Lukas Kwasniok hat noch keine Trainingseinheit mit dem 1. FC Köln absolviert, gerät jedoch schon jetzt ins Schwärmen über seine neue Mannschaft. Trotzdem wünscht sich auch der neue Cheftrainer noch Verstärkungen.
Am 6. Juni hat der 1. FC Köln Lukas Kwasniok als neuen Cheftrainer vorgestellt. Einige Tage zuvor, um genau zu sein zwischen dem 27. Mai und dem 1. Juni, waren die Gespräche zwischen dem gebürtigen Polen und dem Verein jedoch schon so weit gediehen, dass sich Kwasniok und Sportdirektor Thomas Kessler intensiv über den Kader ausgetauscht hatten.
„Ich habe schon vor drei Wochen gesagt“, erzählt der neue Trainer am Mittwoch auf seiner Vorstellungs-Pressekonferenz, „als der Ache-Deal schon unter Dach und Fach, der Johannesson-Deal aber noch nicht ganz abgeschlossen war, dass wir so loslegen können.“ Heißt konkret: Nach den frühen Verpflichtungen von Ragnar Aache (27.5.) und Isak Johannesson (1.6.) sieht Kwasniok den FC-Kader für die kommende Saison bereits gut gerüstet.
Kwasniok sicher: „Das geht jetzt schon“
Der Trainer ist dabei davon überzeugt, dass seine neue Mannschaft schon jetzt Bundesliga-Niveau hat. „Wir werden etwas zaubern und mit diesem Kader in der Bundesliga sofort konkurrenzfähig sein. Die Mannschaft hat die Qualität, in der Bundesliga zu bestehen, ein unangenehmer Gegner zu sein und an der ein oder anderen Stelle für Spektakel zu sorgen. Das ist unser Ziel und das geht jetzt schon“, ist sich der 44-Jährige sicher.
Diese Überzeugung geht sogar so weit, dass Kwasniok selbstbewusst sagt: „Lassen Sie uns morgen ein Spiel absolvieren und wir werden konkurrenzfähig sein.“ Dabei ist sich der Trainer freilich bewusst, dass er diesem Versprechen vorerst nicht wird nachkommen müssen. Immerhin trifft die sich die Mannschaft erst in rund anderthalb Wochen zum ersten Mal wieder am Geißbockheim und wird die Arbeit auf dem Platz aufnehmen.
Trotz „Vertrauen“: FC wird weiter nachlegen
Entsprechend könnten bis dahin auch noch die ein oder anderen neuen Spieler zum FC-Tross dazu stoßen. Denn trotz allem „Vertrauen“, das Kwasniok den Spielern, die den Aufstieg im ersten Jahr nach dem Abstieg realisiert hatten, entgegenbringt, würde der FC versuchen, „Dinge zu optimieren.“ Bedeutet: Auch wenn Kwasniok keine konkrete Position sieht, „die nach Bedarf lechzt“, wollen die Kölner nach ihren zwei frühen Transfers bekanntlich sehr wohl noch auf dem Transfermarkt aktiv werden.
„Wir schauen überall, es wäre fahrlässig, das nicht zu tun“, sagt der ehemalige Paderborn-Trainer. Dabei sucht der FC praktisch noch in allen Mannschaftsteilen, wobei insbesondere im Tor auf der Position der Nummer zwei aktuell die größte Vakanz herrscht. Zudem könnten durch unerwartete Abgänge, „sollte ein unmoralisches Angebot kommen“, wie Kwasniok sagt, neue Baustellen aufgehen. „Da dürfen wir nicht unvorbereitet sein“, erklärt der Trainer.
Vorbereitet auf mögliche Abgänge
Insbesondere, sollten Eric Martel und Damion Downs ihre Vertragsangebote ablehnen, brauchen die Kölner auf der Sechs und in Angriff weitere Verstärkung. Entsprechend dürften die Verantwortlichen auch auf diesen Postionen bereits den Markt sondieren – wobei die Gerüchte um die beiden defensiven Mittelfeldspieler Tom Krauß und Robin Fellhauer ganz unabhängig eines möglichen Martel-Abgangs zu sehen sind.
„Ein ehemaliger Vorgesetzter von mir hat immer gesagt: wir arbeiten in einem fahrenden Zug“, erklärt Kwasniok den Transfermarkt im Laufe einer Sommer-Vorbereitung. Entsprechend machte der Trainer auch keinen Hehl daraus, dass „wir auf der Abgangs- als auch auf der Zugangsseite noch etwas zu vermelden haben“ werden. Und das ganz unabhängig der Tatsache, dass Kwasniok seine Mannschaft eigentlich schon jetzt für Bundesliga-tauglich hält. Aber eben auch nur eigentlich.








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