Luca Kilian hat erneut eine lange Leidenszeit vor sich. Während der Innenverteidiger vor einer ungewissen Zeit steht, fehlt dem 1. FC Köln ein Spieler dauerhaft im Training.
Der 1. FC Köln konnte Luca Kilian in diesem Sommer nicht gesichert in die Kaderplanung integrieren. Zu ungewiss war der Zeitpunkt seiner Rückkehr, zu ungewiss nach zwei Kreuzbandrissen, ob das Knie des 26-Jährigen den Trainingsbelastungen sofort wieder standhalten würde.
Niemand rechnete freilich mit dem Drama von Montag, mit dem dritten Kreuzbandriss, mit dem erneuten Ausfall. Dennoch durfte Sportdirektor Thomas Kessler in der Besetzung der Innenverteidigung für die Bundesliga nicht mit Kilian als fester Größe rechnen. Seine Rückkehr und sein Eingreifen in den Konkurrenzkampf wäre nur ein Bonus gewesen, welchen die Verantwortlichen aber gerne genommen hätten.
Diese Innenverteidiger stehen zur Verfügung
So stellt sich für den 1. FC Köln aktuell nicht die Frage, ob der Club nach dem Schluss des Transfermarkts noch einmal aktiv werden und sich nach aktuell vertragslosen Spielern umsehen wird. Zumal ein Blick auf die verfügbaren Kandidaten schnell zeigt, dass der FC dort in trüben Gewässern fischen würde. Insbesondere Bundesliga-erfahrene Spieler wären nur schwer zu finden.
Doch das brauchen die Geißböcke auch nicht. Mit Rav van den Berg und Cenk Özkacar hatte Kessler in diesem Sommer zwei neue Innenverteidiger verpflichtet. Mit Timo Hübers und Joel Schmied stehen zwei weitere unter Vertrag, die unter Lukas Kwasniok auch schon zum Einsatz kamen. Tom Krauß spielte in der Vorbereitung ebenso schon auf der Vier und in Mainz sogar links in der Dreierkette. Und auch, wenn Dominique Heintz mitgeteilt wurde, dass er nur noch schwer zu Einsätzen kommen wird: Der Routinier steht ebenso weiter im Training.
Rückt ein Nachwuchsspieler auf?
Ob Julian Pauli unter diesen Umständen zu Dynamo Dresden verliehen worden wäre, ist offen. Klar ist aber: Mit Neo Telle wollten die Geißböcke eigentlich verlängern und den U21-Verteidiger dann verleihen. Nun könnte er ebenso wie Luc Dabrowski darauf hoffen, zu den Profis hochgezogen zu werden. Dabrowski, gerade erst aus Bochum für die zweite Mannschaft verpflichtet, durfte schon in der Woche vor Freiburg einen Tag unter Kwasniok mittrainieren.
Der FC hat also trotz des neuerlichen Kilian-Ausfalls in der Dreierkette keinen Bedarf und ist auch dort auf allen drei Positionen im Zweifel doppelt besetzt. Sind – abgesehen von Kilian – alle Spieler gesund, verfügt Kwasniok über einen Kader mit 21 Feldspielern plus drei Torhütern. Durchaus möglich also, dass aus der U21 noch ein Spieler aufrücken wird, um Kilians Platz einzunehmen.








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