„À la bonne heure!“ Erst unglücklich, dann stark: Neuzugang direkt im Fokus

Jahmai Simpson-Pusey in Heidenheim. (Foto: IMAGO / Sportfoto Rudel)
Jahmai Simpson-Pusey in Heidenheim. (Foto: IMAGO / Sportfoto Rudel)

Jahmai Simpson-Pusey hat am Samstag in Heidenheim sein Debüt für den 1. FC Köln gefeiert. Zunächst sah der 20-Jährige unglücklich aus, insgesamt machte er aber eine starke Partie. Das ist auch nötig, denn der ultimative Härtetest folgt am Mittwoch.

In der vierten Minute packte Jahmai Simpson-Pusey erstmals in der Bundesliga die Grätsche aus. Beim Vorwärtsverteidigen ging der neue Innenverteidiger des 1. FC Köln erstmals in den Infight und grätschte seinem Gegenspieler den Ball vom Fuß. Der 20-Jährige zeigte von Beginn an in Heidenheim keine großen Anpassungsprobleme und lieferte ein gutes Debüt ab.

„Das hat er ganz schnell sehr gut gemacht“, lobte Kapitän Marvin Schwäbe seinen Verteidiger. „Auf den Jungen können wir uns freuen. Man hat heute schon gesehen, dass er Lösungen am Ball hat, dass er sich was zutraut. Das war echt gut.“ Warme Worte in Heidenheims Kälte: Simpson-Pusey zeigte direkt, warum der FC ihn erst zu Beginn der Woche von Manchester City geholt hatte.

Mitspieler-Lob: „Kann uns echt weiterhelfen“

Dabei war nicht geplant gewesen, dass Simpson-Pusey direkt in der Startelf stehen würde. Doch Trainer Lukas Kwasniok blieb kaum etwas anderes übrig. Nach der Verletzung von Dominique Heintz hätte die Alternative nur noch Cenk Özkacar geheißen – und der Türke konnte Kwasniok auch im Trainingslager wieder nicht überzeugen. So spielte der Engländer als Rechtsfuß auf der linken Position der Dreierkette.

„Jahmai hat uns heute ganz viel Freude bereitet“, sagte Kwasniok. „Das war wirklich ein Überraschungsei. Es war eine kurze Nacht für das Trainerteam. Wir haben versucht, alles abzuwägen, ob Cenk oder Jahmai spielen. Es war im Nachhinein eine gute Entscheidung.“ Auch Nebenmann und Abwehrchef Eric Martel lobte Simpson-Pusey: „Das war sehr gut. Er hat sich direkt reingeworfen. Das Spiel mit dem Ball war sehr klar. Der Junge kann uns echt weiterhelfen.“

Gutes Debüt für Simpson-Pusey

Dabei war Simpson-Pusey direkt an beiden Gegentoren beteiligt, ohne dass er viel dagegen hätte ausrichten können. Vor dem 0:1 spielte Denis Huseinbasic dem Engländer den Ball in den Rücken, sodass Heidenheim den Einwurf erhielt, aus dem das Fallrückzieher-Tor resultierte. Beim 1:2 verursachte Simpson-Pusey bei einer halbhohen Flanke mit einem unglücklichen Abwehrversuch zwar den Eckball und bekam den Torschuss schließlich noch auf der Linie ab, doch ankreiden konnte man ihm auch dies nicht.

Dafür hätte er beinahe das 2:2 erzielte, scheiterte aber kurz vor der Pause nach einer Ecke. Zudem war er mit zwölf gewonnenen Zweikämpfen hinter Martel der zweitbeste Zweikämpfer des FC an dem Tag. Mit 80 Prozent Passquote hatte er zwar noch Luft nach oben, doch am Ball zeigte sich der 20-Jährige bereits technisch versiert, mutig im Dribbling und mit gutem Auge für den öffnenden Pass ins Mittelfeld. „Mit 20 Jahren hier so aufzudribbeln, das ist schon à la bonne heure“, freute sich Kwasniok. „Das war nur ein Spiel, aber ich hoffe, dass es der Beginn einer guten Reise hier beim FC war.“

Sechs Innenverteidiger fehlen gegen die Bayern

Bekanntlich hat sich der FC eine Kaufoption beim Leihgeschäft gesichert, und Simpson-Pusey will zeigen, dass er in der Bundesliga bestehen kann. Das kann er bereits am Mittwoch wieder, wenn er erstmals in einem Heimspiel für den FC auflaufen wird. Dann ausgerechnet gegen den FC Bayern München und in der größten Abwehr-Not der Geißböcke. Sechs Innenverteidiger werden ausfallen. Simpson-Pusey wird also direkt auf dem höchsten Schwierigkeitslevel gebraucht werden.

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