„Darstellungen sind falsch“: Jetzt spricht der Lemperle-Anwalt

Der Anwalt von Tim Lemperle hat sich zu den Vorfällen geäußert. (Foto: Bucco)
Der Anwalt von Tim Lemperle hat sich zu den Vorfällen geäußert. (Foto: Bucco)

Jetzt spricht der Anwalt von Tim Lemperle. Nach der Schlägerei am Sonntag und den Vorwürfen des Täter-Anwalts verteidigt der Rechtsvertreter des 23-Jährigen den Stürmer des 1. FC Köln.

Am Donnerstag hat Tim Lemperle erstmals seit seinem Nasenbeinbruch wieder trainiert (der GEISSBLOG berichtete). Während der Stürmer des 1. FC Köln daran arbeitet, womöglich doch noch für das Heimspiel der Geißböcke gegen den 1. FC Kaiserslautern fit zu werden, laufen im Hintergrund die Ermittlungen.

Wie die Polizei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte, läuft ein Verfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen eine Person, die den FC-Profi am Sonntag geschlagen und dabei die Nase gebrochen hatte. Der Anwalt des Täters hatte sich bereits am Dienstag geäußert und seinerseits Vorwürfe gegen Lemperle erhoben. Nun machte der Rechtsvertreter des FC-Stars klar, dass es keine Täter-Opfer-Umkehr geben dürfe.

Lemperle-Anwalt: „Mein Mandant ist das Opfer“

„Es ist zutreffend, dass mein Mandant an dem Tag stark alkoholisiert war“, gab Lemperles Hamburger Rechtsanwalt Mathias Huse gegenüber der dpa zwar zu, machte aber auch deutlich: „Mein Mandant ist Opfer einer Straftat geworden und wurde nicht unerheblich verletzt.“

Weitere Vorwürfe, geäußert durch den Anwalt des FC-Fans, wies Lemperles Anwalt zurück. Demnach habe Lemperle selbst den Angriff auf seine Person durch aggressives und unangemessenes Verhalten provoziert, der Schläger hätte lediglich in Notwehr gehandelt. „Diese Darstellungen sind falsch und entsprechen nicht den Tatsachen“, erklärte Huse und stellte erneut heraus, dass sein Mandant kein Beschuldigter des Verfahrens sei, sondern von der Polizei als Verletzter geführt werde.

Huse und FC wollen sich nicht weiter äußern

Lemperle selbst wird sich wohl zunächst nicht öffentlich äußern. Huse teilte der dpa mit, dass angesichts des laufenden Verfahrens keine weiteren öffentlichen Stellungnahmen geben werde. Auch beim FC will man sich zunächst nicht weiter zu der Thematik äußern. Allerdings wird erwartet, dass Cheftrainer Friedhelm Funkel am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz ein Update zum Gesundheitszustand des Spielers geben wird.

Dazu hatte Sportdirektor Thomas Kessler am Montag lediglich erklärt: „Wir sind über den Vorfall informiert. Tim wurde am frühen Sonntagabend tätlich angegangen und hat dabei Gesichtsverletzungen erlitten. Nach aktuellem Stand ist es unwahrscheinlich, dass er am kommenden Sonntag einsatzfähig sein wird.“ Inzwischen ist man beim FC aber optimistischer und hofft auf einen Einsatz des 23-Jährigen gegen Kaiserslautern.

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