Die U19 des 1. FC Köln steht im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Gegen den Hamburger SV wurde es am Ende trotz Drei-Tore-Führung noch einmal spannend, letztlich setzten sich die A-Junioren aber verdient mit 3:2 (2:0) durch.
Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichten Sonja Gauer, Lars Tetzlaff und Marc L. Merten
Der Nachwuchs des 1. FC Köln sorgt weiter für positive Schlagzeilen. Nachdem die U17 am Samstag souverän ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft eingezogen ist, ging die U19 einen Tag später bereits einen Schritt weiter. Vor den Augen von 1350 Zuschauern setzte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck am Ende mit 3:2 (2:0) gegen den Hamburger SV durch und steht nun im Halbfinale.
Tore und Highlights
10. Minute: Die Kölner begannen überlegen und mit viel Spielkontrolle. Insbesondere Fynn Schenten drang immer wieder über den linken Flügel nach vorne durch. Die verdiente Führung des FC fiel allerdings über die rechte Seite: Nach einem Zuspiel von Kian Hekmat schlenzte Justin von der Hitz den Ball aus 17 Metern flach ins linke untere Eck zum 1:0 für die Ruthenbeck-Elf.
19. Minute: Keine zehn Minuten später erhöhte Assad Kotya-Fofana auf 2:0. Nach einer Ecke von Jonathan Friemel stieg der 16-jährige Innenverteidiger am höchsten und erzielte per Kopf sein zweites Tor in der K.o.-Runde.
32. Minute: Zunächst verpasste Schenten im Eins-gegen-Eins mit HSV-Keeper Poppelbaum das 3:0, ehe der Flügelstürmer den Schlussmann aus kurzer Distanz überwinden konnte. Beim feinen Zuspiel von von der Hitz stand der 17-Jährige jedoch hauchzart im Abseits, sodass der Jubel im Franz-Kremer-Stadion schnell verstummte.
47. Minute: Nach der Pause waren keine zwei Minuten gespielt, da sorgte Schenten für die Vorentscheidung. Nach einer zunächst abgewehrten Ecke kam der Ball am Fünfmeterraum wieder zum Angreifer, der mit dem Rücken zum Tor per Hacke sehenswert zum 3:0 traf.
49. Minute: Kurz darauf war der komfortable drei-Tore-Vorsprung jedoch schon wieder dahin. Nach einem Eckball kam Jeremy Gandert am Elfmeterpunkt aus der Drehung zum Abschluss und verkürzte unhaltbar für Keeper Marutzki auf 1:3 für den HSV.
79. Minute: Und dann wurde es doch noch einmal spannend! Moritz Reimers ließ im Strafraum den eingewechselten Kristiyan Irmiev aussteigen und zog ab. Kotya-Fofana wollte den Abschluss blocken, fälschte am Ende jedoch unglücklich und damit für Marutzki unhaltbar zum 2:3 ins Tor ab.
90.+2 Minute: Nach dem Anschlusstreffer wurde es für den FC nicht mehr wirklich gefährlich. Vielmehr hatte von der Hitz seinen zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte mit seinem Abschluss aus 16 Metern jedoch an Poppelbaum. So brachten die Kölner am Ende den doch noch knappen Sieg über die Zeit.
Personal
So spielte der FC: Marutzki – Friemel (53. Irmiev), Stapelmann, Kotya-Fofana, Spitali – Zimmermann, Harchaoui (88. Römers) – von der Hitz, Hekmat (74. Puzzo), Schenten (74. Chukwukelu) – Niang
Zur Aufstellung: Im Vergleich zum wahnsinnigen 4:3-Erfolg beim VfB Stuttgart veränderte Trainer Stefan Ruthenbeck seine Startelf auf einer Position. Der zuletzt angeschlagene Luis Stapelmann kehrte nicht nur in den Kader, sondern auch direkt in die Anfangsformation zurück. Dafür nahm Kristiyan Irmiev zunächst auf der Bank Platz.
Fazit
Nach dem Wahnsinn von Stuttgart waren es eine Woche später die Kölner A-Junioren, die nach einer 3:0-Führung am Ende noch einmal zittern mussten. Spätestens mit dem 2:3 zehn Minuten vor dem Ende wurde es noch einmal eine Partie auf Messers Schneide. Am Ende behielt der FC-Nachwuchs jedoch die Nerven und feierte den Einzug in die Runde der besten vier U19-Mannschaften Deutschlands. Im Halbfinale am kommenden Wochenende geht es nun auswärts gegen den SV Werder Bremen, die sich im Elfmeterschießen gegen Eintracht Frankfurt durchsetzten.








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