Thomas Kessler beim FC-Training. (Foto: Bucco)

Thomas Kessler beim FC-Training. (Foto: Bucco)

So plant der FC in der Abwehr – Greiml weiter ein Kandidat

Der 1. FC Köln hat im Winter deutlich mehr auf dem Transfermarkt bewegt als ursprünglich geplant oder erwartet. Dies lag an dem Umbruch in der Innenverteidigung, der sich mehr plötzlich als vorhersehbar ergab. Nun haben die Geißböcke ihr Abwehrzentrum neu aufgestellt und zumindest bis 2023 Planungssicherheit. Trotzdem soll im Sommer noch ein weiterer Innenverteidiger kommen – gerade weil alles beim FC nur bis 2023 ausgerichtet ist.

Vor zwei Wochen berichtete der GEISSBLOG exklusiv über das Interesse des 1. FC Köln an Leo Greiml von Rapid Wien. Trotz der getätigten Transfers im Januar sind die Geißböcke weiterhin an einer Verpflichtung des 20-Jährigen interessiert. Der Österreicher, der aktuell wegen eines Kreuzbandrisses außer Gefecht ist, soll im Sommer ablösefrei kommen (sein Vertrag in Wien läuft aus). Er wäre der fünfte Innenverteidiger im Kader – doch der Deal könnte Sinn machen.

Bestätigen will das Interesse beim FC aktuell niemand, dementieren aber auch nicht. Getan hat sich genug in den letzten Tagen auf der Innenverteidiger-Position, dass die Verantwortlichen zunächst alles sacken lassen wollen. Rafael Czichos, Jorge Meré und Sava Cestic sind weg, Jeff Chabot und Bright Arrey-Mbi sind da. Dem Trio, das der FC fortschickte, gehörte nicht die Zukunft in Kölns Abwehr. Das Duo, das kommt, soll für diese stehen.

Innenverteidigung: 2023 laufen drei der vier Verträge aus

Zumindest bis 2023: Bis dahin laufen ihre Leihverträge. Gleiches gilt aber auch für den Vertrag von Timo Hübers. Luca Kilian ist bislang nur bis Sommer 2022 gebunden, die Ablösesumme von zwei Millionen Euro für eine fest Verpflichtung versuchen die finanziell angeschlagenen Kölner gerade zusammenzukratzen. Man sieht sich also für die nächsten anderthalb Jahre in der Innenverteidigung gut aufgestellt, weiß aber auch, dass sich die Konstellation wieder verändern kann – insbesondere mit Blick auf 2023.

Zunächst einmal ist längst nicht sicher, dass sich der FC die zwei Millionen Euro für Kilian im Sommer wird leisten können. Viel hängt an den Zuschauerzahlen bis Mai, ebenso viel an einem möglichen Verkauf von Ellyes Skhiri. Garantiert ist zudem nicht, dass Chabot und Arrey-Mbi gleichermaßen einschlagen. Und so ist das ungebrochene Interesse an Greiml schlüssig, zumal der 20-Jährige nach einem komplizierten Knieschaden nicht automatisch schon wieder im Sommer fit sein wird, sondern eher selbst noch Zeit bräuchte. Mit Blick auf die 2023 gänzlich offene Personalkonstellation in der Innenverteidigung wäre Greiml also vor allem perspektivisch eine reizvolle Verpflichtung.

Baumgart lobt Smajic – und fordert Geduld

In diese Überlegungen fallen die Worte von Steffen Baumgart, der am Montag eine andere Personalie kommentierte. “Rijad Smajic hat sich bei uns vorgestellt und einen sehr guten Eindruck gemacht”, sagte der FC-Trainer über den 17-jährigen Innenverteidiger. “Jetzt gucken wir mal, wie seine Entwicklung weitergeht. Er bleibt auf unserer Liste und wird das ein oder andere mal im Training dabei sein. Aber er gehört noch zum jungen A-Jugend-Jahrgang, das dürfen wir nicht vergessen. Er hat noch zwei Jahre, ehe er in den Männerbereich stößt.”

Hinter dieser Aussage verbergen sich mehrere Überlegungen beim FC: Smajic ist mit seinen 17 Jahren ein Jahr jünger als Arrey-Mbi, zudem deutlich unerfahrener im Profi-Bereich. Während letzterer bereits länger bei den Bayern-Profis mittrainieren konnte (und damit im Training gegen Robert Lewandowski spielte), stieß Smajic erst im Dezember zur U21 und im Januar zu den FC-Profis, wird nun aber erst einmal zur U21 zurückkehren. Der Youngster ist fraglos talentiert, in seiner Entwicklung aber noch nicht so weit wie die Bayern-Leihgabe.

U17-Duo rückt auf – Baumgart blickt auf 2023

Dahinter lauern mit Marlon Monning und Julian Pauli zwei 16-Jährige aus der U17, die inzwischen zur U19 hochgezogen wurden. Das Innenverteidiger-Duo gilt wie Smajic als hochtalentiert. Mit diesem Trio will der FC also perspektivisch planen, jedoch nicht vor dem Sommer 2023, wenn Smajic 19 wird und Monning sowie Pauli 18.

Im GEISSBLOG-Interview sagte Baumgart jüngst: “Bei allen Talenten, die wir fördern wollen, dürfen wir nicht vergessen: Wir brauchen eine Bundesliga-Mannschaft. Wir brauchen auch Jungs, die schon mal Bundesliga gespielt und bewiesen haben, dass sie bestehen können.” Chabot und Arrey-Mbi sollen dies nun bis 2023 nachweisen. Dann eröffnen sich womöglich Chancen für die Talente aufzurücken. Bis dahin müssen sie sich noch gedulden.

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