Bleibt Dimitris Limnios in Enschede? (Archivfoto: Bopp)

Bleibt Dimitris Limnios in Enschede? (Archivfoto: Bopp)

Kauf oder neue Leihe? Twente denkt über Limnios’ Zukunft nach

Er war ein Millionen-Flop beim 1. FC Köln – bei Twente Enschede hat Dimitris Limnios hingegen inzwischen eingeschlagen. Der Grieche wechselte im vergangenen Sommer vom FC in die Eredivisie. Dort ist er Stammspieler und überzeugt. Twente hat nun offenbar Interesse, den 23-Jährige weiter zu verpflichten. Die Frage des Geldes könnte mit dem sportlichen Erfolg geklärt werden.

Noch vor einigen Wochen schien es unwahrscheinlich, dass Twente Enschede Dimitris Limnios über die Saison 2021/22 hinaus verpflichten würde. Der Grund: Die Niederländer können die Kaufoption in Höhe von 1,8 Mio. Euro kaum stemmen. Und selbst wenn, würden sie es unter den aktuellen Umständen wohl nicht tun.

Jedoch: Limnios hat sich in den letzten Monaten nach anfänglichen Schwierigkeiten zur Stammkraft entwickelt und trägt zum Erfolg des aktuellen Tabellenvierten entscheidend bei. Zuletzt verzeichnete der Flügelspieler einen Assist beim 3:3 gegen PSV Eindhoven und traf am vergangenen Wochenende zum 2:0-Sieg in Nijmegen. Es war schon Limnios’ fünftes Saisontor für Enschede.

Limnios-Deal dank Europa?

Nun berichtet das Onlineportal Twente Insite, dass Enschede derart zufrieden mit dem Leihspieler ist, um an einer weiteren Verpflichtung interessiert zu sein. Demnach ist die Hoffnung groß, dass die Geißböcke womöglich verhandlungsbereit sind und im Preis noch einmal entgegen kommen könnten. Zudem wollen die Niederländer eine weitere Leihe prüfen, da Limnios beim FC noch bis 2024 unter Vertrag steht – ein weiteres Leihgeschäft für ein Jahr wäre also möglich.

Entscheidend könnte der sportliche Erfolg in der Eredivisie sein. Dank 17 Punkten aus den letzten sieben Spielen liegt Twente nur noch drei Punkte hinter Feyenoord auf Rang drei und damit in Schlagdistanz zu dem Platz, der zur Qualifikation für die Europa League reichen würde. Sollte dies nicht gelingen, würde Enschede in die Liga-internen Playoff-Spiele um die Conference League kommen und dort auf den Sprung nach Europa hoffen. Insbesondere der Einzug in die Europa League würde finanzielle Möglichkeiten eröffnen, die die Chancen auf einen Limnios-Deal erhöhen würden.

Keine Zukunft beim FC

Beim 1. FC Köln hatte sich Limnios in seinem ersten Jahr unter Markus Gisdol nicht durchsetzen können. Zwölf Mal war der Flügelspieler in der Bundesliga zum Einsatz gekommen – zehn Mal davon als Joker. Nach GEISSBLOG-Informationen haben die Geißböcke trotz der geplanten Neubesetzung der beiden Flügel zur neuen Saison auch zukünftig keine Verwendung mehr für den 23-Jährigen. Zu schwach sein Eins-gegen-Eins, zu gering sein Tempo für die Bundesliga, so das Urteil am Geißbockheim. Bleibt daher nur die Frage nach dem Weg, wie eine Trennung möglich werden könnte.

Im bevorstehenden Transfersommer besitzt Enschede die Kaufoption in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro, was dem sogenannten Restbuchwert des Spielers in der Kölner Bilanz entspräche. Diese Summe würde bei einem Verkauf garantieren, dass der FC keinen Verlust aktivieren und damit sein ohnehin geschmolzenes Eigenkapital weiter verringern müsste. Jeder Ablösesumme unter diesem Wert würde die Geißböcke noch weiter in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Es sei denn, die Gehaltseinsparung wäre so groß, dass die Vorteile darin den Problemen beim Eigenkapital überwiegen würden.

Realistisch hat der FC aber nur zwei Möglichkeiten: erstens einen Käufer für diese Summe zu finden oder zweitens eine neuerliche Leihe abzuschließen. Im zweiten Fall bestünde dann die Hoffnung, dass der FC ein Jahr später, im Sommer 2023, im Eigenkapital wieder besser da stünde, um eine Trennung zu vollziehen, oder einen Käufer für rund 900.000 Euro zu finden. Eine dauerhafte Rückkehr des Griechen nach Köln scheint aber ausgeschlossen.

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