Steffen Tigges hofft beim 1. FC Köln auf den Durchbruch in der Bundesliga. (Foto: Bucco)

Steffen Tigges hofft beim 1. FC Köln auf den Durchbruch in der Bundesliga. (Foto: Bucco)

“Zu zweit gefährlicher”: So denkt Neuzugang Tigges über die Situation im FC-Angriff

Ein paar Wochen wird Steffen Tigges noch brauchen, ehe er für den 1. FC Köln zu einer echten Verstärkung wird. Dann jedoch will der Angreifer bei den Geißböcken durchstarten und gemeinsam mit Anthony Modeste auf Torejagd gehen.

Eine große Narbe ziert das linke Sprunggelenk von Steffen Tigges. Inzwischen ist diese aber nur noch eine Erinnerung an seine Knöchel-Fraktur. Probleme bereitet der lädierte Fuß nicht mehr. “Die Verletzung ist komplett ausgeheilt. Da habe ich keine Probleme”, berichtet der FC-Neuzugang am Donnerstag nach dem offiziellen Fototermin für die neue Saison und vor seiner nächsten individuellen Einheit auf dem Platz.

Noch kann der 23-Jährige nicht mit seinen neuen Teamkollegen trainieren. “Ich versuche von Tag zu Tag die Belastung zu steigern, immer mehr zu machen und auch in verschiedene Richtungen zu gehen.” Für den Stürmer stehen nun noch einige abschließende Tests an, bevor Tigges langsam wieder ins Mannschaftstraining herangeführt werden soll. In das am Sonntag beginnende Trainingslager in Donaueschingen wird der Neuzugang aber in jedem Fall reisen. “Vielleicht kann ich dort schon ein paar Passübungen machen”, hofft der ehemalige Dortmunder.

Das sagt Tigges über Haaland

Sobald Tigges eine Option für die Elf von Steffen Baumgart wird, hofft der gebürtige Osnabrücker, sich in der Bundesliga zeitnah etablieren zu können. “Das war in Dortmund in der letzten Saison eher schwierig”, blickt Tigges zurück. Nicht nur, dass dem Spieler einige Verletzung dazwischen gekommen waren. Gleichzeitig erhielt Tigges hinter Erling Haaland nur wenig Spielzeit. “Ich möchte ein wichtiger Teil der Mannschaft werden. Wenn dann ein paar Tore dazu kommen würden, wäre mir das recht. Zunächst steht aber im Fokus wieder fit zu werden.”

Dass Tigges beim FC nun deutlich mehr im Rampenlicht stehen wird als noch beim BVB stört ihn dabei nicht. “Bestimmt muss ich mich daran gewöhnen”, sagt er, wohlwissend, dass es in Dortmund “andere Leute gab, die deutlich interessanter waren. Für mich macht das aber keinen Unterschied, ich versuche mich möglichst viel auf Fußball zu konzentrieren.” Insbesondere Haaland hat in den vergangenen Jahren beim BVB die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Für Tigges war es jedoch eine wertvolle Zeit, zusammen mit dem neuen Stürmerstar von Manchester City zusammen zu arbeiten. “Er ist sehr professionell auf und neben dem Platz. Er will auch immer die kleinen Details verbessern. Da kann man sich viel abschauen. Auf dem Platz haben wir aber versucht, den Rummel um seine Person auszublenden.”

Ich stelle mich erst einmal hinten an

Steffen Tigges

Statt mit Haaland hätte Tigges bereits in der vergangenen Saison mit Anthony Modeste oder Sebastian Andersson gemeinsam stürmen können. Der FC hätte den Angreifer bekanntlich schon gerne vor einem Jahr verpflichtet. Beschäftigt habe sich Tigges damit jedoch damals nicht. “Weil der BVB von Anfang an gesagt hat, dass es keine Möglichkeit gibt, über einen Wechsel zu sprechen. Deswegen weiß ich auch nicht, ob ich vor einem Jahr schon zum FC gewechselt wäre.”

Im zweiten Anlauf hat es nun jedoch mit dem Transfer geklappt. Diesmal sei der Wechsel auch von allen Seiten so gewollt gewesen. “Der BVB hat mir keine Steine in den Weg gelegt, weil es für meine Entwicklung wichtig ist, dass ich Spielzeit bekomme. Das konnten sie mir in Dortmund nicht garantieren”, berichtet Tigges. In Köln habe dabei alles direkt gepasst, weshalb die Gespräche schnell über die Bühne gegangen seien.

Dass der Neuzugang nach seiner Sprunggelenksverletzung zunächst Geduld beweisen muss, ist ihm bewusst. “Ich weiß nicht, wie schnell ich an alte Leistungen knüpfen kann. Ich stelle mich erstmal hinten an und arbeite hart, dass ich meine Chance bekomme.” Beim FC plant man den Sturm-Hünen als zweite Spitze neben Modeste und langfristig womöglich auch als dessen Ersatz ein. Tigges selbst sieht die Situation im Angriff dabei positiv: “Wir sind beide sehr präsente Spieler in der Box. Es werden hier viele Flanken gespielt und zu zweit sind wir dann nochmal gefährlicher.” Gleichzeitig könne sich Tigges von Modeste noch “viel abschauen”. Missgunst kennt der Neu-Kölner dabei nicht: “Ich freue mich, wenn er erfolgreich ist. So, wie er sich wahrscheinlich auch für mich freuen wird.”

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