Florian Kainz hat beim 1. FC Köln verlängert. (Foto: Bucco)

Florian Kainz hat beim 1. FC Köln verlängert. (Foto: Bucco)

“Harte Verhandlungen”: Kainz bekam Kölns Finanzsorgen zu spüren

Dass der 1. FC Köln durch die Corona-Pandemie finanziell nicht mehr auf Rosen gebettet ist, ist längst bekannt. Dass dies auch die Spieler zu spüren bekommen, zeigen nun die ersten Vertragsverhandlungen für die kommende Saison. Florian Kainz hat daraus am Dienstag keinen Hehl gemacht. Die Verlängerung seines Vertrags war keineswegs Formsache. Der Österreicher musste sich erst an die neuen Rahmenbedingungen gewöhnen.

Als Florian Kainz im Januar 2019 zum 1. FC Köln wechselte, saß das Geld bei den Geißböcken noch locker. Ex-Sportchef Armin Veh suchte den kurzfristigen Erfolg, erst später wurde bekannt, mit welchen Verträgen der einstige Bundesliga-Trainer die Spieler ausstattete, die er zu Zweitliga-Zeiten zum FC holte. Für Kainz zahlte der FC damals rund drei Millionen Euro Ablöse an Werder Bremen, und während das Zweitliga-Gehalt des Österreichers noch sechsstellig war, hob sich dieses nach dem Aufstieg deutlich an.

Kainz verdiente fortan in der Ersten Liga rund 1,5 Mio. Euro jährlich – eine Summe, die Veh fast schon standardmäßig an die meisten Neuzugänge verteilte. Ob Louis Schaub, Dominick Drexler, Florian Kainz, Niklas Hauptmann, Lasse Sobiech oder Rafael Czichos – all jene Zweitliga-Transfers kassierten nach dem Aufstieg zwischen 1,2 und 1,5 Mio. Euro Jahresgehalt. Und all diese Verträge wurden über vier Jahre oder länger geschlossen – einzig in Kainz’ Fall aufgrund des Winter-Transfers nur über dreieinhalb Jahre.

Geringere Grundgehälter, dafür leistungsbezogener

Diese Großzügigkeit war einer der Gründe, weshalb der FC in den letzten Monaten kaum Spielraum hatte, um die Corona-Verluste auszugleichen. Und sie ist einer der Gründe, weshalb die neuen Gehaltsstrukturen beim FC anders aussehen sollen. Das Ziel: geringere Grundgehälter, mehr leistungsbezogene Komponenten und in der Regel kürzere Vertragslaufzeiten. Das musste nun auch Kainz bei den Verhandlungen für einen neuen Vertrag feststellen.

Am Dienstag sprach der 29-Jährige über die Gespräche mit den FC-Verantwortlichen. Auf die Frage, wie der Weg zur Verlängerung gewesen sei, sagte Kainz offen: “Gemischt.” Was er damit meinte: “Es waren schon harte Verhandlungen. Die Entscheidung war für mich in meinem Alter und für meine Familie sehr wichtig. Wir haben uns Zeit gelassen. Am Ende haben wir uns gut geeinigt. Ich bin sehr froh, dass ich verlängert habe.” Bis 2024 wird der Österreicher beim FC bleiben – in dieser Saison ist er Stammspieler unter Steffen Baumgart.

“Man muss sich auf die finanzielle Situation einstellen”

Florian Kainz

Dennoch musste auch Kainz deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen, von rund 1,5 Mio. Euro soll es nun, so heißt es am Geißbockheim, auf unter eine Mio. Euro Jahresgehalt runtergegangen sein. “Man hat schon gemerkt, dass man sich auf die finanzielle Situation einstellen muss”, gab Kainz offen zu. Und so machte der Außenbahnspieler am Dienstag auch keinen Hehl daraus, dass er sich zwischenzeitlich anders umgesehen habe. “Ich habe überlegt, ob ich in diesem Alter noch mal etwas neues machen will. Es hat Interessenten gegeben. Köln war aber die beste Option.”

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