Die U21 des 1. FC Köln will den nächsten Sieg einfahren. (Foto: Bucco)

Die U21 des 1. FC Köln will den nächsten Sieg einfahren. (Foto: Bucco)

U19-Talente überzeugen gegen RWO: Bonus-Spiel gegen Uerdingen?

Die U19 des 1. FC Köln kann in der Senioren-Regionalliga mithalten – dieses Fazit ist nach dem 1:0-Erfolg der U21 gegen RW Oberhausen keinesfalls eine Übertreibung. Beim Abpfiff standen gleich sieben Spieler auf dem Feld, die noch für die A-Jugend spielen dürften. Die Bilanz der Talente fällt positiv aus.

Ricardo Henning und Mert Kuyucu waren mit ihren gerade mal 21 Jahren die Routiniers in der neuformierten Viererkette, mit der die U21 gezwungenermaßen gegen RWO antreten musste. Neben Kuyucu gab der noch 17-jährige Riad Smajic sein Senioren-Debüt in der Innenverteidigung. Erkan Akalp (20) feierte sein Comeback als Linksverteidiger nach dreimonatiger Verletzungspause.

Und so anfällig sich die U21-Defensive in dieser Saison bislang zeigte, so souverän trat die neuformierte Rookie-Abwehr gegen Oberhausen auf. In den gesamten 90 Minuten ließ das Team gegen den klaren Favoriten kaum zwingende Torchancen zu. Riad Smajic agierte ohne erkennbares Lampenfieber im Abwehr-Zentrum und wirkte, als spiele er dort bereits seit Jahren. „Die Jungs sind sofort dagewesen und haben die Zweikämpfe super angenommen. Großen Respekt vor den jungen Spielern“, lobte der Rechtsverteidiger Henning, der später mit seinem Siegtreffer noch zum Mann des Tages avancieren sollte. 

Smajic in Zukunft häufiger bei den Profis

Nach dem frühen Ausfall Noel Futkeus rutschte der eingewechselte Ben Decker auf die Position des linken Verteidigers und auch der 18-Jährige fügte sich nahtlos ins Spielgeschehen ein. Bemerkenswert: Mit den Youngsters Smajic und Decker stand die FC-Abwehr sattelfester als in so manchem Spiel in der Hinrunde mit Profi-Unterstützung. Smajic machte jedenfalls deutlich, warum er in Zukunft häufiger auch bei den Profis mittrainieren soll.

Besonders in den Blickpunkt spielte sich auch Pierre Nadjombe, der in der Startelf stand und auf der rechten Seite immer wieder für Tempo sorgte. Natürlich merkte man dem 18-Jährigen gegen die robuste Oberhausener Abwehr in den Zweikämpfen noch körperliche Defizite an, dennoch machte Nadjombes Auftritt Lust auf mehr im FC-Trikot. In der Nachspielzeit hätte Nadjombe seine Leistung beinahe mit dem Treffer zum 2:0 gekrönt.

“Die Jungs haben ein Wir-Gefühl entwickelt”

Vladimir Fratea zeigte derweil gute offensive Ansätze. Der moldawische U-Nationalspieler bekam ebenfalls mehr Spielpraxis als gedacht, kam er doch kurz vor der Pause für den angeschlagenen Tommy Kraus in die Partie. Philipp Wydra blieb während der Partie weitgehend blass, setzte aber direkt zu Beginn ein Highlight mit seinem Freistoß, den Yusuf Örnek nicht im Tor unterbringen konnte. Und kurz vor dem Spielende sorgte er mit seinem Traumpass zurück an die Strafraumgrenze für die Vorarbeit zum Siegtreffer. Meiko Wäschenbach und Carlo Kettig komplettierten das U19-Septett, beide blieben jedoch weitgehend unauffällig – was hier gegen einen solchen Gegner aber durchaus positiv gemeint ist.

„Die Jungs haben ein Wir-Gefühl entwickelt“, freute sich der Trainer Mark Zimmermann, „ich habe der Mannschaft in der Halbzeit schon ein Kompliment ausgesprochen für die ersten 45 Minuten.“ Noch begeisterter war der Coach, dass nach dem Seitenwechsel der befürchtete Kraft- und Konzentrationsverlust weitgehend ausblieb oder zumindest nicht besonders ins Gewicht fiel. 

Belohnung gegen Uerdingen?

Noch offen ist, wie es mit den U19-Talenten weitergeht. Dies hängt zuvorderst davon ab, ob und wie viele Spieler aus dem U21-Kader bis zum nächsten Spiel am Samstag (14 Uhr) in Velbert wieder gesund werden. Der kommende Gegner ist mit dem KFC Uerdingen das abgeschlagene Tabellen-Schlusslicht der Regionalliga. Gerade dieser Gegner – im Hinspiel hatte die U21 den KFC mit 8:2 aus dem Franz-Kremer-Stadion geschossen – ermöglicht es den FC-Verantwortlichen eigentlich, den Talenten nach dem überzeugenden Oberhausen-Auftritt ein weiteres Bonus-Spiel zu schenken. Verdient hätten sie es allemal – und mit Blick auf die Belastungssteuerung der nach einer Corona-Erkrankung genesenen Spieler ließe sich dies auch gut durchsetzen. Zudem kehrt die U19-Bundesliga West erst eine Woche später wieder in den Spielbetrieb zurück. 

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