Steffen Baumgart träumt vom Pokalfinale in Berlin. (Foto: IMAGO / Weber)

Steffen Baumgart träumt vom Pokalfinale in Berlin. (Foto: IMAGO / Weber)

Die große Pokal-Chance gegen Baumgarts Kindheitsklub

Der 1. FC Köln will ins Viertelfinale des DFB-Pokals einziehen. Geht es nach Steffen Baumgart, würden die Geißböcke sogar bis zum großen Finale am 21. Mai in Berlin im Wettbewerb bleiben. Doch nicht nur aufgrund des persönlichen Traums des Trainers ist Achtelfinale gegen den Hamburger SV für die Geißböcke von enormer Bedeutung.

Knapp 900.000 Euro an Prämien hat der 1. FC Köln für das Erreichen des Achtelfinales schon eingestrichen. Sollten die Geißböcke am Dienstagabend gegen den Hamburger SV in die Runde der besten Acht einziehen, käme mindestens die gleiche Summe noch einmal oben drauf. Für das Erreichen des Viertelfinales werden nämlich noch einmal 1.004.000 Euro an Prämie ausgeschüttet. Für einen finanziell von der Corona-Pandemie arg gebeutelten Klub wie den FC wäre diese Summe eine große Erleichterung, zumal die 45 Prozent der Zuschauereinnahmen, die jeder Verein zusätzlich zu den Vermarktungserlösen kassiert, bei 750 zugelassenen Fans kaum in der Bilanz auffallen dürften.

“Je weiter wir kommen, da müssen wir uns nichts vormachen, ist das besser für unseren Klub”, weiß auch der Sportliche Leiter Thomas Kessler. Die finanziellen Vorteile für den Verein, sollte er das Viertelfinale erreichen, dürften auch Steffen Baumgart mehr als bewusst sein. Der Trainer hat jedoch auch einen eigenen, ganz persönlichen Antrieb, in die nächste Runde einzuziehen. “Wir wollen so weit kommen, wie möglich. Das große Lebensziel unseres Trainers ist es, in seiner Heimatstadt im Finale zu stehen”, unterstrich Kessler vor der Partie gegen den HSV, während Baumgart dies selbst noch einmal bestätigte: “Es ist ein Traum von mir, den ich jedes Jahr verfolge. Wenn es am Dienstag nicht gut geht, werde ich nächstes Jahr wieder angreifen. Ich sehe die Chancen höher, mal im Pokalfinale zu stehen, als Deutscher Meister zu werden.”  

Baumgarts HSV-Liebe kommt aus der Kindheit

Dass Baumgart mit dem FC am 21. Mai gerne das Pokalfinale bestreiten würde, hatte der 50-Jährige bereits vor der ersten Runde gegen Carl Zeiss Jena deutlich gemacht. Nach einem Zitter-Sieg im Elfmeterschießen und einem 2:0-Erfolg über den VfB Stuttgart in Runde zwei, muss Baumgart für dieses Ziel mit dem FC nun ausgerechnet den Hamburger SV aus dem Weg räumen. Der gebürtige Rostocker gilt als großer Sympathisant der Hanseaten und stand auch beim Zweitligisten im Sommer hoch im Kurs für das Traineramt. “Das kommt aus meiner Kindheit”, erklärte der Trainer am Montag auf der Pressekonferenz. “Ich bin von Kinderbeinen immer ein bisschen HSV-Fan gewesen.” Dann allerdings, das wurde Baumgart in diesem Moment wohl selbst bewusst, schob der 50-Jährige nach: “Bevor jemand fragt: Aber nicht morgen.” 

Beim FC freut sich jedoch nicht nur Steffen Baumgart auf das Wiedersehen mit dem einstigen Bundesliga-Dino: “Der HSV ist ein Traditionsklub, und es ist schön, mal wieder gegen die Hamburger zu spielen. Der HSV ist in der Zweiten Liga gut unterwegs und sicher eine Mannschaft, die in der Lage ist, eine Bundesliga-Mannschaft zu schlagen”, mahnte Thomas Kessler. Nichtsdestotrotz gehen die Kölner gegen den aktuell Tabellenfünften der Zweiten Liga als Favorit in das Spiel. “Die Jungs müssen das annehmen”, forderte Kessler im Vorfeld. Von Vorteil: Dank der starken Hinrunde gehen die Kölner inzwischen selbst in der Bundesliga häufiger als Favorit statt als Außenseiter in die Spiele. Für Steffen Baumgart kein Problem: “Diese Aufgabe möchte ich gerne annehmen”, sagte der Trainer hinsichtlich der Favoritenrolle. “Mit dem Feuer und der Intensität, die wir zuletzt hatten, wollen wir zuhause gewinnen.”

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