Kommt Ersatz? Das bedeutet der Czichos-Abgang für den FC

Der 1. FC Köln muss in der Rückrunde Rafael Czichos ersetzen. Den Vizekapitän und Stammspieler zog es mit Beginn des neuen Jahres zu Chicago Fire in die MLS. Ob die Geißböcke jedoch mit einem Neuzugang auf den Abgang reagieren, ließ Steffen Baumgart am Sonntag noch offen. 

Köln – Das neue Jahr hat für den 1. FC Köln mit einer Überraschung begonnen: Während sich die Geißböcke am zweiten Tag des Jahres erstmals wieder im Grüngürtel zum Training trafen, war ein Spieler ganz weit weg: Rafael Czichos ist mit sofortiger Wirkung zum MLS-Klub Chicago Fire gewechselt. „Mit Rafa verlässt uns ein absoluter Führungsspieler, er war im letzten halben Jahr auf und neben dem Platz ein ganz wichtiger Ansprechpartner für mich. Zudem zählte er auch sportlich zu unseren Leistungsträgern. Er ist ein gradliniger, offener Typ mit einem Top-Charakter. So jemanden lässt man nicht gerne ziehen“, drückte Steffen Baumgart sein Bedauern über den Wechsel aus. Auch Sportchef Jörg Jakobs sagte: „Mitten in der Saison einen Leistungsträger und Führungsspieler zu verlieren, ist kein Szenario, das man sich wünscht.“

Immerhin erhält der Klub so noch eine mittlere sechsstellige Ablösesumme für einen Spieler, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre. Zudem sparen sich die Kölner das Gehalt des Abwehrspielers. In Zeiten von erneut bevorstehenden Geisterspielen sicherlich eine finanzielle Entlastung für die Kölner. Trotzdem wird der Abgang für Außenstehende aufgrund Czichos‘ Einsatzzeiten und seinem Standing innerhalb des Vereins durchaus überraschend gewirkt haben, beim FC jedoch dürfte der Transfer kaum für plötzliche Verwundung gesorgt haben. „So spontan ist das alles nicht“, gab Baumgart am Sonntag nach dem feststehenden Wechsel zu, schließlich sei ein Wechsel in die USA für Czichos auch ein lang gehegter Karrieretraum gewesen.

Bisher ist noch nichts auf dem Tisch

Demnach dürften sich die Geißböcke auch nicht erst seit heute Gedanken darüber machen, wie sie ihren Stammspieler in der Innenverteidigung zu ersetzen gedenken. Der FC-Trainer zumindest gibt sich vorerst gelassen: „Ich glaube nicht, dass wir jetzt schlecht aufgestellt sind.“ Mit Luca Kilian, Timo Hübers und Jorge Meré haben die Kölner aktuell noch drei weitere zentrale Abwehrspieler im Kader und mit Sava Cestic zudem noch ein Talent in der Hinterhand. Letzterer jedoch kam bislang in dieser Saison nicht über Einsätze in der Regionalliga hinaus und soll zumindest mit einem Leihgeschäft liebäugeln. Ob dies jedoch passieren wird, ehe beziehungsweise falls der FC einen Czichos-Ersatz holt, ist aktuell offen.

Genauso wie die Zukunft von Jorge Meré. Der Spanier kam unter Baumgart über weite Strecken nicht über den Status des vierten Innenverteidigers hinaus. So verwundert es nicht, dass selbst der FC damit rechnet, dass Meré mit den Geißböcken über seine Zukunft sprechen möchte, wie Sportchef Jörg Jakobs jüngst im GEISSBLOG-Interview berichtete. Bislang allerdings seien noch keine Angebote für den 24-Jährigen beim FC eingegangen. „Bisher ist noch nichts auf dem Tisch“, berichtete Baumgart am Sonntag. „Wenn etwas kommen sollte, werden wir uns mit Jorge und dem entsprechenden Verein zusammensetzen. Das machen wir mit allen so und gucken dann, was das Beste ist. Aber wir gehen nicht davon aus, dass etwas auf den Tisch kommt.“ Praktisch in jeder Transferperiode gibt es Gerüchte über Angebote aus seiner Heimat. Doch auch die spanischen Vereine sind von der Corona-Pandemie finanziell stark betroffen, sodass Ablösezahlungen weitestgehend unmöglich sind.

Auch wenn sich der FC aktuell offen hält, ob er für Czichos einen externen Ersatz verpflichten wird, erscheint es jedoch unwahrscheinlich, dass die Geißböcke zusätzlich noch Meré ziehen lassen würden. „Wir haben bis Ende Januar Zeit, wir werden uns das offen halten“, erklärte Baumgart am Sonntag. „Wir werden die Augen und Ohren offen halten, genauso, wie uns der ein oder andere noch verlassen könnte“, weiß Baumgart, denn: „Das ist in der Transferperiode so.“ Den besten Beweis dafür gab es direkt zu Jahresbeginn.

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