„Habe es sofort zum Schiri gesagt“: FC ärgert sich nach Gegentor doppelt

Alessio Castro-Montes mit Nasentupfer im Gespräch mit Schiedsrichter Robert Schröder. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)
Alessio Castro-Montes mit Nasentupfer im Gespräch mit Schiedsrichter Robert Schröder. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)

Der 1. FC Köln kassiert beim 1. FC Heidenheim mal wieder ein Gegentor nach einem Eckball. Danach jedoch ärgerten sich die Geißböcke über Schiedsrichter Robert Schröder.

Das Spiel des 1. FC Köln beim 1. FC Heidenheim (2:2) war keine zehn Minuten beendet, da verließ Kölns Sportchef Thomas Kessler mit düsterer Miene die Schiedsrichterkabine in der Voith-Arena. Kessler hatte noch einmal das Gespräch mit Schiedsrichter Robert Schröder gesucht. Worüber er sich ausgetauscht hatte, wollte der 39-Jährige nicht verraten.

Doch der FC hatte sich insbesondere über eine Szene mächtig geärgert. Schon zur Halbzeitpause hatte Trainer Lukas Kwasniok Schröder diskutierend, gestikulierend und sichtlich unzufrieden in die Kabine begleitet. Der Anlass war wohl eine Situation in der 24. Minute, die in der Folge zum 1:2-Gegentor führte.

Kein VAR-Check möglich

Alessio Castro-Montes verlor am gegnerischen Strafraum den Ball gegen Niklas Dorsch und setzte sofort zum Laufduell gegen den Heidenheimer Routinier an. Dabei bekam Castro-Montes Dorschs Arm ins Gesicht – wohl unbeabsichtigt, jedoch eindeutig strafwürdig. Castro-Montes ging zu Boden und blieb liegen, Schröder pfiff nicht und Heidenheim konterte. Der Konter führte Sekunden später zu einem Eckball für den FCH.

Doch damit nicht genug: Castro-Montes musste behandelt werden, hatte Nasenbluten und wurde deshalb von Schröder an die Seitenlinie geschickt. Der FC-Spieler fehlte damit in der Abwehr, konnte die Ecke nicht mithelfen zu verteidigen – und prompt kassierte der FC diese Ecke zum 1:2. Eine Ecke, die es nicht hätte geben dürfen, die aber vom VAR nicht hätte zurückgenommen werden können.

Castro-Montes fehlte beim Eckball

„Es war ein Foul an Alessio. Ich habe sofort zum Schiri gesagt, dass da was mit dem Arm war, aber wir müssen akzeptieren, dass es nicht gepfiffen wurde“, sagte Jakub Kaminski nach der Partie dem GEISSBLOG. Und Kwasniok ergänzte: „Leider mussten wir den Eckball in Unterzahl wegen der Kopfverletzung von Castro-Montes verteidigen. Das war genau der Spieler, der den kurz ausgeführten Ball hätte verteidigen sollen.“

Tatsächlich fehlte bei den kurzen Variante eine Absicherung beim FC, Fynn Schenten rückte zu spät von der Strafraumkante raus, Dorsch konnte aus halbrechter Position abziehen und Julian Niehues mit Glück als Flipper-Tor vollenden. Doppelt ärgerlich für die Geißböcke: Hätte Schröder das Foul an Castro-Montes gepfiffen, hätte der FC statt des Eckballs und des Gegentores einen Freistoß circa 25 Meter zentral vor dem Heidenheimer Tor zugesprochen bekommen.

Immer wieder Standards

Letztlich aber war es einmal mehr eine Ecke, die der FC schlecht verteidigte, wenn auch in Unterzahl. Einmal mehr kassierten die Geißböcke ein Gegentor nach einem Standard. Immerhin: Dieses Mal waren die Kölner auch selbst bei ruhenden Bällen gefährlich. Das 1:1 resultierte aus einem Freistoß von der Mittellinie. Jahmai Simpson-Pusey hätte in der 45. Minute beinahe nach einer Ecke getroffen. Und auch in der zweiten Hälfte kamen die Geißböcke bei zwei Eckbällen zu gefährlichen Torabschlüssen.

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