Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Dortmund in der letzten Sekunde mit 0:1 (0:0). Überschattet wird das Spiel jedoch von der schweren Verletzung von Timo Hübers. Die Stimmen zum Spiel.
Eric Martel
„Es hat bei Hübi ziemlich übel ausgeschaut. Man hat etwas gesehen, deswegen habe ich mich umgedreht und nicht mehr hingeschaut. Da scheint mehr kaputt gegangen zu sein. Ich wünsche ihm nur gute Besserung. Das Ergebnis ist wie ein Stich ins Herz. So schön der Fußball sein kann, so bitter kann er auch sein. Ich wusste, dass Guirassy gut in der Box ist und dass einiges auf mich zukommen würde. Deswegen habe ich versucht es ihm so schwer wie möglich zu machen. Man muss schon sagen, dass Dortmund die größeren Spielanteile hatte, aber wir hatten in der ersten Hälfte zwei Dinger – wenn wir die gemacht hätten, wer weiß schon, wie es ausgegangen wäre. Wir hatten in der zweiten Hälfte dann keinen Durchbruch mehr, konnten nur noch wenige Stiche setzen. Das war in der ersten Halbzeit deutlich besser. Wir haben uns leider nicht belohnt.“
Marvin Schwäbe
„Das ist extrem bitter. In erster Linie, einen Mitspieler so zu sehen. Da fehlen mir die Worte. Das sind Szenen, die keiner sehen will. Und bei dem Spielverlauf – wir haben ein so geiles Spiel gezeigt, da wäre ein Punkt schön gewesen. Das war ein absolutes Scheißtor. Der trifft den Ball nicht richtig, drei Mann stehen vor mir, Sebulonsen fälscht ihn ab, Schmied trifft ihn nicht und Eric kriegt ihn durch die Beine. Das ist extrem bitter. Es war ein unfassbar geiles Spiel, was wir auf den Platz gebracht haben. Das sollte man honorieren. Wir wissen, dass wir auch gegen große Gegner gut gespielt haben, auch wenn wir keine Punkte mitgenommen haben. Das sollten wir im Kopf behalten.“
Thomas Kessler
„Die Niederlage tut doppelt weh. Klar war der BVB deutlich besser und hat uns in der zweiten Halbzeit hinten eingeschnürt. Aber auch nach der schweren Verletzung von Hübi haben sich die Jungs noch mal zusammengerissen. Sie haben alles reingeworfen, umso bitterer ist es, das in der letzten Szene einer über den Ball tritt und dann zweimal abgefälscht wird. Wir haben in der ersten Halbzeit viel mehr Entlastung gehabt, hatten auch die besseren Chancen, haben sie leider nicht gemacht. Dann haben wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut herausgespielt. Klar hat der BVB verdient gewonnen, aber aufgrund des Einsatzes der Jungs hätten wir uns schon einen Punkt verdient gehabt. Wir haben bei Hübi noch keine genaue Diagnose, aber wir gehen von einer schweren Knieverletzung aus und dass er uns lange fehlen wird.“
Lukas Kwasniok
„Es gibt Tage im Leben, die würde man ganz gerne streichen. Im Nachhinein gehört dieser hier heute dazu. Das hängt damit zusammen, dass wir uns für einen leidenschaftlichen Kampf nicht mit einem Punktgewinn belohnen konnten. Fataler und schlimmer ist aber die schwere Verletzung von Timo Hübers. Es tut weh, so eine doppelte Niederlage mit nach Hause zu nehmen. Es gehört zu unserem Job, Niederlagen einzustecken, auch harte Niederlagen. Ab morgen stehen wir wieder auf und gucken, dass wir im Pokal irgendwie gegen die Bayern bestehen können. Insgesamt glaube ich, dass wir in der ersten Halbzeit zwei, drei Umschalter hatten, wo du in Führung gehen musst, wenn du hier was mitnehmen willst. Dann war klar, dass wir in der zweiten Halbzeit immer weniger Entlastung hinbekommen werden. Nach der Verletzung in Unterzahl das Tor zu verteidigen, haben wir dann nicht geschafft – eine Minute hat gefehlt. Trotzdem möchte ich mich bei der Mannschaft für die Einsatzbereitschaft bedanken. Wenn man heute bei Wikipedia Aufopferungsbereitschaft nachschlagen würde, kämen Eric Martel und Timo Hübers bei raus.“
Niko Kovac
„Als BVB wünschen wir Timo alles Gute. Was ich gehört habe, hört sich nicht gut an. Ich wünsche ihm, dass es nicht so schlimm ist. Der FC ist eine Mannschaft, die sehr gut verteidigt und sehr gut umschalten kann. Wir hatten schon Respekt vor den Umschaltsituationen. Ich glaube, dass meine Mannschaft das heute richtig gut gemacht hat. Wir wollten aggressiv nach vorne verteidigen und den Gegner unter Druck setzen. Es ist uns immer wieder gelungen, hinter die Kette zu kommen. Mich freut die Tatsache, dass unsere Finisher, die in das Spiel kommen, nochmal einen Impact geben. Es gibt keinen Leistungsabfall bei uns, das freut mich als Trainer.“








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