Der 1. FC Köln arbeitet nicht nur auf der Zugangsseite an weiteren Transfers. Gleichzeitig sollen den Club noch einige Spieler verlassen. So geht es für die Profis weiter, sollten sie bis zum Trainingsstart noch keinen neuen Verein gefunden haben.
Sportdirektor Thomas Kessler und der neue Cheftrainer Lukas Kwasniok waren am Mittwoch bei ihrem ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt einer Meinung. Nur, weil mit dem 44-Jährigen jetzt ein neuer Trainer an Bord sei, bedeute das nicht, dass für alle Spieler die Uhren auf Null gestellt würden. In ihrer Ausrichtung spielten die beiden FC-Verantwortlichen jedoch auf unterschiedliche Kandidaten im Kader ein.
Während Kwasniok den Spielern, die aktuell da sind und den Aufstieg realisiert haben, einen Vertrauensvorschuss schenken will, erklärte Kessler, dass einige Profis auch weiterhin keine sportliche Zukunft mehr am Geißbockheim haben werden. „Es fangen nicht alle bei Null an, weil wir einen neuen Trainer haben“, sagte der Sportdirektor. Und weiter: „Wir haben eine klare Einschätzung über die Leistungsfähigkeit unseres Kaders. Es gibt den ein oder anderen Spieler, dem ich das auch schon mitgeteilt habe.“
Quartett auf Vereinssuche
Allen voran zählen Florian Dietz, Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Rasmus Carstensen zu den Kandidaten ohne sportliche Perspektive am Geißbockheim. Dabei ist sich Kessler jedoch auch bewusst, „dass der Trainer noch eine andere Einschätzung haben kann.“ Entsprechend wird auch das Quartett, sollte es bis zum 7. Juli noch keinen neuen Verein gefunden haben, beim Trainingsauftakt mit auf dem Rasen stehen.
Das bestätigte auch Kessler am Mittwoch. „Kein Spieler in unserem Kader hat irgendwas getan, dass er nicht die Berechtigung hätte, bei uns im Training anzufangen. Wir haben keinem Spieler gesagt, dass er nicht am Training teilnehmen darf.“ Entsprechend werde die Trainingsgruppe wie gewohnt zum Start der Vorbereitung auch etwas größer sein, zumal einige Nachwuchsspieler in den kommenden Tagen noch mitgeteilt bekommen werden, sich bei den Profis zu zeigen.
FC hofft auf weitere Durchbrüche von Talenten
Ähnlich wie es in der Vorsaison Julian Pauli gelungen war, erfolgreich auf sich aufmerksam zu machen und sich schnell in die Stammformation zu spielen, hoffen die Kölner, dass es auch in diesem Jahr einer der Youngsters schafft, einen bleibenden Eindruck bei den Profis zu hinterlassen. „Wir haben die Hoffnung, dass der ein oder andere dabei ist, bei dem Trainer dann in mein Büro kommt und sagt: ‚wow, den kannte ich noch gar nicht und er macht seinen Job richtig gut'“, meinte Kessler.
Wir werden auf der Ab- und Zugangsseite noch etwas zu vermelden haben.
Lukas Kwasniok
Des Weiteren würden dann jedoch im Laufe der Vorbereitung einige Spieler, die den FC verlassen wollen respektive sollen, auch einen neuen Verein finden. Insbesondere Max Finkgräfe zählt zu jenen Spielern, die sich selbst gerne verändern würden. „Dann werden wir die Trainingsgruppe verkleinern“, sagte der ehemalige Torhüter. Klar ist dabei auch, dass es auch noch zu Abgängen kommen kann, die der FC derzeit nicht eingeplant hat. „Wir dürfen nicht unvorbereitet sein, sollte ein unmoralisches Angebot kommen“, erklärte auch Kwasniok und stellte mit Blick auf die kommenden Wochen wenig überraschend fest: „Wir werden auf der Ab- und Zugangsseite noch etwas zu vermelden haben.“








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