieser Tage beim 1. FC Köln in die Rolle des neuen Abwehrchefs hinein. Der 25-Jährige könnte die Rolle des abgewanderten Rafael Czichos übernehmen. Seine Variabilität ist sein Trumpf. Derweil sucht der FC weiter nach einem neuen Innenverteidiger – oder werden es gar zwei? Das deutete Noch-Geschäftsführer Alexander Wehrle an. Könnte einer der Neuzugang bereits am Donnerstag im Testspiel eingesetzt werden?

Gegen den FC Bayern München war Timo Hübers bereits nah dran, doch der Kopfball des Innenverteidigers verpasste das Ziel um Zentimeter und klatschte stattdessen an die Latte. Gegen den VfL Bochum nutzte der 25-Jährige schließlich die Gunst der Stunde, als ihm die Kugel nach einem Eckball vor die Füße fiel und Hübers aus kurzer Distanz nur noch einschießen musste.

Für den Abwehrspieler war sein erstes Saisontor dabei “ein Meilenstein”, wie er hinterher verriet. Schließlich war sein Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 gleichzeitig sein erstes Tor in der Bundesliga. Drei Mal hatte der Rechtsfuß schon für Hannover 96 im Unterhaus getroffen, nun folgte in seinem 13. Bundesliga-Spiel auch eine Liga höher sein Debüt-Tor.

Hübers’ beidfüßiges Aufbauspiel ein Vorteil

Auf das Tor des Monats wird das 1:1 gegen den VfL allerdings keine Chance haben, wie auch Hübers schmunzelnd zugab: “So, wie es gefallen ist, muss ich es mir nicht unbedingt merken. Es war nicht das schönste Tor.” Auch deshalb hatte sich der Verteidiger hinterher den ein oder anderen Spruch in der Kabine anhören müssen. “Es war eine Menge Glück dabei. Ich konnte gar nicht mehr anders, als aus der Drehung aufs Tor zu schießen. Irgendwie ist er reingefallen.”

Glück war Hübers’ Leistung in der Defensive derweil nicht. Der gebürtige Hildesheimer gewann die meisten Zweikämpfe seines Abwehrverbundes und strahlte nach anfänglichen Problemen die höchste Sicherheit aus. Auch, weil er im Aufbauspiel deutlich stabiler ist als sein Nebenmann Luca Kilian. Zudem ist Hübers zwar rechts stärker, verfügt jedoch ebenfalls über einen brauchbaren linken Fuß.

Neuzugang schon zum Testspiel beim FC?

Das macht Hübers zum natürlichen neuen Abwehrchef, sofern er gesund bleibt und sich weiter stabil präsentiert. Kilian kann in diese Rolle zwar perspektivisch ebenfalls hineinwachsen, zumindest hält Steffen Baumgart auch charakterlich große Stücke auf den Leihspieler. Doch zunächst muss seine Zukunft geklärt werden (der FC will die Kaufoption ziehen) und Kilian muss neben Hübers den Stammplatz verteidigen, sobald neue Konkurrenz in der Innenverteidigung kommt.

Diese Konkurrenz wird diese Woche kommen. Eine der spannenden Fragen lautet: Schafft es der 1. FC Köln, mit dem Wunschspieler rechtzeitig eine Einigung zu erzielen, sodass dieser bereits am Donnerstag gegen den FC Schalke 04 im Testspiel eingesetzt werden kann? Dies würde den Geißböcken einen Vorteil bei der Integration des Spielers ermöglichen. Die andere Frage lautet: Bleibt es bei einem Winter-Transfer?

Wehrle erwägt zwei Transfers im Winter

Am Montagabend überraschte Geschäftsführer Alexander Wehrle in der Talkrunde „Loss mer schwade“ mit der Aussage, dass nicht nur Wunschkandidat Julian Chabot bald zum FC stoßen könnte. „Die Gespräche laufen gut”, sagte Wehrle, der bald zum VfB Stuttgart wechseln wird, und sprach von einem “marktgerechten Angebot”, das der FC abgegeben habe. “Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Tagen eine Lösung präsentieren können.“

Diese könnte jedoch über Chabot (Sampdoria Genua) hinausgehen. “Es ist durchaus möglich, dass wir zwei verpflichten”, sagte Wehrle. “Einen Spieler holen wir auf jeden Fall, einen zweiten vielleicht.” Damit machte Wehrle trotz der finanziellen Sorgen der Geißböcke die Tür weit auf für einen weiteren Spieler – ob Innenverteidiger oder auf einer anderen Position? Im Falle eines weiteren Verteidigers könnte Kaan Ayhan von US Sassuolo zum Kandidaten werden. Dessen italienischer Klub will den 27-Jährigen zwar eigentlich nicht gehen lassen. Doch bei Chabot und dem ehemaligen Bundesliga-Innenverteidiger könnte es dem FC gelingen, ein Leihgeschäft bis 2023 mit Kaufoption abzuschließen.

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