Sava Cestic am Montag im Zweikampf mit Jan Thielmann. (Foto: Bucco)

Sava Cestic am Montag im Zweikampf mit Jan Thielmann. (Foto: Bucco)

Trotz Czichos-Abgang: Auch Cestic darf FC verlassen

Die Anzahl an Innenverteidigern hat sich beim 1. FC Köln in den vergangenen Monaten drastisch reduziert. Zuletzt verließ mit Rafael Czichos der Kölner Abwehrchef und Vizekapitän die Geißböcke. Trotz nur noch vier nomineller zentraler Abwehrspieler darf jedoch auch Sava Cestic den Klub weiterhin verlassen. 

Köln – Der Wechsel von Rafael Czichos zu Chicago Fire war für den 1. FC Köln innerhalb von sechs Monaten der vierte Abgang in der Innenverteidigung. Zählt man zudem Lasse Sobiech und Joao Queiros mit, sind es derer sogar sechs. Nach Sebastiaan Bornauw haben im Laufe der Hinrunde schließlich auch Yann-Aurel Bisseck und Robert Voloder den FC fest verlassen, nachdem sowohl Aarhus als auch Maribor die Kaufoptionen für die beiden Youngsters gezogen hatten.

Damit hat sich das Personal in der Abwehrzentrale beim FC in den letzten Monaten praktisch halbiert. Nach dem Weggang von Czichos stehen den Geißböcken nun noch Timo Hübers, Luca Kilian, Jorge Meré sowie Sava Cestic zur Verfügung. Letzterer könnte den Verein jedoch in der seit Beginn des Jahres laufenden Transferperiode ebenfalls noch verlassen. Zumindest von Seiten des FC würde man dem 20-Jährigen, der bislang in dieser Saison ausschließlich in der Regionalliga zum Einsatz gekommen war, keine Steine in den Weg legen.

Wäre besser für ihn, wenn er sich verändert

Schon im vergangenen Sommer hatte der Serbe zu den Wechselkandidaten gehört, sich jedoch wegen des Bornauw-Abgangs und trotz einer frühen Verletzung in der Vorbereitung durchsetzen wollen. “Wir haben mit Sava schon im Sommer sehr offen gesprochen und ihm gesagt, dass ihm aus unserer Sicht eine Luftveränderung gut tun würde. Da hatte er sich gegen entschieden”, erinnerte am Montag noch einmal Thomas Kessler, Sportlicher Leiter der Lizenzspielerabteilung. “Er wollte sich hier durchsetzen, ist jetzt aber nachweislich nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen.”

In den vergangenen Monaten hatte Steffen Baumgart stets vier Innenverteidiger in den Spieltagskader berufen. Durch den Abgang von Czichos könnte Cestic zumindest im Kader diese Lücke nun füllen. “Wenn es einen Spieler weniger auf der Innenverteidigerposition gibt, ist das für die anderen natürlich automatisch eine größere Chance”, erklärte Kessler. Allerdings scheint man Cestic beim FC aktuell relativ weit von der Profi-Elf entfernt zu sehen. Trotz der dann nur noch drei verbleibenden Innenverteidiger darf der elffache Bundesligaspieler den Verein weiterhin verlassen. “Wir sind weiter in der Kommunikation, dass es für ihn besser wäre, wenn er sich verändert”, sagte der Sportliche Leiter offen.

Abgang würde auch in der U21 Lücke reißen

Nicht nur bei den Profis würden sich die Alternativen in der Innenverteidigung mit einem zusätzlichen Abgang von Cestic weiter reduzieren. Auch die U21 müsste in diesem Fall nach dem vorzeitigen Karriereende von Marius Laux reagieren. Erster Kandidat wäre dabei Rijad Smajic aus der U19, der in das Team von Mark Zimmermann hochgezogen werden könnte. Zwar gehört der 17-Jährige dem jüngeren A-Junioren-Jahrgang an, zählt aber zu den größten Überraschungen der bisherigen Saison im FC-Nachwuchs, sodass man dem Youngster zumindest perspektivisch den frühzeitigen Sprung in die Herrenmannschaft zutraut.

Letztendlich ist man sich beim FC sicher, mit dem Verkauf von Czichos und auch dem ans Herz gelegten Wechsel von Sava Cestic kein größeres Risiko einzugehen. “Wir sind davon überzeugt, sonst hätten wir uns dazu nicht entschlossen”, zeigte sich Thomas Kessler einen Tag nach dem Abgang des Vizekapitäns zuversichtlich, alle feststehenden wie potentielle Abgänge intern auffangen zu können.

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