Frust bei Steffen Baumgart in Berlin. (Foto: IMAGO / Huebner)

Frust bei Steffen Baumgart in Berlin. (Foto: IMAGO / Huebner)

Ein Punkt aus fünf Spielen: Baumgart ruft Abstiegskampf aus

Der 1. FC Köln stürzt in die erste Krise unter Steffen Baumgart. Der FC-Trainer redet nach der 0:2-Pleite bei Hertha BSC nicht um den heißen Brei herum. Die Geißböcke haben vier der letzten fünf Spiele verloren und sind in der Tabelle abgestürzt. Der FC steckt nun plötzlich im Abstiegskampf – das sagt auch Baumgart selbst.

Aus Berlin berichtet Marc L. Merten

Die letzte Woche war die eine Woche zu viel. Zehn Spieltage lang hatte der 1. FC Köln in der Bundesliga gut funktioniert, nicht nur mitgehalten, sondern regelmäßig Punkte gesammelt. Dann kamen die Rückschläge nach Platzverweisen in Gladbach und in Mainz sowie die Energieleistung mit dem Punktgewinn gegen Hoffenheim. Doch in der letzten Woche kam der Einbruch.

“Die Jungs sind einfach durch. In der zweiten Halbzeit war der einzige, der noch relativ fit war, ich”, sagte Steffen Baumgart in Berlin nach dem Schlusspfiff. “Die Jungs haben gar nicht mehr zugehört, haben nur noch funktioniert. Es ging einfach nicht mehr.” Das Ergebnis: Nach dem 0:2 in Freiburg und dem 1:2 gegen Leverkusen verlor der FC auch bei der Hertha mit 0:2.

Wir sind im Abstiegskampf! Alles andere wäre Augenwischerei!

Steffen Baumgart

Drei Niederlagen in Folge gab es das allererste Mal unter Baumgart. Auch vier Niederlagen in fünf Spielen sind ein Novum, ein Punkt in diesen fünf Spielen die schlechteste Ausbeute, die der FC-Trainer mit den Geißböcken holte. Der FC ist von Platz 7 auf Platz 13 abgeschmiert. Statt sich weiter oben heranzupirschen, sind die Geißböcke ins untere Tabellendrittel abgestürzt. Statt den Anschluss an die europäischen Plätze zu wahren, ist der Relegationsrang nur noch drei Zähler entfernt.

Entsprechend eindeutig fiel Baumgarts Fazit zur Winterpause aus. „Wir sind im Abstiegskampf. Alles andere wäre Augenwischerei. Wir haben in den letzten drei Spielen null Punkte geholt. Wir sind drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt – und das bedeutet Abstiegskampf.” Fraglos hätte der FC in den vergangenen Wochen mehr Punkte einfahren können, insbesondere gegen Leverkusen, aber auch in Berlin war jeweils ein Sieg möglich gewesen.

Baumgart setzt auf die Regeneration in der Pause

“Wir hätten mehr Punkte haben können, haben wir aber nicht – und deswegen stehen wir da, wo wir stehen, und das bedeutet Abstiegskampf”, stellte Baumgart klar. Die Geißböcke stolpern somit im Krisen-Modus in die Winterpause, haben nun zwei Monate Zeit sich zu berappeln, die Wunden zu lecken, wieder körperlich und geistig fit zu werden. “Es ist jetzt wichtig, dass wir Ruhe kriegen. Wir müssen konzentriert in die Rückserie gehen – dann auch mit der geistigen Frische. Ich glaube nicht, dass das jemand anders sieht.“

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