Steffen Baumgart in Mönchengladbach. (Foto: Bucco)

Steffen Baumgart in Mönchengladbach. (Foto: Bucco)

Baumgarts Rückrunden-Plan greift: Hoffen auf die Siegesserie

Drei Siege in Folge sind dem 1. FC Köln in dieser Bundesliga-Saison erst einmal gelungen – zwischen dem 16. und 18. Spieltag mit Dreiern gegen Wolfsburg, Stuttgart und Hertha BSC. Sollten die Geißböcke am Samstag das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld gewinnen, würde es zum zweiten Mal in dieser Saison klappen. Es wäre die logische Konsequenz einer stabileren und erfolgreicheren Rückrunde. Jetzt greift, was Steffen Baumgart angekündigt hatte.

Drei Bundesliga-Siege in Folge haben beim 1. FC Köln höchste Seltenheit. Steffen Baumgart gelang es bislang einmal. Markus Gisdol gelang es sogar zweimal. Peter Stöger hingegen war es in seinen drei erfolgreichen Erstliga-Jahren zwischen 2014 und 2017 nicht ein einziges Mal (!) gelungen, drei Bundesliga-Siege in Folge einzufahren.

Das zeigt, wie schwer es für die Geißböcke werden wird, aus den nun anstehenden letzten vier Saisonspielen tatsächlich drei oder gar vier Siege zu holen. Eine ähnliche Serie gab es für den 1. FC Köln zuletzt – ja, genau – unter Markus Gisdol, als es 2019/20 fünf Siege aus sechs Spielen bzw. acht Siege aus elf Spielen gab.

Eine Gefahr für Kopf, Fuß und Ergebnisse

Doch beim 1. FC Köln ist im Frühjahr 2022 alles anders. Derart große Derbyerfolge hatte es zuletzt vor über 30 Jahren gegeben. Derart offensivstarke und attraktive Leistungen der Geißböcke in der Bundesliga liegen ebenso lange zurück. Und daher verwundert es niemanden, dass man auch am Geißbockheim daran glaubt, die jüngsten Erfolge bis zum Saisonende durchziehen zu können. Auch, wenn dafür sehr viel wird zusammenkommen müssen.

“Besser als in der ersten Halbzeit gegen Gladbach habe ich uns noch nicht gesehen”, sagte Steffen Baumgart am Donnerstag. “Darin liegt aber auch die Gefahr, denn jetzt würde jeder am liebsten wieder so eine Halbzeit sehen. Ich gehe davon aus, dass uns das nicht immer gelingen wird, wir werden aber daran arbeiten.” Bielefeld, Augsburg, Wolfsburg, Stuttgart – die Gegner könnten zu der Annahme verleiten, der FC sei nicht nur tabellarisch stärker als die Kontrahenten. Eine Gefahr für Kopf, Fuß und Ergebnisse.

Statistiken zeigen: Der FC spielt eine bessere Rückrunde

“Wir fahren nirgendwo hin und sind der klare Favorit”, mahnte Baumgart. “Jetzt kommen vier Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind. Wir stehen in den Punkten besser, weil wir uns das Quäntchen Glück erarbeitet haben. Wir wollen, wenn es geht, alles gewinnen. Ob es gelingt, werden wir sehen. Denn so weit sehe ich uns und die anderen Mannschaften in den Leistungen nicht auseinander.”

Dennoch bewahrheitet sich Baumgarts Aussage aus der Hinrunde, dass sich der stabilisieren und verbessern werde. Baumgart hatte angekündigt, dass die vielen Unentschieden in der Hinrunde sich zu Siegen hin verändern könnten. Dieser Effekt ist schon jetzt zu beobachten: Nach 13 Spieltagen in der Hinrunde lag der FC mit 18 Punkten und 22:22 Toren auf dem zehnten Rang – bei vier Siegen, sechs Unentschieden und drei Niederlagen. In der Rückrunden-Tabelle liegt der FC nach 13 Spielen dagegen schon auf Rang sechs – mit 21 Punkten und 17:17 Toren. Das Entscheidende: sechs Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen.

Jedes Spiel bleibt eng

Die in beiden Fällen ausgeglichene Tordifferenz zeigt jedoch, wie knapp die Spiele weiterhin sind – und dass es praktisch kein Spiel der Geißböcke gibt, das klar und deutlich in eine Richtung läuft. Das wird wohl auch in den letzten vier Spielen gelten – egal, auf welchen Tabellenplätzen die Gegner liegen. In Bielefeld hatte der FC im Hinspiel große Probleme und viel Glück. Gegen Augsburg verlor man zuhause verdient. In Wolfsburg musste man zweimal einen Rückstand drehen, ehe man gewann. Und das 1:0 gegen Stuttgart fiel erst in der 88. Minute. Der FC ist also gewarnt: Der Rückrunden-Plan greift zwar, eine Siegesserie lässt sich jedoch keinesfalls einplanen.

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