Fynn Schenten und Youssoupha Niang feiern beim 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim ihre Bundesliga-Debüts für den 1. FC Köln. Besonders Schenten hat es Trainer Lukas Kwasniok angetan.
In der Akademie des 1. FC Köln können bald wieder zwei Fotos aufgehängt werden. Die Bundesliga-Debüts von Fynn Schenten und Youssoupha Niang am Samstag beim 1. FC Heidenheim werden wieder verewigt, so wie das inzwischen beim FC üblich ist. Es sind die ersten beiden Fotos, die in dieser Saison aufgehängt werden können.
„Es fühlt sich wie ein Traum an“, sagte Schenten nach seinen ersten 61 Minuten Bundesliga-Luft. „Für ein Debüt fand ich meine Leistung ganz ordentlich.“ Das Debüt hatte sich, wenn auch nicht direkt in der Startelf, bereits im Trainingslager in La Nucia angedeutet. Dass Marius Bülter und Said El Mala für Schenten auf der Bank sitzen würden, war eine durchaus überraschende Entscheidung von Trainer Lukas Kwasniok.
Kwasnioks Liebeserklärung an Schenten
Doch der FC-Trainer hat Gefallen gefunden an dem 18-Jährigen. „Fynn hat den Vorteil, dass er mit 18 schon eine gewisse Körperlichkeit mitbringt. Er braucht nicht lange, um zu adaptieren, und hat schon dazugelernt, auch von den Stürmerkollegen sich schon abgeschaut, wie er sich in den Duellen behaupten kann“, lobte Kwasniok hinterher.
Der 44-Jährige erklärte offen, dass vor allem auch die Arbeit gegen den Ball Schenten zu einem Startelf-Kandidat gemacht habe. „Er bringt Tiefgang mit und die Bereitschaft gegen den Ball zu arbeiten. Deswegen ist er auch ein Spieler, der von Beginn an auflaufen kann, weil er erst einmal abarbeitet und sich nicht nur auf die offensiven Qualitäten verlässt, die ihn aber zu einem insgesamt sehr interessanten Spieler machen.“ Dann schob Kwasniok nach: „Ich lieb den Jungen.“
Kaminski lobt Schenten
Auch Schentens Nebenmann Jakub Kaminski fand hinterher lobende Worte für den jungen Angreifer: „Fynn bringt alles mit, um in der Bundesliga zu spielen. Er ist groß, kräftig, schnell. Ich kenne ihn noch nicht gut, aber im Trainingslager hat er seine Qualität gezeigt.“ Am Ende standen zwei gute Flanken, von denen eine zur ersten Großchance für Kaminski führte, sowie eine Passquote von 100 Prozent. Schenten gewann vier seiner sechs Zweikämpfe, einzig konnte er noch keinen Torschuss verbuchen.
Am Ende des Spiels kam es sogar noch zu einem zweiten Debüt. Youssoupha Niang wurde in der Nachspielzeit für Ragnar Ache eingewechselt, kam allerdings auf keine Aktionen mehr. Niang hat eine schwere Zeit hinter sich, war zweimal in der Hinrunde schwer verletzt und kämpfte sich erst über das Trainingslager wieder ans Team heran. Nun die Belohnung: Der Stürmer bringt ebenso Tempo und Körperlichkeit mit – jene Qualitäten, die Kwasniok als Grundlage für die Bundesliga ansieht.
Talente sollen „Etablierte“ herausfordern
Niang kam 2019 als 13-Jähriger in den FC-Nachwuchs, Schenten bereits 2016 als Achtjähriger. Beide Talente sollen in der Rückrunde dauerhaft zum Profi-Kader gehören und zu weiteren Einsätzen kommen. Ob sich einer der beiden festspielen kann? Kwasniok betonte zumindest, dass dies ein Ziel sei. „Unser Ziel ist natürlich zunächst der Klassenerhalt, aber eben auch, Marktwerte für den FC zu generieren. Und das geht nur, indem wir junge Spieler entwickeln, die sich dann Duelle mit den Etablierten liefern.“ So wie am Samstag in Heidenheim.








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