Christian Keller wird am Samstag erstmals ein neuer Sport-Geschäftsführer im RheinEnergieStadion Platz nehmen. (Foto: Bucco)

Christian Keller wird am Samstag erstmals ein neuer Sport-Geschäftsführer im RheinEnergieStadion Platz nehmen. (Foto: Bucco)

Keller vor Heim-Debüt: “Dahinter steckt die Begeisterungsfähigkeit der Menschen”

Seit dem 1. April ist Christian Keller als Geschäftsführer Sport im Dienst beim 1. FC Köln. Nach achteinhalb Jahren beim SSV Jahn Regensburg hat er nun in Köln eine neue Aufgabe begonnen. Nach seiner Premiere gegen Union Berlin wird Keller am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05 schließlich sein Heim-Debüt als neuer Sportchef feiern. Eines wird der 43-Jährige dabei jedoch nicht tun. Von Lina Gebhardt

In seiner gesamten Karriere als Fußballfunktionär war Christian Keller bisher erst einmal zu einem Fußballspiel im Kölner Rhein-Energie-Stadion. Am 12. Mai 2019 gewann der SSV Jahn Regensburg, mit dem Keller damals als Geschäftsführer zu Gast war, mit 5:3 bei den bereits aufgestiegenen Kölnern. Am Samstag wird er zum zweiten Mal dort sein, dieses Mal allerdings in neuer Funktion: Als Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln.

Keller freut sich auf Fußball mit Herzblut

“Wenn ich mir den FC in dieser Saison anschaue, macht es einfach Freude, diese Art von Fußball anzuschauen. Weil er gänzlich anders ist als der, der die Jahre zuvor gespielt wurde”, schwärmte Keller bei seiner Vorstellung. Die Entwicklung, die auch die Spieler durch Baumgarts Spielidee genommen hätten, sei bemerkenswert. “Das ist mutiger Fußball, ein offensiver Fußball, der einfach auch viel Herzblut mitbringt.”

Herzblut, das auch im Umfeld des Vereins, bei den Fans zu spüren sei. “Der Klub bewegt viele Menschen und das geht dann automatisch mit vielen Emotionen einher. Ich empfinde das als etwas sehr Positives.” Vielen aus dem FC-Umfeld sei womöglich gar nicht so klar, was für eine “immense Strahlkraft” der FC auch über die Stadtgrenzen hinaus habe.

Gleichwohl sei ihm natürlich ebenso bewusst, dass diese Emotionalität in beide Richtungen gehen könne, so Keller. “Aber im Kern steckt dahinter doch die Begeisterungsfähigkeit der Menschen für ihren Klub.” Das mache den Verein aus. Vielmehr sehe er es für sich als Aufgabe, “die Erwartungshaltung und das Vorgehen im Innenverhältnis trotz aller Emotionen mit möglichst viel Ratio zu managen”. 

“Da muss ich noch viel lernen”

Mit der Stadt Köln habe der neue FC-Geschäftsführer – abgesehen von dem einen Spiel, bei dem er im Stadion war, einem Besuch zu Karneval und einem Treffen mit dem Gemeinsamen Ausschuss – bisher noch keine Berührungspunkte gehabt. Aber: “Ich bin offen, Köln kennenzulernen und freue mich sehr darauf.” Auch in Sachen Karneval mangele es ihm bisher an Erfahrung: “Da muss ich noch viel lernen, wie ihr das so macht.”

Ganz unvorbereitet sei Keller aber nicht in die Domstadt gekommen: Mit einem Buch über 101 Dinge, die man über den 1. FC Köln wissen muss, habe er sich zumindest auf Anekdoten schonmal vorbereitet. “Da standen interessante Dinge drin”, sagte Keller schmunzelnd.

Keller wird nicht auf der Bank sitzen

Seit seinem ersten Arbeitstag am 1. April habe zudem er schon viele Menschen am Geißbockheim kennengelernt und er sei sehr freundlich empfangen worden. Auch nach Berlin hatte er die Mannschaft am vergangenen Wochenende bereits begleitet. Bei seinem Heim-Debüt am Samstag werde Christian Keller dann jedoch erstmalig “alle Abläufe mitnehmen”.

Eins werde er jedoch nicht tun: “Ich werde nicht auf der Bank sitzen.” Dort säßen genug Leute, die von dort aus einen Blick auf das Spielgeschehen haben, meint Keller. “Auf der Tribüne hast du nochmal einen anderen Blick auf das Spiel und kannst dann im Zweifel, wenn du dich mit dem Trainerteam austauschst, auch nochmal eine andere Perspektive einbringen.”

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