Jonas Hector mit seinen Teamkollegen. (Foto: Bucco)

Jonas Hector mit seinen Teamkollegen. (Foto: Bucco)

Acht aus Zehn: Kölns Comeback-Könige auf der letzten Rille

Der 1. FC Köln dreht einmal mehr eine Partie in der noch jungen Bundesliga-Saison. Gegen den FC Augsburg leisten sich die Geißböcke schon wieder einen frühen Aussetzer in der Defensive. Dann aber macht eine Taktik den Weg zum Erfolg frei, die drei Tage zuvor in Belgrad noch nicht funktioniert hatte.

Geschichte des Spiels

Der 1. FC Köln ist gegen den FC Augsburg im zehnten Bundesliga-Spiel bereits zum achten Mal mit 0:1 in Rückstand geraten. Überhaupt nur ein einziges Mal bislang, am ersten Spieltag gegen Schalke 04, ging der FC selbst in Führung. Gegen den VfB Stuttgart endete die Partie torlos 0:0. Ansonsten: acht Rückstände. In diesen acht Spielen kam der FC aber fast immer zurück, erzielte sieben Mal das 1:1 (nur gegen Union Berlin nicht) und holte zwölf Punkte (drei Siege). Damit sind die Geißböcke die Comeback-Könige der Liga!

VARheit des Tages

Das Glück hatte der 1. FC Köln in der 21. Minute. Die Geißböcke verteidigten einen Einwurf luftig. Hector verlor im Zentrum das Kopfballduell gegen Demirovic, Kilian ging gegen Berisha gar nicht erst hoch und dessen Bogenlampe landete hinter Marvin Schwäbe im Tor. Das 0:2? Nein. Der Assistent hatte bereits die Fahne gehoben, der VAR bestätigte: Es war eine hauchzarte Abseitsstellung von Berisha. Der Treffer zählte nicht. Glück für die Geißböcke.

Spieler des Spiels

Steffen Tigges erzielte zwar zwei Tore, doch der Mann des Spiels war Denis Huseinbasic. Das 50.000-Euro-Schnäppchen aus Offenbach! Anders kann man den 21-Jährigen nicht nennen. Bemerkenswert, wie sich der Mittelfeldspieler in kürzester Zeit von der Regionalliga in die Bundesliga entwickelt hat. Tor gegen Gladbach, Tor gegen Augsburg. Der laufstarke und einsatzfreudige Youngster zeigte in vielen Situationen seinen Instinkt und demonstrierte, dass der Sprung von der vierten in die erste Liga keineswegs zu groß sein muss.

Taktik des Spiels

Am Donnerstag in Belgrad versuchte es Steffen Baumgart im 4-2-2-2 mit Doppel-Sechs, Doppel-Spitze und zwei offensiven Mittelfeldspielern – es ging komplett schief. Am Sonntag behielt Baumgart die Linie trotzdem bei – mit Erfolg. Skhiri und Martel sorgten für die nötige Stabilität im Zentrum. Schmitz und Hector schoben so weit hoch, dass es eigentlich ein 2-4-2-2 war. Duda und Huseinbasic zeigten beide starke Leistungen, und vorne war Maina der bewegliche Part zum im Laufe des Spiels immer besser werdenden Tigges. So funktionierte das, was am Donnerstag noch schief gegangen war, gegen den FCA am Ende so, wie es sollte.

Zahl des Tages

Am Ende zweier anstrengender Europa-Wochen warf der 1. FC Köln noch einmal alles in die Waagschale. Die Geißböcke liefen rund 3,5 Kilometer mehr als Augsburg und demonstrierte damit einmal mehr die Fitness und Widerstandsfähigkeit. Obwohl nach den drei Niederlagen mental etwas angeschlagen, riefen die Kölner alles ab und kämpften sich trotz des frühen Rückstands einmal mehr zurück. Ein beeindruckender Kraftakt, der belohnt wurde.

Erkenntnis des Spiels

Der 1. FC Köln hat mit nun 16 Punkten in zehn Spielen aus einem guten einen sehr guten Saisonstart gemacht. Punktgleich mit dem BVB liegt der FC auf Rang sieben. Bis Platz elf mag es zwar nur ein Punkt sein, bis zu den Bayern sind es aber auf Rang zwei auch nur drei. Vor allem aber sind es schon acht Punkte auf die Plätze 14 bis 16, zehn auf 17 und zwölf auf 18. Das ist es, was aktuell zählt. Und so bleibt das Wort Krise nach dem ersten Sieg aus drei Spielen nicht nur vergraben. Es zeigt auch: In der Bundesliga war es eben nur eine Niederlage in Gladbach, die wegen der Gelb-Roten Karte zudem erklärbar war.

Ausblick

Was bleibt, sind die beiden ärgerlichen Niederlagen gegen Partizan. Doch selbst die wiegen nicht so schwer, weil der FC es weiterhin selbst in der Hand hat die Zwischenrunde der Conference League erreichen zu können. Die Geißböcke liegen also komplett auf Kurs und können am Freitagabend in Mainz nach einer Woche ohne Europa mit frischer Kraft und dem wieder spielberechtigten Florian Kainz nachlegen.

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