Jahmai Simpson-Pusey steht im Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim 1. FC Heidenheim erstmals im Spieltags-Kader der Geißböcke. Doch ist der Neuzugang schon weit genug, um dem FC sofort zu helfen?
Aus dem Trainingslager in La Nucia berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten
Der 1. FC Köln ist am Freitagnachmittag aus dem Trainingslager in La Nucia abgereist und über Memmingen direkt zum Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim geflogen. Per Chartermaschine reiste der FC-Tross aus dem 15 Grad warmen Spanien direkt in den deutschen Winter, um am Samstag den 16. Bundesliga-Spieltag erfolgreich zu bestreiten. Mit dabei: Jahmai Simpson-Pusey.
Der 20-Jährige ist erst seit Dienstag ein Geißbock, trainierte in Spanien insgesamt dreimal mit der Mannschaft, ehe es für den Innenverteidiger mit nach Heidenheim ging. Simpson-Pusey soll die Abwehrnot lindern, die durch das Saison-Aus für Timo Hübers und Luca Kilian, die lange Verletzung von Joel Schmied und die Rot-Sperre für Rav van den Berg einmal mehr akut ist – und am Freitag noch mal größer wurde, weil auch Dominique Heintz kurzfristig ausfällt.
Kwasniok: „Es wird der Tag kommen…“
Muss Simpson-Pusey daher schon am Samstag in Heidenheim ins kalte Wasser springen? Eigentlich sollten Eric Martel in der Mitte, Dominique Heintz links und Sebastian Sebulonsen rechts beginnen. Nun fällt Heintz aus. Rückt dafür Linksfuß Cenk Özkacar ins Team? Oder bringt Lukas Kwasniok überraschend doch schon den Winter-Neuzugang? Eigentlich wollte der Cheftrainer den 20-Jährigen erst einmal nur in den Kader nehmen, um ihm die Abläufe des Spieltags näher zu bringen und für den Fall der Fälle eine Option auf der Bank zu haben. Nun steht der Fall der Fälle schon in der Startelf an.
„Ich hätte ihn schon gerne im Testspiel gesehen, das ist klar“, sagte Kwasniok am Donnerstag. Der FC-Trainer will dem Talent von Manchester City eigentlich Zeit geben. „Wir tun gut daran, ihn ankommen zu lassen. Er wechselt nicht nur den Verein, sondern ist auch der Sprache nicht mächtig. Er wird im Kader sein, aber es ist unwahrscheinlich, dass er in der Startelf stehen wird. Wenn wir zurück sind, wird er die Stadt, die Menschen und den Verein kennenlernen. Es wird der Tag kommen, an dem ich ihn reinwerfe, aber wir sollten ihm Zeit geben, damit wir ihn nicht im falschen Moment überfordern.“
Kessler spricht über „guten Start“
Diese Aussagen tätigte Kwasniok aber vor der Heintz-Verletzung. Sehen die 2000 mitreisenden FC-Fans den spielstarken Verteidiger also schon am Samstag erstmals im FC-Trikot? Sportdirektor Thomas Kessler hatte am Donnerstag im Trainingslager erklärt: „Der erste Eindruck ist sehr positiv, er wurde von der Mannschaft sehr gut aufgenommen. Das ist eine große Stärke unserer Mannschaft, dass sie die Jungs, die neu dazu kommen, mit offenen Armen empfangen.“
Im Trainingslager hatte Simpson-Pusey zumindest Zeit, direkt etwas mit seinen neuen Teamkollegen zu unternehmen. „Das war für ihn ein guter Start.“ Kessler verspricht sich von dem Neuzugang „eine hohe Grundqualität gerade mit dem Ball“. Dieses Element habe der FC gesucht, auch wenn der Transfer „in der Kategorie Talent einzuordnen“ sei. Ein Talent jedoch, von dem sich die Geißböcke einiges versprechen und welches sie nicht einfach nur ausbilden, sondern im Bestfall im Sommer per Kaufoption verpflichten wollen. Schon am Samstag könnte die Zeit für Simpson-Pusey gekommen sein.








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